Der Arbeitskreis und seine Zielsetzungen Unsere Botschaft lautet: Be peaceful, be veggie, be happy.
A.K.T.E. ist überkonfessionell. Vorbemerkung: Vor mehr als einem viertel Jahrhundert formierten sich Kräfte aus der Friedens- und Anti-Rassismusbewegung, der Bewegung für die Gleichberechtigung der Frau und aus dem traditionellen Tierschutz, um für die Abschaffung von Tierversuchen, Jagd, Massentierhaltung und anderen Formen der gnadenlosen Ausbeutung und Unterdrückung der Tiere durch den Menschen einzutreten. Dies war die Geburtsstunde der modernen Tierrechtsbewegung (Bewegung für Tierrechte) in Deutschland. Sie besteht heute aus einer Vielzahl von untereinander konkurrierender Dachverbände, Organisationen, Vereinen, Tierbefreiungsgruppen und einzelner Tierrecht-Aktivisten, die sich an unterschiedlichen, oft einander widersprechenden Tier-Ethik-Konzepten oder Partikularthesen orientieren. Darunter sind Theorien und Ethik-Konzepte zu finden, die
Eine nicht zu unterschätzende Zahl von Tierrechtler/innen lehnen Tier-Ethik-Konzepte und deren Verfasser auch rundweg ab, weil
Die Tierrechtsbewegung (Bewegung für Tierrechte) stützt sich also auf Ethik-Konzepte, die in Gänze oder in Teilaspekten dem grundlegenden Tierrechtsgedanken widersprechen oder auf unbeweisbare religiöse Thesen, oder es wird aus unterschiedlichen meist persönlichen Gründen ganz darauf verzichtet, rationale Ethik-Konzepte zur argumentativen Unterstützung ihrer Forderungen heranzuziehen. All dies hat negative Auswirkungen, denn es wirft ein zweifelhaftes Licht auf die Tierrechtsbewegung (Bewegung für Tierrechte) in Beziehung auf das intellektuelle Fundament sowie die Glaubwürdigkeit und Seriosität und hemmt damit letztendlich ihren Erfolg. Unsere gedanklichen Ausgangspunkte: Das Leben auf unserem Planeten und die Vielfältigkeit der Lebensformen ist das Produkt einer natürlichen und evolutionären Entwicklung, und nicht durch das Wirken einer höheren Macht entstanden. Die prinzipielle Verwandtschaft aller Lebewesen ergibt sich durch ihre Entstehungsgeschichte und ihrem gemeinsamen Ursprung. Wir sind deshalb der Überzeugung, dass auch die Unterschiede zwischen Mensch und Tier nur gradueller und nicht essentieller Natur sind, und dass diese Unterschiede – wie etwa der Körperbau, die Anzahl der Beine, die Farbe und Beschaffenheit der Haut oder des Haarwuchses oder die Fähigkeit zu komplexem Denken oder die des Gebrauchs einer Sprache – es nicht rechtfertigen und keine ausreichenden Begründungen liefern, Tiere auszubeuten, zu misshandeln oder zu töten. Wir sind der Meinung, dass ohne absolut zwingende Notwendigkeit der Mensch keine ethisch vertretbare Legitimation hat, Tiere auszubeuten oder zu töten und dementsprechend darauf verzichten sollte. Wir sind der Überzeugung, dass die ähnlichen elementaren Lebensinteressen, die Fähigkeit Leid oder Glück bzw. Wohlsein zu empfinden und die Einzigartigkeit aller Lebewesen es verbieten, gravierende Unterschiede in unseren Wertsetzungen und der moralischen Berücksichtigung zu machen. Deshalb glauben wir, dass die Forderung einer konsequenten Einbeziehung der Tiere in unsere Ethik und die moralisch gerechte Anerkennung ihrer vitalen Interessen und Bedürfnisse berechtigt ist. Wir glauben, dass das anzustrebende Ideal, dem sich jeder Mensch weitestgehend annähern sollte, darin besteht, die elementaren, arteigenen und individuellen Präferenzen und Fähigkeiten aller Lebewesen im Vorfeld jeder Entscheidung unparteiisch und konsequent zu berücksichtigen, um zu einem verantwortungsvollen, gerechten und ethisch vertretbaren Urteil zu gelangen. Darüber hinaus sind wir überzeugt, dass auch eine angemessene ethische Berücksichtigung der Pflanzenwelt und der natürlichen Lebensräume angebracht ist, da die Erde die gemeinsame Heimstatt und Grundlage allen Lebens darstellt, die es im Hinblick auf das Wohlbefinden und Überleben ihrer Bewohner zu schützen und zu bewahren gilt. Ausgehend von diesen Vorüberlegungen und der Tatsache, dass vielerlei biologische Fakten und philosophische Begründungen für einen gerechten, friedfertigen Tierumgang sprechen, will A.K.T.E. versuchen, ein zeitgemäßes Tier-Ethik-Konzept zu entwerfen. Wir stellen uns damit gegen die skrupellose Ideologie der Einzigartigkeit des Menschen, gegen die Ausbeutung, Quälerei und systematische Ermordung der Tiere durch den Menschen und gegen seine verantwortungslose Zerstörung der Umwelt. Wir wollen es nicht länger hinnehmen, dass sämtliche Interessen und Bedürfnisse bewusst lebender und nach Präferenzverwirklichung strebender, leidens- und empfindungsfähiger Individuen für akzidentielle oder triviale Interessen des Menschen brutal übergangen werden, und dass sie nur als bloße Werkzeuge oder reproduzierbare Ressourcen zur Befriedigung menschlicher Interessen angesehen und als solche missbraucht werden. Wir sind der festen Überzeugung, dass es einer Neubewertung aller Lebensformen bedarf einschließlich unserer Stellung im Naturganzen. Gerechte und rationale Wertsetzungen sollen den Menschen zu einer ethischen Gesinnung des Mitgefühls und der Solidarität mit unseren tierlichen Mitlebewesen anleiten und dementsprechend zu einer konsequenten Respektierung ihrer elementaren Lebensinteressen. Über unsere Ziele und Strategie: Wir wollen das Thema Tierrechte-Ethik von Grund auf angehen. Wir wollen aus der Position des unparteiischen Beobachters die Fragen stellen, ob der Mensch das Tier als "Nutzungsobjekt" und Eigentum betrachten darf, und ob die Forderung nach einem ethischen Tierumgang überhaupt zu rechtfertigen ist. Wir wollen mit Hilfe der durch unsere Arbeit gewonnenen Erkenntnisse die bereits bei vielen Menschen bestehende Einsicht, dass es dringender denn je einer universalen Ethik bedarf, welche die grundlegenden Interessen und Bedürfnisse unserer tierlichen Mitlebewesen respektiert, zu einem globalen Bewusstsein erweitern, durch welches dem Menschen auch die Grenzen gesetzt werden, die für das Überleben aller Lebewesen auf der Erde unabdingbar sind. Diese universale Ethik soll sich dabei auf möglichst gesicherte philosophische und naturwissenschaftliche Erkenntnisse stützen. Daher gehört es zu den vorrangigen Zielen des Arbeitskreises die existierenden Ethik-Konzepte zu analysieren, die sich mit der Frage des moralischen Status der Tiere und unserer gemeinsamen Umwelt beschäftigen. Wir wollen sie auf Wahrheitsgehalt, Angemessenheit und Verwertbarkeit für die Begründung unserer Zielsetzungen und Vorstellungen durchleuchten und sie gegebenenfalls mit eigenen Überlegungen zu einem neuen Konzept zusammenzufügen. Dabei ist es notwendig, auch die etablierten ethischen und philosophischen Normen, Dogmen und Definitionen, die unsere Wertsetzungen und unser Wertebewusstsein im Laufe der Menschheitsgeschichte geprägt haben, kritisch zu überprüfen. Ebenso wollen wir der Diskriminierung der Tiere in unserer Alltagssprache durch konsequentes Hinweisen entgegenwirken und diese beseitigen. Unser Konzept soll eine Alternative zu der herkömmlichen und tierfeindlichen Moral-Philosophie werden und der Ausbeutungsmentalität unserer Gesellschaft entgegenwirken, die Glück und Lebensqualität in einem zweifelhaften Konsum- und Fortschrittsglauben verwirklicht sieht und dabei auf fremdes Leid und auf Naturzerstörung kaum Rücksicht nimmt. Durch die Aufdeckung der Mängel der etablierten Moral-Philosophien und ihrer Wertgrundlagen, durch die Beschreibung ihrer haltlosen und oft irrationalen Begründungen und Ansprüche und durch eine unmissverständliche Kritik soll auf die Notwendigkeit einer zeitgemäßen und universalen Ethik hingewiesen werden. Diese nicht nur auf den Menschen beschränkte Ethik soll neben einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz auch Eingang in den Gesetzeskodex finden. Als Strategie zur Aufnahme der in unserem Konzept enthaltenen Forderungen in den Gesetzeskodex wählen wir die "Politik der kleinen Schritte". Der Arbeitskreis bekennt sich damit für den Weg der "Reform und Abschaffung". Um rasche Erfolge zu erzielen, plädieren wir außerdem für die Bündelung sämtlicher Kräfte aus der Tierrecht-, Tierschutz- und Naturschutzbewegung. Da Tierausbeutungsformen wie die so genannte "Nutztierhaltung", die Verwendung von Tieren zu pseudowissenschaftlichen Versuchen oder der "Jagdsport" mit der Wahrung ihrer Lebensinteressen unvereinbar sind, besteht unter größtmöglicher Berücksichtigung der dadurch betroffenen Tiere eines unserer wichtigsten Ziele in der Hinwirkung auf die Etablierung einer Gesellschaft, die sich rein pflanzlich ernährt und auch von der Verwendung anderweitiger Tierprodukte Abstand nimmt. Dies stellt unserer Meinung nach die Grundvoraussetzung zur Umsetzung einer gerechten, universalen Ethik und einer friedfertigen Lebensweise dar. Als anzustrebendes Fernziel betrachten wir die Proklamation einer "Charta der Tierrechte" durch die Vereinten Nationen und deren Übernahme in die Verfassungen aller Völker der Erde. Diese "Charta der Tierrechte" soll neben der Respektierung der elementaren Lebensinteressen der Tiere auch den Schutz ihrer jeweiligen natürlichen Lebensräume einfordern. Wir wollen durch unsere Arbeit einen Beitrag für dieses heute noch utopisch erscheinende Ziel leisten. Zusammenfassung der Arbeitsthemen und Ziele: Wir wollen im Einzelnen:
Weitere Ziele können dieser Agenda hinzugefügt werden. Unter Umständen können bereits erklärte Zielsetzungen z. B. im Falle von personellen Engpässen gestrichen werden. Arbeitskreis Tierrechte & Ethik - A.K.T.E. |
||||||||