Die Song-Texte der CD "Fraßkultur"
- Geschrieben von Stefan Bernhard Eck -
Im Namen der Tiere
Intro A:
WN-TV berichtet live über den ersten Tierrechtsprozess aus dem "Europäischen Gerichtshof" in Berlin.
Aus gut informierten Kreisen haben wir erfahren, dass heute auf Grund einer Übereinkunft zwischen Senat, Anklage und
Verteidigung mit einer Urteilsverkündung zu rechnen ist. Im Vorfeld des heutigen Verhandlungstages kam es wieder zu
massiven Protesten von Landwirten und Jägern. Noch vor einer viertel Stunde wurden rund 200 randalierende
Demonstranten vorübergehend festgenommen. Wir schalten jetzt in den Sitzungssaal, denn ich höre gerade, dass die
vorsitzende Richterin der Anklage das Wort zum Schlussplädoyer erteilt.
1
Seit vielen tausend Jahren vom Mensch domestiziert.
Gezüchtet, zwangsbefruchtet und aufs Schlimmste malträtiert.
Zur Sache degradiert, verschleppt in Sklaverei.
Ich spreche von den Tieren und der Menschen Tyrannei.
Refrain 1:
Im Namen der Tiere, ich klage hiermit an.
Jenen Teil der Menschheit, der dies Unrecht hat getan.
Unrecht und Frevel für die Fraßkultur.
Schuldig des Mordes an den Tieren und Natur.
Tiere sind für den Menschen da, das steht
in der Bibel! Ruhe, oder ich lasse den Saal räumen.
2
Euer Ehren, mit Verlaub, ich fahre also fort.
Unbekannt der Opfer Zahl, ich nenn es Mega-Mord.
Ganze Arten ausgerottet, ausradiert mit Gift und Blei.
Eingepfercht im Tier-KZ, versklavt für Milch und Ei.
Refrain 1
Was sollen wir denn essen? Ruhe, oder ich lasse
den Saal räumen.
3
Erschlagen für den Pelz, gefoltert für Arznei.
Betrogen um ihr Dasein, für Sport und Jägerei.
Hinter Gittern bis zum Tod, im Zoo als Attraktion.
Verstümmelt von Sadisten, Lustobjekt der Perversion.
Refrain 1
Gerechtigkeit für die Tiere! Der Massenmord muss
ein Ende haben. Die Verhandlung wird unterbrochen. Ich bitte die Vertreter der Anklage und Verteidigung zu mir.
Intro B:
Da ich selbst den Massenmord an den Tieren durch meine Ernährungsweise begünstigt habe, überlasse ich die
Urteilsverkündung der Anklage.
4
Mega-Mord und Holocaust an den Kindern der Natur.
Gefoltert und ermordet für triviale Fraßkultur.
Ungehört die Schreie, unbeachtet blieb ihr Fleh'n.
Dies gottverdammte Unrecht, es wird nicht weitergeh'n.
Refrain 2:
Für die Gerechtigkeit, für eine bess’re Welt.
Nun dieses Tribunal ein gerechtes Urteil fällt.
Gerecht ist dieses Urteil für Mensch und auch für Tier.
Laut Grundsatz der Gleichheit, hiermit verkünden wir.
Schuldig im Namen der Tiere.
5
Die Verteidigung verzichtet auf jedes Gegenwort.
Erdrückend die Beweislast, eingestanden Massenmord.
Und dieses Geständnis fällt beim Strafmaß ins Gewicht.
Angemessen die Sühne, verhängt von dem Gericht.
Refrain 2
6
Die Strafe salomonisch, der Mensch soll Nutztier sein.
Und hundert Tage leben im Tier-KZ als Schwein.
Dort soll er nachempfinden der Tiere Leid und Qual.
Dort soll er reflektieren über seine Amoral.
Refrain 2
Das war der überraschende Ausgang des ersten
Tierrechtsprozesses. Frau Ministerin, Sie waren eine der Hauptangeklagten. Ich bitte Sie um eine kurze Stellungnahme
zu diesem Urteil. Grunz, Grunz! Leider schon zu spät, das Urteil zeigt bereits Wirkung. Wir schalten zurück in die
Sendezentrale. Fred Berger für WN-TV.
Kadaver-Blues
Gesprochenes Intro: Seid fruchtbar und werdet viele und füllet die Erde.
Und Furcht vor euch und Schrecken vor euch wird auf jedem lebenden Geschöpf der Erde und auf jedem fliegenden
Geschöpf der Himmel sein, auf allem, was sich auf dem Erdboden regt, und auf allen Fischen des Meeres. In eure
Hand sind sie jetzt gegeben. Jedes sich regende Tier, das am Leben ist, möge euch zur Speise dienen.
Hey man, enjoy your meal!
1
Die Leber deformiert, nun wird schnell therapiert.
Auf geht’s, ab in die Kur!
Was einstmals straff nun hängt, in die Hose gezwängt.
Deine Traumfigur.
Cholesterin im Blut, es geht dir gar nicht gut.
Durch den fetten Fraß.
Was du tagtäglich frisst, am Ende du selbst bist.
Nur ein Haufen Aas.
Refrain:
Du stopfst dich voll mit Aas, mit faulem Leichenfraß.
Du bist, was du frisst: Kadaver!
Du bist ein Sarkophag, ein Tierkadaversarg.
Du bist was du frisst: Kadaver!
Hauchst du dein Leben aus, wirst selbst zum Leichenschmaus.
Du bist was du frisst: Kadaver!
Die Würmer fressen dich, gedeckt ihr Gabentisch.
Jetzt fressen sie deinen Kadaver.
Stupid man!
2
Gefäße sind verengt, der Druck Arterien sprengt.
Du wirst zum Pflegefall.
Du siehst die Rente nie, dank deiner Hypertonie.
Dank einem Schlaganfall.
Du hast Dickdarm-Karzinom, hast das Alzheimer-Syndrom.
Durch den fetten Fraß.
Was du tagtäglich frisst, am Ende du selbst bist.
Nur ein Haufen Aas.
Refrain
3
Kadaverkost im Mund, so fett und ungesund.
Ist der dicke Bauch.
Zu hoch ist dein Gewicht, du leidest unter Gicht.
Pickel hast du auch.
Mit Hirn- und Herzinfarkt geht’s früher in den Sarg.
Dank dem Leichenfraß.
Was du tagtäglich frisst, am Ende du selbst bist.
Nur ein Haufen Aas.
Refrain
Gesprochen: Unter dir sind die Maden als Lager ausgebreitet; und Würmer
sind deine Decke. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.
Hey little animals, enjoy your meal!
Wach endlich auf!
1
Wach endlich auf, es ist beinahe schon zu spät.
Wach endlich auf, die ganze Welt zum Teufel geht.
Wach endlich auf, der Hoffnung Quelle bald versiegt.
Der Erde Zukunft auch in deinen Händen liegt.
Refrain:
Da hilft auch kein Gebet, wenn die Welt zum Teufel geht.
In einer Zeit des Grauens und Agonie.
Wir kämpfen Hand in Hand, rufen auf zum Widerstand.
Für eine Welt in Harmonie.
2
Wach endlich auf, die ganze Welt im Sterben liegt.
Wach endlich auf, sonst Amoral und Chaos siegt.
Wach endlich auf, die Zeit ist reif für Rebellion.
Befrei dich doch von dem Morast aus Tradition.
Refrain
3
Freiheit proklamieren wir, Rechte für Natur und Tier.
Für eine Zeit des Friedens und der Sympathie.
Mitleid, wahre Menschlichkeit, Wahrheit und Gerechtigkeit.
Für eine Welt in Harmonie.
4
Kämpfen für die Redlichkeit, Rücksicht und Wahrhaftigkeit.
Für eine Zeit der Eintracht und Akzeptanz.
Rechte für Natur und Tier, dafür rebellieren wir.
Für eine Welt mit Toleranz.
Mein Bekenntnis
1
Im Focus meines Denkens steht die Suche nach dem Sinn.
Und ich frage mich so oft, wozu ich denn auf Erden bin.
Glaub’ nicht an eine Seele, nicht an einen Weltenplan.
Ich glaub nicht an Vergeltung und den ganzen Jenseitswahn.
Refrain 1:
Ein Lichtblitz war der Anfang, Quantensprung der Energie.
Das Ende schon besiegelt, Sternentod durch Entropie.
Das religiöse Weltbild, ein fragiles Kartenhaus.
Kein Himmel, keine Hölle, mit dem Tod ist alles aus.
2
Im Focus meines Denkens steht die Suche nach dem Sinn.
Und ich frage mich so oft, wozu ich denn auf Erden bin.
Ich glaub’ nicht an die Würde, nicht an inhärenten Wert.
Es sind nur Geistkonstrukte, allesamt sind sie verkehrt.
Refrain 2:
Der noble Humanismus ist für Tiermord Alibi.
Und Mitleid wird gepredigt, doch den Tieren gilt es nie.
Man hält Moralgesetze nur aus Angst vor Vater Staat.
Ist er mal nicht zugegen, kommt es zur Freveltat.
3
Im Focus meines Denkens steht die Suche nach dem Sinn.
Und ich frage mich so oft, wozu ich denn auf Erden bin.
Glaub’ nicht an Recht auf Leben als ein Naturgesetz.
Glaub' nicht an ein Gewissen, an pathetisches Geschwätz.
Refrain 3:
Gebrochen das Versprechen, Himmelslohn für gute Tat.
Moral als reiner Selbstzweck ist für Amoral die Saat.
Nur Pharisäersprüche, Menschlichkeit wird postuliert.
Und in den Tierfabriken wird milliardenfach krepiert.
4
Und ich frage mich so oft, wozu ich denn auf Erden bin.
Ich bin zum Schluss gekommen, mein Leben hat nur einen Sinn.
Den Ärmsten will ich helfen, will vermindern ihre Not.
Will kämpfen gegen Unrecht, gegen Leid und gegen Tod.
Die Ärmsten sind die Tiere, und ich mach mich für sie stark.
Und werfe ich das Handtuch, ja, dann schreibt auf meinen Sarg.
Refrain 4:
Er kämpfte für die Tiere, kämpfte für Gerechtigkeit.
Er kämpfte gegen Unrecht, Ignoranz und Grausamkeit.
Ein Staubkorn im Getriebe, so bedeutungslos und klein.
Er schämte sich am Ende, ein beschiss’ner Mensch zu sein.
Er schämte sich am Ende, ein beschiss’ner Mensch zu sein.
Dieser Gestank
1
Der Nachbar grillt schon wieder Fleisch auf dem Balkon.
Der Bratrost aufgebaut, die Gäste kommen schon.
Spare-Ribs, Steaks mit Ketchup für den Wohlgeschmack.
Ich hör sie schmatzen, dies verfluchte Fresserpack.
Ich denk an Tier-KZ’s, an Unrecht, Schmerz und Blut.
Ich ball die Fäuste, und mich packt die kalte Wut.
Refrain:
Dieser Gestank bringt mich zum Explodieren.
Und die verfressene Brut - seh ich sie, packt mich die Wut.
Es macht mich krank, wie sie die Leiche dinieren.
Und immer frag ich mich dann, wie man Verwestes fressen kann.
2
Am Morgen noch gelebt, am Mittag dann gekillt.
Brutal zerstückelt, abends wird es dann gegrillt.
Nur ein kurzes Leben für das arme Schwein.
Kannibalenparty, man haut richtig rein.
Ich denk an Tier-KZ’s, an Unrecht, Schmerz und Blut.
Ich ball die Fäuste, und mich packt die kalte Wut.
Refrain
3
Ich kann mich nicht beherrschen, groß ist meine Wut.
Ich brüll hinüber: "Ihr perverse Fresserbrut!"
Sie nagen Knochen, und ihr Anblick mir so graust.
Null Spur von Würde, ja ein wahrer Holocaust.
Ich denk an Tier-KZ’s, an Unrecht, Schmerz und Blut.
Ich ball die Fäuste, und mich packt die kalte Wut.
Refrain
Das Söldnerheer des Mammons
1
Gott ist tot, sprach Zarathustra, ihr habt ihn umgebracht.
Ihr habt den schnöden Mammon zu eurem Gott gemacht.
Vom Fortschrittswahn besessen, von Luxus und vom Geld.
Durch euch ist Garten Eden mutiert zur Höllenwelt.
Refrain:
Das Söldnerheer des Mammons zieht plündernd durch die Welt.
Was Profit bringt, gilt als Beute und ihm gleich zum Opfer fällt.
Vom monetären Virus ist die Menschheit infiziert.
Das Söldnerheer des Mammons hält den Planeten okkupiert.
2
Der Regenwald wird abgerodet für Tropenholz und Weideland.
Irgendwann, da wird er heimlich in Mc Donald’s umbenannt.
In Parlamenten wird gelogen für die Fresser-Industrie.
Und die Tiere ausgebeutet für die Wohlstandshysterie.
Refrain
3
Waffenhändler machen Kohle, dank Völkermord in Afrika.
Die Pharmazie reibt sich die Hände, dank HIV und Ebola.
Auf Geheiß der Mammon-Priester, Mister Bush schwingt seinen Colt.
Den Dämonen längst verfallen, auf der Jagd nach schwarzem Gold.
Refrain
Der Vegetarier
Harry, Vegetarier können auch
tierliebe Menschen sein - zumindest bei oberflächlicher Betrachtung. Oder nicht? Also, dann leg mal los!
1
Ein Vegetarier sitzt im Café, er sitzt am Tisch allein.
Und führt sich still und heimlich die Sahnetorte ein.
Er hatte noch vor Stunden in Rage demonstriert.
Lautstark gegen Kälbermast und Milchwirtschaft skandiert.
Doch die Protest-Parolen er wieder schnell vergisst.
Denn vor ihm steht das Qualprodukt, das er so gerne frisst.
Refrain 1:
Vegetarier können keine Tierfreunde sein.
Sie wissen von der Quälerei und kenn’n der Tiere Pein.
Vegetarier können keine Tierfreunde sein.
Ihr Tierschutz-Engagement ist doch nur bloßer Schein.
Harry, so geht das aber nicht. Die Vegetarier
werden bei diesem Text auf die Barrikaden gehen. Denk doch bitte an meinen Aufruf zur Zusammenarbeit von
Veganern und Vegetariern. Getrennt marschieren, aber gemeinsam schlagen! Also noch mal von vorne.
2
Ein Vegetarier sitzt im Café, auch Veganer sind dabei.
Der alte Zoff vergessen, der Grabenkampf vorbei.
Sie hatten vor ein paar Stunden gemeinsam demonstriert.
Zusammen für den Tierschutz und für Tierrechte skandiert.
Gemeinsam wird gestritten, gemeinsam protestiert.
Begraben ist der alte Streit, man ist jetzt alliiert.
Refrain 2:
Vegetarier haben schon den ersten Schritt gemacht.
Ihr Geist ist zwar willig, ihr Fleisch wird manchmal schwach.
Vegetarier sind doch auf dem richtigen Weg.
Meine Hand dafür ich in das Feuer leg.
Refrain 3:
Vegetarier haben schon den ersten Schritt gemacht.
Ihr Geist ist willig, ihr Fleisch wird manchmal schwach.
Vegetarier sind doch auf dem richtigen Weg.
Und meine Hand dafür ... ich jetzt ins Feuer leg. (Auaaaah!!!!)
Sorry, man darf doch auch mal daneben liegen.
Harry, irren ist menschlich, und ich gebe die Hoffnung nicht auf!
Mensch Stefan, hab ich mir jetzt die Flosse
verbrannt! Alles nur Deinetwegen! Komm gehen wir einen Trinken, aber Du zahlst diesmal die Rechnung.
Das wird teuer werden.
Harry, tut mir echt Leid! Verfluchtes Prinzip
Hoffnung. Wer hat das noch mal gesagt? Der Philosoph Hans Jonas? Oder wer? Egal. Komm, gehen wir!
The Master’s of Desaster
1
Abgeholzt die Wälder, Öl verdreckt der Ozean.
Sauer ist der Regen und im Sommer Smog-Alarm.
Umwelt-Katastrophen und der Treibhauseffekt.
Der Menschheit ist es scheißegal, auch wenn die Welt verreckt.
Refrain:
Sie sind die Master’s of Desaster, die Mörder der Natur.
Sie sind die Master’s of Desaster, die Kinder der Profitkultur.
Die wahren Bestien dieser Welt, und das alles für den Luxus und für's Geld.
2
Chemie verseucht die Flüsse, betoniert wird die Natur.
Plutonium strahlt im Salzstock, Wohlstandsmüll in Wald und Flur.
Klimazonen kollabieren durch den Konvektionseffekt.
Der Menschheit ist es scheißegal, auch wenn die Welt verreckt.
Refrain
3
Hormongedopte Schweine, Tierleid für Kadaverkost.
Auschwitz für die Tiere, Hühnerpest herrscht in Fernost.
Antibiotika im Fleisch, Zukunftsfraß mit Gen-Defekt.
Der Menschheit ist es scheißegal, auch wenn die Welt verreckt.
Refrain
Jedes Grüppchen kocht sein Süppchen
Refrain:
Jedes Grüppchen kocht sein Süppchen, keine Spur von Einigkeit.
Anstatt dessen Konkurrenzkampf und der pure Futterneid.
Jedes Grüppchen kocht sein Süppchen, in der Szene herrscht meist Streit.
Anstatt Allianzen fest zu schmieden, nur Ignoranz und Eitelkeit.
Manches Grüppchen kocht ein Süppchen bis zur eig’nen Agonie.
Anstatt der Ethik Ziel zu folgen, siegt kriminelle Energie.
Frage: Was passiert, wenn sich zwei
Tierrechtler begegnen? Antwort: Sie trennen sich sofort wieder!
Refrain
Frage: Was ist allen Tierschützern und
Tierrechtlern gemeinsam? Antwort: Ihr ungebrochener Wille, sich gegenseitig platt zu machen!
Refrain
Frage: Was verhält sich proportional zur
Mitgliederzahl und zum Spendenaufkommen von Tierschutz- und Tierrechtsvereinen? Antwort: Die Dummheit ihrer
Vorstände oder die Veruntreuung von Vereinsgeldern oder beides. Ausnahmen bestätigen die Regel!
Refrain
Die Krone der Schöpfung
1
Es begann mit einem Lichtblitz aus reiner Energie.
Alles hat einmal ein Ende auf Grund der Entropie.
Die gute, alte Erde bleibt auf Ewig nicht besteh’n.
Im Gluthauch uns'rer Sonne wird sie einmal untergeh’n.
Entstehen und Vergehen, Weltenlauf seit Anbeginn.
Vergeblich ist die Suche nach des Daseins wahrem Sinn.
Refrain 1:
Unser Platz im Weltgetriebe ist bedeutungslos und klein.
Können niemals Herrenrasse, niemals Auserwählte sein.
Nicht die Krone einer Schöpfung, nicht der Mittelpunkt im All.
Keine Schöpfung und kein Schöpfer, nur Big Bang, ein großer Knall.
2
Der Menschen freier Wille ist in Wahrheit Utopie.
Die unbewussten Triebe führen meistens die Regie.
Wir sind auch nur Primaten, "homo sapiens" uns genannt.
Der Unterschied zu Bruder Tier ist höchstens der Verstand.
Doch bei Intensivbetrachtung wird auch er zur Illusion.
Die Geisteskräfte nutzt der Mensch doch meist zur Aggression.
Refrain 2:
Folterkammern, Scheiterhaufen, Hexenwahn und Sklaverei.
All die Hungerkatastrophen, und bei uns herrscht Völlerei.
Auschwitz, Dachau und Treblinka, Hiroshima und Vietnam.
Welch perfekte Mordmethoden doch des Menschen Geist ersann.
3
Die Ideale sind verflogen und das Leben ohne Sinn.
Gier nach Luxus, Lebensstandard, und dem Fraß gibt man sich hin.
Bald zerstört ist Mutter Erde, denn man rottet alles aus.
Man verwandelt den Planeten in ein wahres Leichenhaus.
Sinnenkrise in der Welt, Fortschrittswahn, Profitkultur.
Massenmord an Bruder Tier und Overkill an der Natur.
Refrain 3:
Krone der Schöpfung, Inbegriff für Arroganz!
Krone der Schöpfung, ein Beweis für Ignoranz!
Krone der Schöpfung, die Bastion der Eitelkeit!
Krone der Schöpfung steht für Ungerechtigkeit!
Krone der Schöpfung, Freibrief für den Massenmord!
Krone der Schöpfung, verflucht sei dieses Wort!
Krone der Schöpfung, kulturelle Pandemie!
Krone der Schöpfung, absolute Idiotie!
Niemals vergessen! - N’oubliez jamais!
Refrain 1:
Écoutez tous les signaux!
Pour les droits des animaux!
Il est temps de résister!
Il est temps de révolter!
1
Verbraucher-Schutz - das Zauberwort.
Berechtigung für Massenmord.
Ich denke oft an BSE.
Niemals vergessen! N’oubliez jamais!
Refrain 2:
Ich will sie niemals vergessen, diese Ungerechtigkeit.
Ich verfluche diese Menschheit bis in alle Ewigkeit.
Für die ungezählten Opfer dieser Schand- und Fraßkultur.
Für milliardenfachen Frevel an den Kindern der Natur.
2
Geflügelgrippe in Fernost.
Das Resultat der Leichenkost.
Ich seh’ die Leichenberge und fleh.
Niemals vergessen! N’oubliez jamais!
3
Hormonskandal im Schweinestall.
Gerichtsurteil im Schächtungsfall.
Es tut mir in der Seele weh.
Niemals vergessen! N’oubliez jamais!
Refrain 1
Der Tierschutzverein
1
Die erlauchte Führungsriege vom Tierschutz-Verein.
Lädt penibel nach der Satzung zum Tierschutz-Treffen ein.
Man lädt zum Leichenschmaus in das Vereinslokal.
Auf der Tagesordnung steht Hundekampf und Beiratswahl.
2
Thema Kampfhund wird verschoben, kann man auch verstehen.
Denn zum Essen will man heute einmal früher übergehen.
Man studiert die Speisekarte, alles zahlt heut' der Verein.
Drum bestellt man gleich das Süppchen, ein Menü und teu'ren Wein.
Refrain 1:
Das sind die tierlieben Menschen vom Tierschutzverein.
Ihr Pharisäertum kann kaum noch größer sein.
Das sind die wahren Tierschützer in dem Vereinslokal.
Und vergessen sind der Tiere Leiden, Schmerz und Qual.
3
Es ist Tierschutz-Sitzung, es wird ordentlich getagt.
Off'ne Kritik ist streng verboten, Diktatur ist angesagt.
Zehn Minuten zur Begrüßung, zwei Minuten für die Wahl.
Gegenstimmen sind nicht üblich, totenstill bleibt es im Saal.
4
Auch ein Jäger sitzt im Vorstand, das ist der Justitiar.
Er stiftete das Wildbret zum Vereinsfest letztes Jahr.
Eine Witwe mit zwei Katzen, sie sitzt immer bei dem Herrn.
Hat an Tierschutz kein Interesse, aber flirten tut sie gern.
Refrain 2:
Das sind die tierlieben Menschen vom Tierschutzverein.
Ihr Pharisäertum kann kaum noch größer sein.
Das sind die wahren Tierschützer beim Gala-Diner.
Mit Lachssteak oder Hummer oder mit dem Cordon bleu.
5
Ein alter Brieftaubenzüchter gehört dem Vorstand an.
Weil er mit seinen Tauben auch Vereinspost liefern kann.
Auch ein Tierarzt ist im Vorstand, der zweite Sekretär.
Im Tierheim des Vereins macht er Knete nebenher.
6
Der Kassenwart hält Hühner und wirbt für frisches Ei.
Zum Verkauf hat er die Hühner stets zur Sitzung mit dabei.
Und drei Burschen aus der Vorstadt sind mächtig engagiert.
Seit der Vorstand hin und wieder eine Runde hat spendiert.
Refrain 1
7
Die Abschlachtplatte naht, eine riesige Portion.
Der Tierarzt kann nicht warten und greift sich das Eisbein schon.
Er verbrennt sich seine Lippe am Leichenstück vom Schwein.
Und murmelt ganz verlegen: "Furchtbar heiß, doch wirklich fein."
8
Man spricht von armen Tieren und von schlimmer Quälerei.
Genießt das Rinder-Gulasch oder einen Toast Hawaii.
Sie rezitieren Albert Schweitzer, tun ihrem Unmut kund.
Und stopfen unverdrossen sich Leichenfraß in ihren Mund.
9
Das sind die tierlieben Menschen vom Tierschutzverein.
Ihre bodenlosen Lügen können gar nicht größer sein.
Das ist die Tierschutztradition in dem Vereinslokal.
Vergessen sind die Tiere, ihr Leiden, ihre Qual.
Das sind die Freunde der Tiere vom Tierschutzverein.
Ihr Pharisäertum kann kaum noch größer sein.
Das sind die Freunde der Tiere und des Leichenfraß.
Das war der allerletzte Tag, ich bei diesen Heuchlern saß.
Veganer auf Zeit
1
Sie sind Veganer auf Zeit, und sie bilden sich ein.
Die Creme de la Creme aller Tierschützer zu sein.
Alternativ zu leben gibt dem Leben erst den Sinn.
Veganismus liegt im Trend, ist so super, ist so in.
Sie sind cool und radikal, sie sind einfach straight.
Wenn es in der Diskussion um die Ernährungsfrage geht.
Sie konsumieren nichts vom Tier, ja, sie leben kerngesund.
Kalzium-Mangel gibt es nicht und auch keinen Muskelschwund.
Refrain:
Veganer auf Zeit, vom Trend infiziert.
Ist`s irgendwann out, dann wird sich heimlich distanziert.
Veganer auf Zeit, das ist pure Heuchelei.
So schnell wie es kam, ist das Vegansein auch vorbei.
2
Mit Tofu-Bällchen, Soja-Sauce geht es jede Samstagnacht.
Zur veganen Party, wo man schlemmt und tanzt und lacht.
Vegan-Rezepte en masse hat man schon alle ausprobiert.
Aus dem Internet vegane Tipps eingehend hat studiert.
Auch Nahrungsmittel werden sehr, ja sehr akribisch durchgecheckt.
Ob sich eventuell darin doch gar noch Eiklar hat versteckt.
Für vegane Schlemmertipps, da steh'n sie Tag und Nacht bereit.
Doch für Tierrecht ordinär, da bleibt dann leider keine Zeit.
Refrain
3
Der alte Tierschutz ist verpönt, in das Tierheim geh'n sie nicht.
Auf Tierrechtsethik sind sie auch nicht sonderlich erpicht.
Sie lieben die Randale, und sie lieben den Protest.
Der Höhepunkt des Jahres ist das vegane Sommerfest.
Die Überzeugung ist vergessen, leere Worte, Schall und Rauch.
Zum Massengrab verwandelt sich alsbald der eig'ne Bauch.
Hat man sich schließlich etabliert, man dann sehr schnell zum Fleischer rennt.
Verraten wird das Tier, es war halt nur ein Jugend-Trend.
Refrain
4
Sie sind die Gourmet-Elite - und fast jede Samstagnacht.
Auf pinkelfeinen Partys, da schlemmt man gut und lacht.
Das Medaillon, der Hummer mit Cognac schön flambiert.
Vegansein das war gestern, jetzt wird omnivor diniert.
Refrain
Das Kreuz mit dem Kreuz
1
Gott gab dem Mensch das Tier, zum Fressen sei es da.
Es sei uns Untertan, ich komm damit nicht klar.
Eine Seele hätt’ es nicht, das lehrt der Pfaffe gern.
Der Mensch ist halt der Boss, das sei der Wunsch des Herrn.
Refrain:
Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz, nur Lügen ohne Sinn.
Weder Moral noch Kompetenz, ich hör’ da nicht mehr hin.
Ich hab’ den Frust in mir, schrei mir die Seele frei.
Was der Oberpfaffe sagt, das ist mir einerlei.
2
Ich pfeif’ auf Eminenzen, auf Kaplan und Kardinal.
Ich folge meinem Herzen, die Herren könn’n mich mal.
Wer gegen Tierrecht spricht, wer sich am Tier vergeht.
Auf den kann ich verzichten, auf ihn und sein Gebet.
Refrain
3
Ich akzeptier’ das nicht, brüll’ meinen Zorn hinaus.
Denn Tiermord ist ein Greuel, dazu der Leichenschmaus.
Egal, ob Bibelwort oder Naturgesetz.
Ich hab die Schnauze voll von diesem Scheißgeschwätz.
Refrain
4
Ich zieh’ die Konsequenz, tret’ aus der Kirche aus.
Spar' mir mein Geld, werf’s nicht zum Fenster raus.
Ich geb’s den Tieren, denn die brauchen es so sehr.
Und mich und meine Knete sieht der Pfaffe nimmermehr.
Refrain
A.K.T.E. - Redaktion / Stefan
Bernhard Eck
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