Bibliothek

Kochen ohne Tierleid


Ausgefallene Rezepte zum Nachkochen
Gewürzt mit Anekdoten und "geistigen Ergüssen"

Übersicht



Reflexionen bei Flammkuchen mit Zwiebeln

Gemüse

Ich hatte mich des Öfteren über die Tatsache mokiert, dass viele Veganer und Vegetarier schon kurze Zeit nach ihrer Ernährungsumstellung beteuern, einen unbeschreiblichen Ekel bis hin zum Brechreiz zu empfinden, der sich bei ihnen immer dann einstellt, wenn sie an den Geschmack der einstigen "Leckereien" denken.

Ich muss gestehen, dass mir bei dem Gedanken an Cannelloni oder Schwarzwälder Kirschtorte noch nicht übel wird. Ich verspüre eher einen unterschwelligen Zorn auf meine Eltern, die mir diese "Gaumenfreuden" von Kindesbeinen an aufgezwungen hatten, auf mich selbst, weil ich diese Speisen Jahrzehnte ohne jegliches Hinterfragen in mich hineingeschaufelt habe und auf all jene Menschen, die sie sich heute genauso bedenkenlos wie ich früher einverleiben.

Seltsamerweise lobpreisen viele Veganer oder Vegetarier oft im gleichen Atemzug die veganen oder vegetarischen Ersatzprodukte, die in Form und Farbe, im Geschmack und in der Bisskonsistenz so wohlschmeckend und ähnlich seien, dass der Verzicht auf die "Tierqualprodukte" ihrer vorveganen bzw. vorvegetarischen Ernährungsweise für sie keinerlei Schwierigkeiten bereitet hätte.

Der Widerspruch, der sich aus diesen überschwänglichen Lobpreisungen ergibt, lässt jedoch etwas ganz anderes vermuten. Dabei sind die "Entzugserscheinungen", die bei der Ernährungsumstellung auftreten doch keine Schande. Die Tatsache, dass wir auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten, die uns früher einmal gemundet hatten, weil wir heute das Wohlsein und die Rechte der Tiere höher bewerten als unseren kurzzeitigen Zungenkitzel, müsste doch eigentlich als etwas sehr Positives und Anerkennenswertes betrachtet werden.

Warum also die Probleme verschweigen?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine Ernährungsumstellung nicht so einfach ist, wie dies oft dargestellt wird. Unser "Geschmacksgedächtnis" geht noch eine ganze Weile bei Assoziationen, Gerüchen oder dem visuellen Kontakt mit den einstigen "Leibgerichten" wie gewohnt in den Erregungszustand über, und wir verspüren die typisch vermehrte Sekretion von Speichel und Magensäften, die ein leichtes Hungergefühl hervorrufen.

So macht der eigene Körper nach dem Motto "der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach" dem frischgebackenen Veganer oder Vegetarier das Leben bei seiner Ernährungsumstellung schwer, denn schließlich enden viele Assoziationen beim Essen, das für die meisten Menschen eben die zweitschönste Sache der Welt ist.

Auch mir erging es nicht anders. Ich hatte über ein Jahrzehnt nördlich von Feiburg gelebt, also im schönen Schwarzwald, der für eine gute Küche bekannt ist.

Jedes Mal, wenn ich an meine frühere Wahlheimat dachte, stellten sich auch die Gedanken an die vergangenen "kulinarischen Erlebnisse" und an die Lokalitäten meiner einstigen "Völlerei" ein. Eines davon war die "Schuttertaler Mühle", ein urgemütliches Restaurant, das sich auf Flammkuchen mit unterschiedlichem Belag spezialisiert hatte und zu dem "neuer Wein" oder Apelmost aus eigener Herstellung empfohlen wurde. Ob nun der Federweißer oder Apfelmost oder der Flammkuchen für die Erinnerungen, die sich in meinen grauen Zellen so festgebissen hatten, verantwortlich waren, kann ich heute nicht mehr beurteilen. Der Flammkuchen war riesig und der Federweißer wurde gleich in großen Krügen serviert.

Der Verzicht auf diese "Spezialitäten" war für mich ein echter Wermutstropfen, der so gar nicht zu meinen positiven Erinnerungen an meine Zeit im Schwarzwald passen wollte, bis es mir gelang, den Flammkuchen mit Zwiebeln und Tofu-Croutons auf veganer Basis nachzukochen und ich feststellte, dass dieser dem Original in nichts nachstand. Als ich nun beim dritten Schoppen Federweißer angelangt war, und ich mit den Resten des Flammkuchens zu kämpfen hatte, erkannte ich beschämt und belustigt, dass ich mich eigentlich genauso wie jene lobpreisenden Veganer und Vegetariern an die alten "Genüsse" klammerte. Aber der Wermutstropfen hatte sich verflüchtigt, und ich nahm mir vor, meine neuronalen "Fraßareale" durch die Verabreichung ganz neuer, unbekannter Geschmackserlebnisse nach und nach zu überlisten.

Wenn auch Sie noch an Ihren alten "Geschmackserlebnissen" anhaften, probieren Sie selbst einmal meinen Rezeptvorschlag aus.

Flammkuchen mit Zwiebeln und geräucherten Tofu-Croutons

Zutaten:

Teig für ein großes Backblech:
250 g Weizen-Mehl
20 g Hefe
1/8 l lauwarmes Wasser
1/4 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Olivenöl

Belag:
1 bis 2 große Zwiebeln
200 Milliliter Soja Cuisine
100 g geräucherter Tofu
1 Esslöffel Olivenöl
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Petersilie
1/2 Teelöffel Kümmel (je nach Geschmack)

Zubereitung:

Das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Vertiefung anbringen. Die zerbröselte Hefe dort hinein geben. Das lauwarme Wasser darüber gießen und etwa 20 Minuten ruhen lassen. Nun das Olivenöl und Salz dazugeben und das Ganze zu einem Teig kneten. Mit einem Küchentuch zugedeckt nochmals eine gute halbe Stunde ruhen lassen. In der Zwischenzeit schneiden Sie die geschälten Zwiebeln mit einer Küchenhobel in dünne Ringe und hacken die Petersilie klein. Schneiden Sie den geräucherten Tofu in recht kleine, längliche Streifen und braten sie diese bei schwacher Hitze mit einem Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne an, bis sie leicht knusprig werden.

Den fertigen Teig dünn ausrollen und in ein zuvor eingefettetes Backblech legen. Formen Sie einen Rand von etwa 1 Zentimeter Höhe. Verteilen Sie den Rest des Olivenöls, das Sie beim Braten des Räuchertofu verwendet haben gleichmäßig auf dem Teig und schieben ihn auf der mittleren Schiene bei 200 Grad für 5 Minuten in den Backofen. Danach verteilen Sie etwa die Hälfte der Soja Cuisine auf dem Teig, so dass dieser überall bedeckt ist. Streuen Sie die Zwiebeln darüber. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abwürzen und mit dem Rest der Soja Cuisine und einem Esslöffel Olivenöl die Zwiebel gleichmäßig übergießen. Nochmals für etwa 25 Minuten in den 200 Grad heißen Ofen schieben. Wenn Sie den Flamnkuchen danach aus dem Backofen entnehmen, je nach Belieben mit der frische Petersilie, dem Kümmel und den knusprigen Tofu-Würfelchen bestreuen.


Weitere Zubereitungsvariationen:

Flammkuchen "well done" mit Weißwein

Die Zubereitung des Teigs ändert sich nicht. Schneiden Sie wie oben schon beschrieben die geschälten Zwiebeln mit einer Küchenhobel in dünne Ringe und braten Sie diese in einer Pfanne mit reichlich Olivenöl an bis sie glasig sind. Das Ganze mit 100 ml Weißwein ablöschen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abwürzen, vom Herd nehmen und direkt 100 Milliliter Soja Cuisine einrühren. Mit Räuchertofu und Petersilie verfahren Sie wie oben beschrieben.

Auf dem ausgerollten Teig verteilen Sie nun Ihren vorbereiteten Zwiebelbelag gleichmäßig. Den Belag mit dem Rest des Olivenöls, das Sie beim Braten des Räuchertofu verwendet haben und dem Rest der Soja Cuisine gleichmäßig übergießen. Für etwa 20 Minuten in den 200 Grad heißen Ofen schieben. Wenn Sie den Flammkuchen danach aus dem Backofen entnehmen, je nach Belieben mit der frische Petersilie, dem Kümmel und den knusprigen Tofu-Würfelchen bestreuen.

Für den Belag brauchen Sie also zusätzlich 100 Milliliter Weißwein und etwas mehr Olivenöl zum Anbraten der Zwiebeln.

Flammkuchen mit "Lauch und Knoblauch"

Zu den Zwiebeln geben Sie zusätzlich einfach eine in dünne Streifen geschnittene Stange Lauch bei, die zuvor in Salzwasser blanchiert wurde und verfahren beim Anbraten wie oben. Anstatt mit Petersilie, Kümmel und Tofu-Würfelchen zu bestreuen, verwenden Sie reichlich frisch gehackten Dill und zwei Knoblauchzehen, die in dünne Scheibchen geschnitten sind. Ein wahres Geschmackserlebnis - aber mit anschließendem Mundgeruch.

Für den Belag also zusätzlich eine dünne Stange Lauch, den Weißwein, wieder etwas mehr Olivenöl zum Anbraten von Zwiebeln und Lauch, ein Bund Dill und zwei Knoblauchzehen.

Den gut gekühlten Federweißer dazu servieren.

Flammkuchen flambiert als "Feuriges Dessert"

Verwenden Sie hierzu eingemachte Äpfel. Schneiden Sie die Äpfel in dünne Scheibchen. Diese in einem geschmacksneutralen Pflanzenöl unter schwacher Hitze anbraten und mit einem gestrichenen Teelöffel Zucker karamellisieren. Verteilen Sie dann die Äpfel gleichmäßig als Belag auf Ihrem ausgerollten Teig und geben 100 Milliliter Soja Cuisine, die zuvor mit einer Prise Zimt verrührt wurde darüber. Sie können zusätzlich - je nach Geschmack - auch noch den ausgekratzten Inhalt einer Vanillestange hinzufügen. Nach etwa 25 Minuten aus dem Backofen nehmen und mit einem vollen Schnapsglas Hochprozentigen (ich bevorzuge 80%igen Strohrum) übergießen und am Tisch flambieren. Wenn Sie Strohrum wählen, verbennen Sie sich nicht die Nase und stellen Sie einen Feuerlöscher bereit!

Für dieses Rezept benötigen Sie in Abweichung zu den obigen Vorschlägen rund 250 Gramm eingemachte Äpfel, etwas geschmacksneutrales Pflanzenöl, eine Messerspitze gemahlenen Zimt, evtl. eine Vanillestange und einen hochprozentigen Schnaps.

Ein frisch gebrühter Kaffee oder Mokka dazu. Guten Appetit!

A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Vegetarisches / veganes Gulasch

Gemüse

Dieses herzhafte Gulasch habe ich in den letzten Jahren schon zu vielen Anlässen, wie Familienfeiern usw. meinen Gästen aufgetischt. Es ist immer sehr gut angekommen. Einmal habe ich dieses Gericht anlässlich meines Geburtstages in meiner Firma serviert. Ich verwendete in Würfel geschnittene Soja-Steaklies als Grundlage. Hinterher kam ein Kollege auf mich zu und meinte: "Du hast doch gesagt, du wirst zu deinem Geburtstag etwas "Fleischloses" servieren. Er war sichtlich erstaunt, als ich ihm sagte, dass das Gulasch auch ohne Fleisch war. Ich denke, um unsere fleischessenden Mitmenschen davon zu überzeugen, dass es auch "ohne" geht, müssen wir ihnen zunächst einmal etwas anbieten, was ihrem "fleischgewöhnten" Gaumen entgegenkommt. Und da habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mit meinem Gulasch genau richtig liege.

Zutaten: (aus dem Reformhaus)

1 Packung à 200 g Hensels Soja-Kost für Gerichte nach Fleischwürfel-Art (ungewürzt)
2 Döschen Tartex Braune Soße
Vitam R Hefeextrakt
Gekörnte Gemüsebrühe im Glas

Sonstige Zutaten:

400 g Zwiebeln
3 große Knoblauchzehen
2 Grüne Paprikaschoten
1 rote Paprikaschote
2 bis 3 Tomaten
Öl, Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Edelsüßpaprika

Zubereitung:

3 gehäufte Teelöffel Gemüsebrühe in 1 1/2 l heißem Wasser verrühren und reichlich Pfeffer hinzugeben. Hierin die Sojawürfel 25 Minuten einweichen. Inzwischen Paprika in Streifchen schneiden und Tomaten würfeln. Knoblauch klein schneiden und Zwiebeln in grobe Stücke oder Achtel schneiden. Sojawürfel auf einem Sieb abgießen und abtropfen lassen. Öl in einem großen Topf erhitzen. Sojawürfel unter kräftigem Rühren andünsten (nur dünsten, werden nicht braun). Zwiebeln und Knoblauch hinzugeben und mitdünsten. Dann Paprika und Tomaten hinzufügen und ebenfalls kurz mit andünsten. Mit 1 l heißem Wasser auffüllen, mit 1 Teelöffel Salz, Pfeffer, etwas Cayennepfeffer und 1 gehäuften Teelöffel Edelsüß-Paprika würzen und gut durchrühren. Ca. 15 Minuten kochen lassen, bis alles weich ist. Tartex braune Soße, nach Geschmack Vitam R Hefeextrakt (ca. 1/4 Tube) einrühren. Nochmals kurz unter Rühren aufkochen lassen und nach Geschmack evtl. nachwürzen.

Noch ein Tipp: Wenn man anstatt der fertigen Würfel "Hensels Sojakost" "Granovita Soja-Steaklies" nimmt und nach Rezept auf der Packung vorkocht und in Würfel schneidet, so sind diese noch beißfester.

Zum Gulasch schmecken Kartoffeln oder Nudeln oder Knödel oder einfach nur Weißbrotstangen.

Dieses Rezept reicht für meinen 2 Personen-Haushalt drei Tage. So serviere ich einen Tag Kartoffeln, am nächsten Tag Nudeln und am dritten Tag Weißbrotstangen dazu. Das ist sehr praktisch. Am ersten Tag hat man die Arbeit, aber am 2. Tag ist man schnell fertig. Am 3. Tag kann man das Gulasch nicht mehr sehen, isst es aber trotzdem, und man grübelt dabei über eine andere Leckerei für den folgenden Tag nach.

Guten Appetit!

A.K.T.E. - Redaktion / Elfie Eis


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Linsen mit Nudeln

Gemüse

Eine Freundin von mir (6 Personen-Haushalt) hat dieses tschechische (Spar)-Rezept von ihrer Großmutter. Als sie mir zum ersten Mal davon vorschwärmte, konnte ich mir nichts besonderes darunter vorstellen. Noch nie hatte ich etwas von der Kombination "Linsen-Nudeln" gehört. Entweder kannte ich Nudelgerichte mit allen möglichen Soßen oder Linsen als Eintopf und da kamen dann Kartoffeln hinein. Aber Linsen mit Nudeln?

Nein, nein, dachte ich ... andere Länder, andere Küchen! Aber einmal ausprobiert, gehört es nun zu meinen Lieblingsgerichten.

Zutaten:

½ Pfd. Linsen
reichlich Knoblauch
½ Pfd. Hörnchennudeln (italienische Hartweizengrießnudeln ohne Ei)
Margarine, Mehl, Hartweizengries, Salz, Essig

Zubereitung:

Linsen über Nacht mit reichlich Knoblauch einweichen lassen. Dann die Linsen abtropfen lassen und in Salzwasser kochen. Eine Mehlschwitze bereiten und unter die gekochten Linsen rühren, mit Salz und Essig abschmecken. Hörnchennudeln in Salzwasser kochen. Den Hartweizengrieß in Margarine bräunen, beim Rühren mit Salz abschmecken. Die fertig gekochten Nudeln und die Linsen nebeneinander auf dem Teller anrichten und den gebräunten Hartweizengrieß über die Nudeln geben.

Köstlich!

Endlich einmal ein veganes Rezept, das erstens einfach zuzubereiten ist, zweitens den Geldbeutel schont und drittens total lecker schmeckt.

A.K.T.E. - Redaktion / Elfie Eis


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Würziges Kartoffelgulasch mit Chinakohl

Zutaten:

1000 g Kartoffeln
250 g Zwiebeln
3 kleine Paprikaschoten
3 El. Öl
2 Knoblauchzehen
Meersalz
Weisser Pfeffer
1 Dose Tomatenmark, 70 g
700 ml Gemuesebruehe (Instant)
250 g Chinakohl
1 El. Weizenmehl, Nelkenpulver, Cayennepfeffer, 1 Bund Petersilie

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, waschen und in mundgerechte Würfel schneiden. Zwiebeln schälen, in Spalten schneiden. Paprika putzen, waschen und würfeln. Gemüse in heissem Öl anbraten. Knoblauch schälen, hacken und zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Tomatenmark zufügen, kurz mit anschwitzen. Mit der Brühe ablöschen und zugedeckt etwa 30 Minuten garen. Kohl gründlich putzen, waschen, in Streifen schneiden und 5 Minuten vor Ende der Garzeit zufügen. Mehl mit wenig Wasser glatt rühren. Soße damit binden. Mit Salz, Pfeffer, Nelkenpulver und Cayennepfeffer abschmecken. Petersilie hacken und über den Gulasch streuen.

Richtig deftig!

A.K.T.E. - Redaktion / Elfie Eis


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


"Nicht-Fleisch"-Salat

(Eine kulinarische Kreation meiner Freundin Regina)

Dieses Rezept hat eine kleine Vorgeschichte. Also: Regina wollte sich einmal einen vegetarischen Hamburger zusammenstellen. Sie legte sich zwischen zwei Brötchenhälften zuvor angebratene vegane Würstchen in Scheibchen geschnitten, bestrich das Ganze mit Tofunnaise (Majonnaise-Ersatz aus dem Reformhaus) und garnierte mit Scheiben von eingelegten Gurken. Dabei kam ihr dann die Idee, wenn man das alles klein würfelt und vermengt, hätte man doch sicher eine Art veganen "Fleisch-Salat" ohne Fleisch. Und tatsächlich, das ist der absolute Renner bei vielen meiner Freunde und Bekannten - auch Nicht-Vegetariern und Nicht-Veganern - geworden. Also, einmal ausprobieren! Ein einfacher Snack für den kleinen Hunger zwischendurch.

Zutaten:

2 Packungen vegane Bratwürste
1 Glas Tofunnaise (Reformhaus)
1 Glas Gewürzgurken (ca. 360 g Abtropfgewicht)

Zubereitung:

Vegane Würste gut anbraten und in Scheibchen, Würfelchen oder Streifchen schneiden. Gurken ebenfalls in kleine Würfelchen schneiden und dazu geben. Mit der Tofunnaise vermengen und schon fertig!

Und wer es "herzhafter" liebt: Etwas Petersilie, eine kleine Zwiebel und/oder eine kleine Knoblauchzehe fein gehackt daruntermengen.

A.K.T.E. - Redaktion / Elfie Eis


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Spaghetti mit Tomatensoße (Spaghetti con salsa pomodoro)

Zutaten:

1 Pfund Spagehetti
1 kg frische Tomaten (nicht aus der Dose!)
ca. 6 - 8 Knoblauchzehen
1 Messerspitze zerkleinerte getrocknete Chilischoten (vorsicht! scharf)
2 kleine Dosen Tomatenmark
2 Bund gehackte Petersilie, 2 Teelöffel Basilikum
Salz, Pfeffer, Essig, Öl

Zubereitung:

Tomaten in kleine Würfel schneiden, Knoblauchzehen fein hacken. Die Knoblauchzehen zusammen mit dem Chili in Öl andünsten, bis der Knoblauch glasig wird. Die Tomatenwürfel hineingeben, umrühren. Tomatenmark, 1 Teelöffel Salz, etwas Pfeffer, 1 Eßlöffel Essig, gehackte Petersilie und das Basilikum hinzugeben und umrühren. Bei mittlerer Hitze kochen lassen, bis die Soße sämig wird. Die Soße über die in reichlichem Salzwasser gekochten Spaghettis geben.

Übrigens: Es gibt im Fachhandel  hervorragenden veganen "Parmesan-Käse" ... der eigentlich bei Spaghetti-Gerichten nicht fehlen darf.

Molto successo, buon appetito!

Das ist die Tomatensoße, von der unser italienischer Nachbar felsenfest behauptet, das sei die beste Tomatensoße, die er je gegessen hat. Na, wenn das kein Kompliment an eine deutsche Köchin ist?

A.K.T.E. - Redaktion / Elfie Eis


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Zucchinisuppe

Zutaten:

4 – 6 Zucchini (je nach Größe)
1,5 kg Kartoffeln
ca. 200 g Nudeln (Hörnchen oder Spiralen)
4 - 5 Tomaten
1 - 2 Knoblauchzehen
Öl, Gemüsebrühe (instant)
Petersilie, Thymian, Salz, Pfeffer, Paprika

Zubereitung:

Zucchini in Würfel schneiden, Kartoffeln schälen und ebenfalls würfeln; Knoblauch klein hacken. Knoblauch in Öl andünsten, Kartoffel- und Zucchini-Würfel sowie die kleingewürfelten Tomaten hinzugeben und mitdünsten. Mit Gemüsebrühe aufgießen und mit Salz, Pfeffer und Paprika abwürzen. Petersilie und Thymian hinzugeben. Die Nudeln am Schluss dazugeben, damit sie nicht zu weich werden und alles gar kochen lassen.

A.K.T.E. - Redaktion / Elfie Eis


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Grüne Bohne mit Champignons - "très provencale"

Zutaten:

600 g grüne Bohnen
500 g frische Champignons
1 mittelgroße Zwiebel
2 dicke Knoblauchzehen
1 großes Bund Petersilie
Salz, schwarzer Pfeffer, Bohnenkraut (Streudose), Gekörnte Gemüsebrühe, Margarine

Zubereitung:

Bohnen waschen und in 5 bis 7 cm lange Stücke schneiden, in gut gesalzenem Wasser ca. 20 Minuten kochen und auf einem Sieb abgießen. Champignons putzen und in dicke Scheiben schneiden. Die Champignons in einer Pfanne in Öl dünsten und dabei mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Petersilie hacken, Zwiebeln und Knoblauch würfeln. Margarine in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln und den Knoblauch darin glasig dünsten. Mit gut einem 1/8 Liter Wasser angießen und mit 1 Teellöffel gekörnter Gemüsebrühe, etwas Salz und reichlich Pfeffer würzen. Die Bohnen und Champignons sowie die gehackte Petersilie mit einem gestrichenen Teelöffel Bohnekraut dazu geben und ca. 5 Minuten bei schwacher Hitze dünsten lassen.

Anstatt Kartoffeln einfach nur ein knuspriges Baguette dazu servieren.

Fronkreisch, Fronkreisch ...!

A.K.T.E. - Redaktion / Elfie Eis


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Linseneintopf

Hausmannskost für vier Personen.

Genau das Richtige für die kalte Jahreszeit.

Zutaten:

1 Packung getrocknete Linsen (500 g)
1.200 g Kartoffeln
2 dicke Zwiebeln
2 Knoblauchzehe
2 mittelgroße Stangen Lauch (Porré)
5 mittelgroße Möhren
1 Stück Sellerie
Salz, schwarzer Pfeffer, gekörnte Gemüsebrühe, Vitam R Hefewürze (aus dem Reformhaus), Margarine

Zubereitung:

Linsen ca. 8 Stunden in Wasser einweichen. Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. Zwiebeln und Knoblauch würfeln. Lauch waschen, putzen und in Ringe schneiden. Möhren schälen oder abschrubben, waschen und in Würfel schneiden. Sellerie schälen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Das Wasser von den eingeweichten Linsen abgießen. In einem großen Topf Zwiebeln und Knoblauch in reichlich Margarine glasig dünsten.

Mit 1 ½ Liter heißem Wasser auffüllen. Würzen mit 1 ½ Teelöffel Salz und ½ Teelöffel Pfeffer, 4 gehäuften Teelöffel gekörnter Gemüsebrühe und ¼ Tube Hefepaste.

Diese Brühe zum Kochen bringen, Linsen, Kartoffelwürfel und das Suppengemüse einfüllen und alles ca. 15 bis 20 Minuten gar kochen. Ab und zu umrühren. Bei Bedarf eventuell nachwürzen. Und fertig ist der Eintopf.

Wer möchte, kann aber gern noch vegane Kochwurst oder Bratwurst (am besten geräucherte) in Scheiben schneiden, in einer Pfanne in Öl anbraten und anschließend mit dem Bratfett in den Eintopf geben. Der Eintopf schmeckt aber garantiert auch ohne Wurst.

Mahlzeit!

A.K.T.E. - Redaktion / Elfie Eis


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Marzipan

Etwas Süßes für die Naschkatzen unter uns!

Zutaten:

200 g Mandeln
150 g Puderzucker
½ Fläschchen Bittermandelaroma
½ Fläschchen Vanillearoma
2 ½ Esslöffel Rosenwasser (aus der Apotheke

Zubereitung:

Mandeln in heißem Wasser kurz brühen, damit sich die Schalen gut lösen und abziehen lassen. Die abgezogenen Mandeln sehr fein reiben. Geheimtipp: Im Teegut-Laden habe ich sogar fertig geriebene "weiße" Mandeln ohne Schale gefunden. Ansonsten werden hauptsächlich geriebene Mandeln braun (mit Schale gerieben) in den Läden angeboten.

Die geriebene Mandeln und den Puderzucker in einer Schüssel gut vermengen. Das Rosenwasser und die Aromen darüber träufeln und alles gut verkneten. Eine Rolle oder einen Kloß formen, in eine Frischhaltedose geben und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Fertig!

Die kreativen Köche/innen unter uns können daraus Kügelchen formen und diese in Kakaopulver wälzen, um Marzipankartoffeln daraus zu machen oder die Masse in Stücke schneiden und mit einer Bitterschokoladenglasur umhüllen und vielleicht noch mit Nüssen oder Mandelsplittern verzieren, das wäre dann Marzipankonfekt.

Ich für meinen Teil liebe es eher praktisch. Ich weiß, ich bin ein Banause. Ich drücke die fertige Masse einfach nur in eine Form und schneide mir davon jeden Tag ein Stück ab.

Vorsicht, Kalorienbombe!

A.K.T.E. - Redaktion / Elfie Eis


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Dicker Bohneneintopf ... pppfffttt!

Gerade für Veganer/innen sind Hülsenfrüchte sehr wichtig. Sie sind reich an Eiweiß und Eisen, sättigen und bieten die Grundlage für eine Vielfalt von wohlschmeckenden Gerichten. Da nimmt man/frau auch einmal gerne die "inneren Winde" in Kauf.

Zutaten:

200 g Weiße Riesenbohnen
6 Knoblauchzehen
2 Zwiebeln
Olivenöl
300 g Auberginen
150 g Zucchini
1 rote Paprikaschote
500 g Tomaten
2 Teel. Gemüsebrühe
etwas Salz
Basilikum, Oregano,Thymian, Tomatenmark, Chilipulver, 1 Lorbeerblatt

Zubereitung:

Die Bohne mindestens 8 Stunden in 1 l kaltem Wasser einweichen und anschließend zum Kochen bringen. Mindestens 60 Minuten garen (probieren, ob sie weich sind). Bohnen abgießen und 400 ml Kochflüssigkeit verwahren. Die Knoblauchzehen und Zwiebeln fein hacken und in 4 Esslöffeln Olivenöl glasig dünsten. Die Auberginen vierteln, in Scheiben schneiden und zugeben, leicht salzen und 5 Minuten mitdünsten. Zucchini und Paprikaschote klein schneiden und 5 Minuten mitschmoren lassen. Tomaten enthäuten und vierteln und hinzugeben. Danach die Bohnen und die Kochflüssigkeit hinzugeben. Lorbeerblatt, 2 Teelöffel Gemüsebrühe, 1 Teelöffel Salz, 2 Teelöffel Basilikum, 1 Teelöffel Oregano, ½ Teelöffel Thymian, 2 Esslöffel Tomatenmark und 1 Prise Chili einrühren. 10 Minuten kochen lassen und kräftig abschmecken.

Die Menge ist angegeben für 3 bis 4 Personen, aber mein Mann und ich schaffen das locker zu zweit.

Dieses Rezept habe ich auf der Rückseite einer Packung mit großen, weißen Bohnen von der "Davert-Mühle" gefunden. Im Bio-Laden kaufe ich alle Hülsenfrüchte von dieser Firma. Ich habe bei der "Davert-Mühle" nachgefragt, ob wir dieses Rezept veröffentlichen dürfen. Die Firmenleitung hatte nichts dagegen. Wieso sollte sie auch etwas dagegen haben? Ist doch eine gute Werbung für ihre Produkte.

A.K.T.E. - Redaktion / Elfie Eis


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Kichererbsencreme

Gemüse

Fleisch ist Spitze - Solange es lebt. Das ist mein Wahlspruch. Ich komme sehr gut ohne Fleisch und "weißes Blut" aus. Das ist gut für die Tiere und gut für meine Gesundheit. Wenn der Wille vorhanden ist, dann ist der Umstieg auf vegane Kost ziemlich einfach.

Versuchen Sie es, und sagen Sie auch bald: Alles klar, klappt!

Da Hülsenfrüchte nicht nur sehr wohlschmeckend und in vielen unterschiedlichen Variationen zubereitet werden können und außerdem für Veganer/innen ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung ist, will ich mit einem einfachen Rezept mit Kichererbsen beginnen.

Zutaten:

250g getrocknete Kichererbsen
1 bis 2 Liter Wasser, weil das so billig ist
1 große Zwiebel
3 Knoblauchzehen
2 Zitronen
50 g Öl
1 Teelöfel Kümmel
Salz, Estragon, Galgant, Pfeffer

Zubereitung:

Die Kichererbsen über Nacht in reichlich Wasser einweichen. Am nächsten Morgen weichkochen. Die Zwiebel würfeln, in Fett andünsten und mit den gekochten Kichererbsen und den Gewürzen, den Knoblauchzehen, dem Kümmel und dem dazugegebenen Zitronensaft pürieren. Abschmecken und mit frischem, knusprigen Fladenbrot servieren.

A.K.T.E. - Redaktion / Harry Harper


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Haferplätzchen mit Sultaninen

Haferplätzchen

Familiemitglieder, Freunde und Bekannte naschen erfahrungsgemäß auch gerne etwas zwischendurch. Darum packe ich gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit die Gelegenheit beim Schopf und verschenke den veganen Gedanken in Form von selbstgebackenen Knabbereien. Diesen verstaue ich liebevoll als Mitbringsel in bunte Dosen bzw. in Servietten. Das kommt immer sehr gut an. So kann man auch ohne große Worte der Aufklärung, den tierproduktfreien Konsum unter die Leute bringen. Und was schmeckt - Liebe geht ja bekanntlich auch durch den Magen - wird von unseren Nächsten gerne angenommen und dann selbst ausprobiert. Sueße Köstlichkeiten - und nicht nur für die Weihnachtszeit!

Zutaten für ca. 75 Sück:

250 g weiche Pflanzenmargarine
100 g Zucker
1/8 l Sojamilch oder Soja-Reis-Drink
200 g zarte Haferflocken
abgeriebene Schale von 1/2 Orange (unbehandelt
300 g Mehl
2 Teel. Backpulver
125 g Sultaninen oder Mandelsplitter

Zubereitung:

1. Die Margarine mit dem Zucker hell-cremig aufschlagen. Die Sojamilch, Haferflocken, Orangenschale, Mehl und das Backpulver nach und nach unterrühren, zuletzt die Sultaninen dazugeben.
2. Den Backofen auf 200° C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
3. Ein Viertel des Teiges mit Hilfe von zwei Teelöffeln als kleine Häufchen mit 3 cm Abstand zueinander auf das Blech setzen.
4. Das Blech auf die mittlere Schiene in den Ofen (Gas 3, Umluft 180° C) schieben, die Plätzchen etwa 15 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Mit dem übrigen Teil ebenso verfahren.
5. Die abgekühlten Plätzchen in eine Dose geben und diese gut verschließen. So halten sich die Plätzchen etwa 4 Wochen.

A.K.T.E. - Redaktion / Sabine Jedzig


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Olivenölkuchen

Olivenölkuchen

Ein Freund meines Sohnes probierte ein Stückchen von diesem Kuchen. Auf meine Frage hin, ob er nicht auch einmal von dem anderen Kuchen, den ich mit auf den Tisch gestellt hatte, probieren wolle, erwiderte er "NEIN!", weil ihm dieser "Gesundheitskuchen", so taufte er ihn spontan, sehr gut schmecke. Daraufhin nahm er ein weiteres Stückchen "Gesundheit" zu sich. Na, verspüren Sie keine Lust, auch einmal was für Ihre Gesundheit zu tun?

Zutaten für 8 Personen

225 g Mehl
2 TL Backpulver
50 g feiner Zucker
125 ml Sojamilch oder Soja-Reis-Drink
4 EL frisch gepressten Orangensaft
150 ml Olivenöl
100 g gemischte Trockenfrüchte
25 g Pinienkerne oder Mandelsplitter

Zubereitung:

1. Eine 20-25 cm große Kastenform mit Olivenöl einfetten. 2. Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben, dann den Zucker unterrühren. 3. Eine Mulde in die Mitte der Mehlmischung drücken, Sojamilch und Orangensaft hineingießen und alles mit einem Holzlöffel verrühren. 4. Olivenöl zugießen und gut unterrühren. 5. Trockenfrüchte (Pflaumen und Aprikosen schneide ich in kleine Stücke) und Pinienkerne einrühren und die so entstandene Mischung in die vorbereitete Backform füllen. 6. Den Teig in einem auf 180° C vorgeheizten Ofen etwa 45 Minuten backen, bis er goldbraun und fest geworden ist. 7. Den fertigen Kuchen in der Form kurz abkühlen lassen, dann auf einen Rost legen, in Scheiben schneiden und warm oder kalt servieren.

A.K.T.E. - Redaktion / Sabine Jedzig


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Veganer Stollen

Olivenölkuchen

Weihnachtsbäckerei - traditionelle Rezepte in veganer Abwandlung. Das stand auf dem Faltblatt geschrieben, das mir Miriam vom "Vegan-Laden Veni, Vidi, Vegi" zur letzten Lieferung von veganen Köstlichkeiten ins Paket beigelegt hatte. Ich fand, dass dies eine nette, kundenfreundliche Geste von ihr war, und ich freute mich darüber, weil ich gerne neue Rezepte austeste. Wenn ich an die süßen, altbekannten Leckereien denke - dann schwelge ich ein wenig in Nostalgie. Wer kennt ihn nicht, den herrlichen Geschmack des traditionellen Weihnachtsstollens, des Sirupgewürzkuchens, der Elisenlebkuchen, des Früchtekuchens und der Spekulatius-Plätzchen? Hhhmmm ... "gaumen-sinnliche" Nostalgie! Mir jedenfalls lief schon beim Überfliegen des Faltblattes das Wasser im Munde zusammen. Alles was ich benötigte, waren doch nur die Zutaten. Also ging ich sie mir geschwind am nächsten Tag besorgen. Den Weihnachtsstollen wollte ich natürlich zuerst ausprobieren. Es "weihnachtet" ja sehr. Na ja, ich bin ehrlich, etwas skeptisch war ich schon gewesen. Wie soll ein Stollen schmecken, ein veganer Weihnachtsstollen, der so ganz ohne Butter, ohne Butterschmalz und ohne Milch zubereitet wird? Geht das überhaupt? Haben Sie sich soeben auch diese Frage gestellt? Nun denn, lüften wir das geschmackliche Geheimnis. Simsalabim! Aber vorab kommt das Testergebnis meiner Familie, allen voran mein Papa. "Alle sagen, dass der Stollen fantastisch schmeckt und einen Vergleich mit dem herkömmlichen Stollen durchaus standhält! Ich schließe mich als verwöhnter Fachmann für Weihnachtsstollen mit gutem Gewissen der Meinung aller Tester an. Er ist einfach super!"

Zutaten:

500 g Mehl Type 1050
1 Päckchen Trockenhefe
100 g Rohrohrzucker
je 2 Messerspitzen Salz, Kardamom, Muskatblüte
1 Teel. abgerieb. Zitronenschale / ungespritzt
200 g weiche Margarine
150 ml warmer Sojadrink
150 g Sultaninen
75 g Korinthen
50 g Zitronat
100 g gehackte Mandeln

Zubereitung:

Die Zutaten gründlich verkneten und in einer zugedeckten Schüssel an einem warmen Ort gehen aufgehen lassen bis sich die Teigmasse verdoppelt hat. Dann die Trockenfrüchte und die Mandeln unterkneten. Einen Stollen formen, auf ein gefettetes Backblech legen, im Ofen bei 50° C noch einmal gehen lassen. Bei 180° C ca. 60 Minuten backen. Den Stollen sofort nach dem Backen mit zerlassener Margarine bestreichen und mit Puderzucker bestäuben.

Wichtig: Ein Hefeteig gelingt nur, wenn alle Zutaten nicht zu kalt sind, also Raumtemperatur haben.

A.K.T.E. - Redaktion / Sabine Jedzig


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Kartoffelaufstrich mit Knoblauch

Kartoffelaufstrich mit Knoblauch

Ich habe mich nicht so strikt an das vorgegebene Rezept gehalten und habe anstatt der heißen Pellkartoffeln kalte, übriggebliebene Pellkartoffeln vom Vortag für die Zubereitung des Kartoffelaufstriches verwendet. Dadurch habe ich gerade einmal 10 Minuten für die Zubereitung gebraucht. Ein Aufstrich also, den man schnell so zwischendurch anrühren kann, vorausgesetzt man hat Pellkartoffeln vom Vortag übrig, die gleich in dieser Form für das Abendbrot ihre Verwendung finden. Anzumerken wäre hierbei noch, dass die kalten Pellkartoffeln keinen negativen Einfluss auf das geschmackliche Endprodukt haben. Einfach lecker! Zum herzhaften Kartoffelaufstrich reicht man frisches Biovollkornbrot.

Zutaten für 5 Portionen:

150g Kartoffeln
40 g Alpro Soja Cuisine
Schnittlauch frisch oder alternativ aus dem Gefrierfach
Petersilie frisch oder alternativ aus dem Gefrierfach
Knoblauch - Menge kann man variieren, je nach persönlicher Vorliebe
Majoran, getrocknet
Pfeffer, Muskat, Kräutersalz

Zubereitung:

Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen, heiß schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Alpro Soja Cuisine und gehackte Kräuter zur Kartoffelmasse geben, mit den Gewürzen pikant abschmecken, alles gut vermischen und kühl einige Stunden durchziehen lassen.

Anmerkung der Redaktion / Stefan B. Eck:
Essen Sie diesen pikanten Kartoffelaufstrich mit Knoblauch immer zusammen mit Ihrem/r Partner/in oder Freund/in ...denn falls Sie nur allein diesen Aufstrich essen, könnte der Knoblauchgeruch anschließend verheerende Folgen haben.

A.K.T.E. - Redaktion / Sabine Jedzig


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Auberginen-Antipasti

Wer italienische Antipasti mag, wird mein Auberginen-Rezept lieben. Ich weise aber ebenso wie Stefan zuvor auf die Gefahren hin, diese Antipasti alleine zu genießen. Zu zweit und bei Kerzenschein und italienischer Musik - amore mio - es schmeckt einfach besser.

Zutaten für 2 Portionen:

1 Aubergine
Knoblauch, Menge nach Gusto
Petersilie
Aceto Balsamico
Olivenöl

Zubereitung:

Die Aubergine in 3 bis 4 Millimeter dünne Scheiben schneiden und beidseitig im Olivenöl braun anbraten. Am besten man legt die fertigen Scheiben dann auf eine Platte. Den Knoblauch und die Petersilie sehr klein schneiden, zusammen vermischen und über die Auberginen-Scheiben streuen. Danach grosszügig mit Aceto beträufeln und 1 bis 2 Stunden kühl stellen. Dazu Grissini reichen.

TIP: Anstatt Petersilie kann auch frischer Basilikum verwendet werden. Schmeckt total lecker!

Ich wünsche Ihnen dann einmal in meiner "Landessprache": Än Guete

A.K.T.E. - Redaktion / Patricia Gysel


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Rote Bete-Creme mit Dill

Brotaufstrich aus roter Beete

Ein farbenfroher und äußerst schmackhafter Brotaufstrich, der nicht nur optisch gut aussieht, sondern auch viele gesunde Inhaltsstoffe vorzuweisen hat: Rote Bete ist ein Wurzelgemüse, das reich an Mineralsalzen und Vitaminen ist. Diese wirken blutbildend. Dill hingegen wirkt beruhigend, entkrampfend und erwärmend. Eine Garantie bezüglich der Beruhigung, Entkrampfung und Erwärmung kann ich natürlich nicht geben. Deshalb einfach einmal selbst ausprobieren!

Zutaten für 4 Personen:

1 Rote Bete (etwa 250g) vorgekocht
1 Bund Dill oder altenativ tiefgefroren
150g Milk freecreem Soja / Creme fraiche
1 TL Zitronensaft
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer und 1 Prise gemahlener Kümmel

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und fein hacken. Den Dill waschen, trocken schütteln und hacken. Die Rote Bete schälen und auf der Rohkostreibe fein raspeln. Rote Bete, Zwiebeln und Dill mit Creme fraiche und dem Zitronensaft verrühren. Den Knoblauch schälen und dazupressen. Die Creme gut durchrühren und mit Salz, Pfeffer und dem Kümmel pikant abschmecken.

A.K.T.E. - Redaktion / Sabine Jedzig


Zur Übersicht "Kochen ohne Tierleid"


Zur Rubrik-Übersicht