A.K.T.E. - Rezensionen, Bücher- und Filmtipps Mit unseren Rezensionen und Empfehlungen wollen wir zum Lesen und Informieren anregen, denn nur der/die Tierrechtler/in verfügt über einen ausreichenden Grundstock an Fachwissen, um in Diskussionen mit der "Gegenseite" argumentativ zu punkten, der/die sich mit der Materie der Tier-Ethik durch ein eingehendes Studium der entsprechenden Lektüre oder des entsprechenden Anschauungsmaterials zuvor auch beschäftigt hat.
Mit rein intuitiven Argumenten erleidet man in aller Regel Schiffbruch, und nicht jeder/e Tierrechtler/in verfügt über die zeitlichen Ressourcen oder über die Kenntnisse, um sich durch "philosophische Denkarbeit" ein eigenes, stichhaltiges Ethik-Fundament zu konstruieren. Die Anzahl von Büchern namhafter Philosophen, die sich von Beruf wegen Jahre oder Jahrzehnte lang mit Grundsatzfragen der Tier-Ethik beschäftigt haben, ist überschaubar, so dass es dem/der Tierrechtler/in möglich ist, sich innerhalb relativ kurzer Zeit ein fundiertes Wissen anzulesen. Mit unseren Literaturempfehlungen wollen wir Ihnen die Auswahl dieser Lektüre etwas erleichtern. Wir machen aber darauf aufmerksam, dass die Inhalte der hier vorgestellten Bücher nicht unbedingt in Gänze mit unseren eigenen Vorstellungen über eine gerechte Tier-Ethik übereinstimmen müssen. Die von uns empfohlenen Filme dienen der Vertiefung ,,,, A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck
UTOPIA TODAY - REALITY TOMORROW 35 Autoren/innen aus aller Welt, darunter auch die A.K.T.E.- Mitarbeiter/innen 35 Autoren - Ernährungswissenschaftler, Mediziner, Bestseller-Autoren, Gründer wichtiger Organisationen, Forscher, Philosophen, Musiker, Individualisten - beschreiben ihre Sichtweise einer vegetarischen / veganen Welt von Morgen. Laut Herausgeber ist eine deutsche Ausgabe geplant. Thirty five authors - nutritionists, medical doctors, authors of bestsellers, founders of important organizations, researchers, IT-specialists, philosophers, sci-fi fans, musicians and talented individuals - generously contributed to this EVU fundraiser project. The authors come from a variety of countries, cultural backgrounds and religions but they all have one thing in common: the conviction that a more compassionate world is not only possible but inevitable if humanity is to prosper. The authors share their individual ideas of how tomorrow's vegetarian world will be, whilst looking at a more compassionate future from many different angles. The result is a cocktail of good vibes, light and hopes. Yes, it is true. Vegetarians are still a minority today. But WHAT a minority! We have become a social group to be reckoned with, also at an international level. What better proof is there than the increasing effort by the food industry to accommodate our preferences? The veggie-market is not booming without good reason! If you are interested in seeing what people expect from a future vegetarian world, you can order the book from the EVU, Bahnhofstr. 52, CH-9315 Neukirch-Egnach, via Amazon or through a book shop. (Renato Pichler, President of the EVU) List of the authors: Arnal, Muriel / Barnard, Neal / Bekoff, Marc / Buist, Agnes / De Leo, Sigrid / Eck, Stefan Bernhard / Hohensee, Barbara / Fox, Tina / Ganjavi, Reza / Hebbelinck, Marcel / Hershaft, Alex / Hertel, Frauke / Jain, Permit Chand / Kaufman, Stephen / Koerner, Heinz / Leitzmann, Claus / Méry, André / Murthy, Vasudev / Newkirk, Ingrid / Ovetz, Robert / Pedersen, Helena / Pichler, Renato / Reilly, Ciaran / Rinaldi, Massimo / Risi, Armin / Ruetting, Barbara / Thomas Schoenberger / Schwartz, Richard H. / Spencer, Elsa, / Tanabe, Lydia / Vandenbosch, Michel / Wardle, Tony / Witten, Ilona A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck Taschenbuch - 136 Seiten
Vegane Lebensstile - eine Analyse des Lebensstils von Veganern in Deutschland Von Angela Grube Warum entscheiden sich Menschen für eine vegane Lebensweise? Wer sind diese Veganer? Wie gestaltet sich ihr Alltag? Antworten auf diese Fragen verzeichnete Angela Grube in ihrer Untersuchung "Vegane Lebensstile als pädagogisches Problem - diskutiert im Rahmen einer qualitativen / quantitativen Studie", indem sie den veganen Gegenstandsbereich aus sozialwissenschaftlicher Perspektive erforschte. Dezidiert analysierte sie Motive, Einstellungen, Konsumverhalten, biografische Erfahrungen, Reaktionen des sozialen Umfeldes und mögliche Zusammenhänge zwischen vegetarischer und veganer Lebensweise. A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck
Broschiert
"Das Leben retten" - 10 Schritte zur Erhaltung unserer Erde Von Jane Goodall und Marc Bekoff Jane Goodall ist eine der großen Persönlichkeiten unserer Zeit. Berühmt wurde sie durch die jahrzehntelangen Studien über das Verhalten von Schimpansen im afrikanischen Nationalpark Gombe. Für ihre Arbeit erhielt die Biologin und Anthropologin zahlreiche Preise und Auszeichnungen international angesehener Institutionen. Sie wurde 2002 von Kofi Annan, Generalsekretär der Vereinten Nationen, zur UN-Friedensbotschafterin ernannt. Marc Bekoff ist Professor für Biologie an der University of Colorado. Seine Forschungsgebiete sind: Verhalten und Kognition von Tieren sowie Tierrechte. Jane Goodall: "Dieses Buch, das ich zusammen mit meinem Freund und Kollegen Marc Bekoff geschrieben habe, ist unser gemeinsamer Versuch, die enge Bindung des Menschen mit der Natur und Gründe für eine ethisch notwendige Haltung gegenüber allen Geschöpfen in ihrer ganzen Artenvielfalt, mit denen wir Menschen diesen Planeten teilen, zu verdeutlichen. Wir wollen zeigen, dass die Welt sicherer und toleranter wird, wenn wir unseren Kindern und allen Menschen mehr Mitgefühl für nicht-menschliche Tiere und Respekt vor ihren Lebensräumen vermitteln. Wir haben es für alle geschrieben, die Hoffnung für die Zukunft haben, für ihre Kinder und Enkel. Nur wenn wir verstehen, werden wir uns sorgen und nur, wenn wir uns sorgen, werden wir auch helfen. Wir glauben, dass jede Hoffnung für die Zukunft vergeblich ist, wenn wir uns nicht alle zusammentun, um zu verhindern, dass sich der angegriffene Gesundheitszustand unseres wundervollen Planeten weiter verschlechtert. Wir haben einen kritischen Punkt unserer Geschichte erreicht." Dieses Buch basiert auf einer Folge von Mantras, die Marc durch den Kopf gingen, als er mit seinem Hund Jethro im November 1999 eine Wanderung unternahm. Bei aller Freude an der Berglandschaft von Boulder im US-Bundesstaat Colorado, wo er lebt und lehrt, grübelt er doch über die Probleme nach, die alle Menschen in Sorge versetzen, denen die Umwelt und die Zukunft des Lebens auf der Erde nicht gleichgültig sind. An Silvester, dem letzten Tag vor einem neuen Jahr, einem neuen Jahrhundert und nun einem neuen Jahrtausend, dachte Marc an all die Dinge in der Welt, die im Argen liegen: die zunehmende Verschmutzung der Umwelt, die Zerstörung von mehr und mehr Lebensräumen und das globale Artensterben ..." Marc Bekoff: "Margaret Mead schrieb: "Zweifeln Sie niemals daran, dass eine kleine Gruppe ernsthafter, engagierter Bürger die Welt verändern kann. Es ist das einzige, was sie je verändert hat." Es ist wichtig, die eigenen Bemühungen auf die Sache zu konzentrieren und sich nicht von seinen Gegnern ablenken zu lassen. Es ist reine Zeit- und Energieverschwendung, seine Gegner zu "bekämpfen". Diese profitieren nur davon, wenn man ihnen mehr Aufmerksamkeit schenkt als den wirklich wichtigen Dingen, die anstehen. Es ist nie zu spät, etwas zu tun ..." A.K.T.E. - Redaktion / Sabine Jedzig Buch - 287 Seiten
Als die Tiere für einen Tag sprechen durften Ein Märchen von Franz Spengler Über Tiere machen sich heut zu Tage sehr wenige Menschen, Gedanken. Gerne legt man sich ein Tier zu oder verschenkt eines, ohne nachzudenken, ob überhaupt genügend Zeit und Kenntnisse über das betreffende Tier vorhanden sind. Natürlich ist es am Anfang immer etwas Schönes, Liebes und Süßes. Doch dann hat man keine Zeit mehr und das Tier: Oder die Unterhaltung kostet zu viel Geld. Viel Geld für Futter, viel Geld für einen Tierarzt, wobei man sich doch für das viele Geld etwas Schönes, Luxuriöses leisten könnte. Also, muss das Tier irgendwie weg. Das Tierheim, ist für die meisten Tiere noch das Beste, was ihnen widerfahren kann, denn manche Menschen erschlagen sogar ihre Tiere, damit das Hause wieder "sauber" ist. Oder sie werden an der Straße ausgesetzt, aus dem fahrenden Auto geworfen, oder es werden ihnen sonstige Grausamkeiten angetan. Tiere, die unsere Erdenmitbewohner sind, werden in zu engen Ställen gehalten; das ist nicht artgerecht. Wir lassen zu, dass die Tiere geschlachtet werden, damit wir wieder einen festlichen Braten haben. Aber ein Stück Fleisch oder eine Scheibe Wurst haben keine Augen, keine Tränen und niemand sieht mehr den Schmerz in den Gesichtern der geschlachteten Tiere. Dass Tiere Gefühle haben, Schmerz und Freude empfinden wie wir, ist den meisten Menschen nicht bewusst, oder sie machen sich einfach keine Gedanken darüber. Warum auch? "Es ist ja nur ein Tier!" Was wäre, wenn wir Menschen für einen Tag die Erfahrung machen müssten, wie es ist, ein Tier zu sein. Gequält zu werden, geschlagen zu werden oder wenn uns die Haut bei lebendigem Leibe abgezogen würde, damit ein Pelzmantel entsteht. Aber Tiere sind unsere Geschwister, sie sehen nur anders aus. Allen Tiere dieser Welt und allen Menschen, die sie lieben, ist mein Büchlein gewidmet. Aber auch für jene Menschen, die nun anfangen, umzudenken, habe ich es geschrieben. Franz Spengler A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck Taschenbuch - 52 Seiten
Die ethische Weltformel Helmut F. Kaplan Gibt es eine ethische Weltformel? Dieser Frage geht Helmut F. Kaplan in seinem jetzt erschienenen Buch "Die Ethische Weltformel - Eine Moral für Menschen und Tiere" nach. Ist vielleicht die "Goldene Regel" der lange gesuchte Stein der Weisen, die Essenz aller Ethik? Auch wenn aus philosophisch-methodologischer Perspektive vielleicht Skepsis angebracht ist, so ist sicherlich der uns allen bekannte Satz "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg' auch keinem andern zu." eine praxistaugliche und unkomplizierte Regel, die gerade durch ihre Einfachheit und Verständlichkeit besticht und in den meisten real vorkommenden Situationen angewendet, zu einer durch und durch moralischen Entscheidung führt. Dieser einfach zu verstehende moralische Imperativ ist für alle Menschen, die moralisch leben wollen, ein ideales und in der Wirksamkeit kaum zu überbietendes Awägungsinstrument. Denn würden wir alle diesen moralischen Imperativ konsequent befolgen, so wäre mit einem Schlag der größte Teil aller Übel dieser Welt beseitigt, da die "Goldene Regel" uns nicht nur sagt, wie wir unsere Mitmenschen behandeln sollen, sondern auch, wie das Mitlebewesen Tier von uns zu behandeln ist. Als persönliches Credo gebraucht, würde sie damit auf einzigartige Weise all jene Kräfte in uns wecken, die uns zu wahrhaft ethischen Menschen machen. A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck Taschenbuch - 108 Seiten Wozu Ethik? Helmut F. Kaplan
Bei der Lektüre dieses Buches war ich anfangs etwas verwirrt, denn es beginnt nicht wie sonst mit einem hohen Loblied auf die Arbeit der akademischen Ethik und ihrer Vertreter. Das Gegenteil ist der Fall. Helmut Kaplan spricht von Wirkungslosigkeit, gewollter Unverständlichkeit, Überflüssigkeit, Alibifunktion und sogar von der Verlogenheit in unserer Moralphilosophie. Normalerweise hackt keine Krähe der anderen ein Auge aus; trotz aller Unterschiede der Konzepte in der Moralphilosophie herrscht Waffenstillstand unter den Damen und Herren Philosophen, einverständliches Schweigen im morschen Gebälk der akademischen Philosophie. Es ist Helmut Kaplan hoch anzurechnen, dass er mit dieser Tradition bricht, dass er das Schweigen und Tabuisieren nicht länger hinnehmen will. Er macht mit diesem Buch offenkundig, dass die heutige Ethik in weiten Bereichen sinnlos und überflüssig ist, mit anderen Worten, dass sie versagt hat. Also, wozu noch Ethik überhaupt? Ich wollte das Buch schon resignierend bei Seite legen... und dann, gegen Ende des dritten Kapitels, das sich mit dem Thema Mitleid beschäftigt, durchschlägt Kaplan diesen "gordischen Knoten" und fordert uns eindringlich auf zum Philosophieren und Hinterfragen, weil unvoreingenommenes, rationales Nachdenken über das moralisch Richtige, also ethisches Denken, deshalb unerlässlich ist, weil es die einzige Möglichkeit darstellt, Widersprüche in unserem Denken und Handeln aufzudecken. In den darauf folgenden Kapiteln - es war das Beste und Ehrlichste, was ich je zu diesem Thema gelesen habe - fordert uns Helmut Kaplan konsequent auf, ethisch zu denken, Vorurteile zu erkennen, Widersprüche aufzudecken und Entscheidungen zu treffen, die eine friedfertige und gerechte Lebensweise fördern. Sein Plädoyer beginnt mit der Überschrift: "Wir müssen philosophieren." Und die Philosophie ist Kaplan's Metier: Er spricht Themen an, über die sonst nicht so offen in unserem Kulturkreis gesprochen werden. "Das Leben ist immer, auch im glücklichsten Falle, ein "Verlustgeschäft", seine Bilanz ist immer negativ. Das Leiden überwiegt immer das Glück. Jede Sekunde der Freude muss mit Stunden, Tagen und Wochen des Leidens erkauft werden." Er prangert die absurden Fehlentwicklungen unserer Gesellschaft an, nennt die psychologischen Voraussetzungen, die absolut notwendig sind, um überhaupt ethisch zu denken, und fragt zum Schluss: "Warum sollen wir überhaupt moralisch handeln? Besteht tatsächlich eine realistische Chance, die Menschen nachhaltig zu bessern, sie zu moralischen Wesen zu machen?" Sein ehrliches Fazit lautet: "Für eine Veränderung im großen, das heißt für die Abwendung des Weltuntergangs bedürfte es freilich nichts Geringeren als eines Wunders. Denn es spricht, wie gesagt, nichts dafür, dass wir uns nicht umbringen. In einer solch aussichtlosen Situation spricht allerdings auch nichts dagegen, auf ein Wunder zu hoffen." Helmut Kaplan scheut sich letztendlich nicht zu fragen, ob es nicht
vernünftiger wäre, dem Leben auf Erden, diesem permanenten, sinnlosen
Leiden, ein Ende zu setzen. Mit der realistischen, wenn auch tragischen
anthropofugalen Weltsicht von Ulrich Horstmann (Das Untier. Suhrkamp-Verlag Frankfurt, 1985) kommt Kaplan schließlich zu seinem
Schlussplädoyer: Ich habe die rund 70 Seiten dieses Buches mindestens zehnmal gelesen - vielleicht darum, weil sie meinen eigenen Gedanken zu diesem Thema so ähnlich sind. Als Leiter des Arbeitskreises Tierrechte & Ethik habe ich dieses Buch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wärmstens empfohlen, und ich kann es jedem Menschen empfehlen, der sich ernsthaft mit der Frage des "Sein-Sollens" auseinandersetzt. A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck Taschenbuch - 70 Seiten
Der moralische Status der Tiere Andreas Flury Einleitend kritisiert Flury die herkömmlichen
Konzepte, befasst sich mit dem Thema der Doktrin der Menschenwürde, der
mosaisch-christlichen Religion und den Implikationen ihrer These der
Gottesebenbildlichkeit, bezieht Stellung zur Frage, warum die
Evolutionstheorie kaum einen Einfluss auf unsere Moralphilosophie hatte
und weist auf den Hemmschuh in unserer moralphilosophischen
Auseinandersetzung, den "naturalistischen Fehlschluss" von George E. Moore
hin. Anschließend nimmt er die drei bedeutendsten moralphilosophischen
Konzepte der Tierrecht-Bewegung, das metaphysisch-spiritualistische
Konzept von Henry Salt, das präferenz-utilitaristische von Peter Singer
und das deontologische Konzept inhärenter Werte von Tom Regan, kritisch
unter die Lupe und stellt anschließend einen eigenen Entwurf vor.
Einerseits macht er auf die Mängel und Inkonsequenzen der untersuchten
Ethikkonzepte aufmerksam, andererseits werden aber auch ihre wertvollen
Teilaspekte herausgearbeitet. Für den an Philosophie und Ethik interessierten
Tierrechtler sollte dieses Buch als Standardwerk zählen, das einfach gelesen werden
muss. Flury's eigener Entwurf erschien mir auf den ersten Blick recht kompliziert; er erinnerte mich eher an mathematische Regeln und an Mengenlehre als an ein ethisches Konzept. Ich musste ihn zweimal lesen, um ihn in Gänze zu verstehen. Mein Tipp an den Leser: Das Buch "Der moralische Status der Tiere" ist Andreas Flury's Dissertationsarbeit, es ist also ein wissenschaftliches Werk und keine leichtverdauliche Lektüre, die man an einem Sonntagnachmittag so nebenbei herunterlesen kann. Nehmen Sie sich viel Zeit, gehen Sie Kapitel für Kapitel langsam und konsequent durch, machen Sie sich Notizen und wenn Ihnen ein Begriff nicht geläufig sein sollte, schlagen Sie im Lexikon nach. Falls die Werke von Salt, Regan und Singer in Ihrem Bücherschrank stehen, lesen Sie hin und wieder die betreffenden Kapitel nach. Die Mühe lohnt sich. A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck Gebundene Ausgabe - 316 Seiten
Fleisch Nan Mellinger Das Buch wirft zunächst einen evolutionsbiologischen Blick auf die Gattung Mensch: vom durch große Raubtiere gejagten und stets bedrohten Beutetier habe der Mensch sich selbst zum Jäger entwickelt. Zunächst Aasfresser, der sich von den Resten der Beute anderer Raubtiere ernährte, wurde der Anthropoid durch natürliche Auslese bald zum gefährlichsten "Raubaffen" an der Spitze der Nahrungskette. Diese These wird untermauert durch die Bedeutung der Hand zur Verfertigung von Jagdwaffen und Werkzeugen, denn die Ausdifferenzierung und Beweglichkeit der Hand (dies gilt auch für die Pfoten der Katzen) beeinflusst nachweislich entscheidend die Entwicklung und Ausdifferenzierung des Gehirns. Die menschlichen Qualitäten, die gesamte Kultur, seien letztlich Ergebnis der menschlichen Raubtierhaftigkeit. Diese knappe, aufschlussreiche Kulturgeschichte aus dem Blickwinkel des "Ur-Traumas" der Menschheit, dem Ursprung aus der Zwischenstellung zwischen Jagdbeute und Beutejäger widerlegt "jene tröstliche These vom Evolutionsbruch", die als eine Art Synthese zwischen Darwinismus und göttlichem Schöpfungsakt die Sonderstellung des Menschen und seinen Umgang mit anderen Lebewesen rechtfertigen soll. Ursprünglich war die Jagd vermutlich ein Familienunternehmen, später konstituierte sich die Rolle der Frauen in der Jäger- und Sammlergesellschaft als zuständig für Kinderaufzucht und Zubereitung der Speisen. Fleisch wurde seltener und kostbarer, denn die Bejagung hatte die wilden Tiere bereits stark dezimiert, und der Mensch hatte einige Tierarten inzwischen zu Haus- und Nutztieren gezähmt und schätze sie als Lieferanten für Milch und Wolle und als Zug- und Arbeitstiere. Die Jagd wurde zum männlichen Unternehmen und schließlich zum "Männlichkeits-Beweis". Als vorwiegend "männliches" Nahrungsmittel wurde Fleisch "Symbol der Macht über Leben und Tod". Archaisches Erbe der menschlichen Gattung sei nach Sigmund Freud ein "perverser Zerstörungstrieb", eine "angeborene Aggressivität" (René Girard). Diese äußere sich in einer langen Tradition von Blutopfern, die auch die Sakralisierung der Kriege mit sich brachte. Die Geschichte des Fleischkonsums im Prozess der Zivilisation führt vom Opferritual für blutgierige (Raubtier-)Gottheiten über strenge Verteilungsstrategien und -hierarchien, die gesellschaftliche Unterschiede markierten, zur Säkularisierung des Fleischkonsums und schließlich zur Massenproduktion in Großschlachthäusern, zur "Mechanisierung der organischen Substanz" im 19. Jahrhundert. Damit einher geht eine Erhöhung der "Empfindlichkeitsschwelle": die "fleischfressende Industriegesellschaft" will vom blutigen Ursprung ihres Lieblings-Nahrungsmittels sowie von den Ursprüngen der eigenen Gattung nichts mehr wissen. Fleisch hat seine sakrale Aura verloren; der Fleischkonsum behält indessen die symbolische Eigenschaft eines "Machtdispositivs" (Foucault), über das nun allerdings jeder verfügen will und soll. Die Mär vom Eiweißbedarf dient als rationalisierendes Argument für eine sich entwickelnde Großindustrie. Die europäische Vorliebe für Fleisch wird zum Motor für Kriege und Kolonialismus, wie es Jeremy Rifkin's Buch "Das Imperium der Rinder" aufzeigt. Ein Kapitel beschäftigt sich mit Nahrungstabus, der Entstehung der Religionen aus der "Faszination am Opfer" und gibt einen kurzen Überblick über die Geschichte vegetarischer Bewegungen im antiken Europa und im buddhistisch geprägten Asien, schließlich in England des 19. Jahrhunderts, in dem die Tierschutz-Bewegung entstand. Im Kapitel "Das Fleisch der Frauen" bezieht sich Mellinger auf Christina von Brauns patriarchatskritische Theorien, nach denen das Weibliche als "das Andere" der abendländischen Kultur von Männern vereinnahmt, "gegessen" wird. Diese symbolische Anthropophagie, die auch Sigmund Freud als archaisches Grundmuster menschlicher Beziehungen annahm, ("Einverleibung", "Introjektion") wird gesehen als Parallele und Begleiterscheinung zum Essen "niederer" Lebewesen, zur Naturvereinnahmung und -zerstörung der "Opferstruktur karnivorer Kulturen". (Derrida). Im Fasten mittelalterlicher Heiliger und in der "modernen Frauenkrankheit" Anorexie sehen von Braun und Mellinger eine Widerstandsform, die sich vorerst als pathologische Randerscheinung artikuliert. Das Buch bündelt eine Fülle von Fakten zu überraschenden Einblicken in historische und kulturelle Zusammenhänge und wird dadurch zur spannenden Lektüre. Seine große Stärke ist es indes, dass es das Thema Fleischkonsum als paradigmatisch für eine fundamentale Kulturkritik behandelt. Die für die "Krone der Schöpfung" wenig schmeichelhafte Anthropologie, die es umreißt, sollte Appell zur Selbstbesinnung des Menschen sein und ein Plädoyer für politischen Veganismus oder vegane Politik. A.K.T.E. - Redaktion / Franziska Ute Gerhardt Taschenbuch - 199 Seiten
Das unnötige Leiden der Tiere Marc Bekoff Der amerikanische Verhaltens- und Kognitionsforscher Marc Bekoff befasst sich in diesem Buch mit unserer Beziehung zu unseren Mitlebewesen und unserer Mitwelt. Ein gelungenes Plädoyer für die Rechte der Tiere, das die Grundlagen der Tierrechtsethik in einer leicht verständlichen Sprache für Menschen aller Altersgruppen wiedergibt. Als Einstieg in die Thematik der Tierrecht-Ethik auch für Jugendliche und Kinder ab etwa 13 Jahre gut geeignet. Bekoff begnügt sich damit, seine eigenen Vorstellungen und Visionen aufzuzeigen und unterlässt es, den Leser mit eigenen Konzepten zu konfrontieren. Er will persönliches Engagement und Verantwortungsbewusstsein wecken, er will zum Nachdenken und Hinterfragen anregen und lenkt die Überlegungen des Lesers zu diesem Themenbereich durch vielerlei Fragen immer wieder in die verschiedensten Richtungen. Neben den ethischen Konzepten von Peter Singer und Tom Regan, den wichtigsten Vertreter der Tierrecht-Bewegung, wird der Begriff des " Speziesismus" anschaulich und gut verständlich abgehandelt, wobei man jedoch bemerkt, dass sich Bekoff persönlich eher zu Regan's Konzept hingezogen fühlt. Wichtig ist ihm, globale Zusammenhänge aufzuzeigen: Umweltzerstörung und Tierausbeutung gehen Hand in Hand. Bekoff erinnert daran, dass der Mensch ein wesentlicher Bestandteil der ihn umgebenden Natur ist, und dass er sich damit dieser Verantwortung ihr gegenüber stellen muss. Ein Plädoyer für ein Umdenken in unserem Umgang mit Tier und Umwelt, ohne strikt auf normative moralische Imperative zu pochen, und deshalb als Einstieg in die Tierrecht-Ethik durchaus empfehlenswert. A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck Taschenbuch - 191 Seiten
Brüder - Bestien - Automaten Manuela Linnemann Eine faszinierende Zusammenstellung von mehr als hundert Textauszügen über das Tier im abendlichen Denken von der Antike bis zur Gegenwart. Plutarch, Porphyrios, Leonardo da Vinci, Wilhelm Dietler, Lauritz Smith, Herman Daggett, Lewis Gompert, Henry S. Salt und auch weniger bekannte Philosophen, Theologen und Literaten kommen zu Wort. Dieses Buch setzt sich nicht mit ethischen Konzepten auseinander. Es vermittelt aber auf Grund der ausgesuchten Textpassagen einen guten Überblick über den moralischen Status der Tiere in der abendländischen Geschichte. Es ist ein empfehlenswertes Kompendium für den Tierrechtler, der nicht darauf verzichten will, philosophische, theologische und literarische Zitate und Gedankengänge aus mehr als zwei Jahrtausenden in seiner Argumentationsführung einzuflechten. A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck Taschenbuch - 380 Seiten
Das Leben der Tiere John. M. Coetzee Der südafrikanische Schriftsteller John M. Coetzee wurde an die renommierte amerikanische Princeton-Universität zu den "Tanner-Lectures" eingeladen. Coetzee hat für seine Romane, in denen er das Apartheitsregime seiner Heimat sowie allgemein Rassismus und totalitäre Regimes eindringlich und auf hohem literarischen Niveau anprangert, mehrere angesehene Preise erhalten. John Coetzee nutzt dieses Privileg nicht, um über Literatur zu lesen, wie es von ihm erwartet wurde, sondern präsentiert wiederum Literatur, und in der Fiktion spiegelt sich seine eigene Situation. Soweit der reale Kontext. Elizabeth Costello, eine große alte Dame des internationalen Literaturbetriebes, ist an die fiktive amerikanische Appleton-Universität eingeladen. Anstatt über ihre Romane zu sprechen, sagt sie: "Ich bin eine alte Frau; ich habe keine Zeit mehr zu sagen, was ich nicht meine ..." und nimmt sich die Freiheit, ihr erlauchtes Akademikerpublikum mit dem gesamten "Katalog" des unermesslichen Tierleides zu konfrontieren sowie mit so ziemlich allen Problemen und Widersprüchen, ethischen, philosophischen, politischen, privaten, ... die sich daraus für Menschen ergeben. Sie tut dies in zwei Vorlesungen: Die "Philosophen und die Tiere" und "Die Dichter und die Tiere", an die sich Diskussionsrunden mit den Anwesenden anschließen. Elizabeth Costello besteht zunächst entschieden darauf, dass man Massentierhaltung und -schlachtungen mit den KZ's und der Judenvernichtung im 3. Reich vergleichen dürfe, ebenso vergleicht sie die Verdrängungs- und Verleugnungsstrategien der Deutschen jener Generation mit der Ignoranz und Gleichgültigkeit am Leid der Tiere in der gegenwärtigen Konsumgesellschaft. Selbstverständlich trägt ihr das in der anschließenden Diskussion über die Berechtigung dieser Analogie viele Angriffe ein. Dann lässt Elizabeth Costello die abendländische Denktradition Revue passieren und resümiert: "Die Vernunft ist das Wesen einer bestimmten menschlichen Form des Denkens." Sie stellt ihr das körperliche Erfahren und Erleben der Tiere als gleichwertig gegenüber und fordert ein Denken mit dem Herzen. Aus den Schimpansenexperimenten, die der Psychologe Wolfgang Köhler zwischen 1912 und 1920 zum begrifflichen Denken durchführte, leitet sie eine fundamentale Wissenschaftskritik ab, und in dem Schimpansen Rotpeter aus Kafkas Bericht für eine Akademie sieht sie eine poetische "Antwort", die versucht, das Erleben der Tiere unter dem Diktat der menschlichen Vernunft darzustellen. Die Disputanten der Vorlesungen führen viele bedenkenswerte Einwände gegen Costellos Standpunkt an. Die Kombination aber, in der in dieser fiktiven Akademikerrunde viele Argumente auftreten, entlarvt diese oftmals als bequeme Entschuldigungen für den Status quo und zeigt zudem, wie sehr sich eine anthropozentrische Logik oft nur im Kreise dreht und ad absurdum führt als ein Insistieren auf dem menschlichen Gattungsnarzissmus. Wohin ein Verhaftetsein im so hoch geschätzten begrifflichen Denken führen kann, zeigt Costello, indem sie den Tierrechtsgegner Leahy zitiert: "Können wir streng genommen sagen, dass das Mastkalb seine Mutter vermisst, versteht das Kalb den Begriff des Vermissens in ausreichendem Maße, um zu wissen, dass das Gefühl, das es hat, das Gefühl des Vermissens ist?" In ihrer zweiten Vorlesung behauptet Elizabeth Costello die Überlegenheit der Dichtung gegenüber der Philosophie, da Dichtung in der Lage sei, andere Formen des Seins zu imaginieren, ansatzweise das Erleben von Tieren nachempfinden lassen könne. Kafka habe dies getan, als er den dressierten Rotpeter zu einem akademischen Publikum sprechen ließ. Gedichte wie Rilkes "Der Panther" sowie Ted Hughes' "Der Jaguar" und "Zweiter Blick auf einen Jaguar" haben, so Costello, nicht so sehr das Leiden der beschriebenen Tiere zum Thema, vielmehr stünden hier Tiere bildhaft für etwas anderes: Kraft in der Physik bei Rilke, als Körpererfahrung bei Hughes. Diese Gedichte ließen sich als "primitivistische Literatur" verstehen, die vor allem den Menschen im Angesicht einer platonischen Idee von "dem Tier" feiern. Tiere seien nun aber leidensfähige Einzelwesen, die sich nicht für ihre poetische Stilisierung zu einer "Idee" interessieren. Costello betont dennoch: "Schriftsteller lehren uns mehr, als ihnen bewusst ist. Auch wenn dies nicht in der Absicht der Verfasser liege, verhelfe deren poetische Imagination den Lesern dazu, sich in die Seinsweise der jeweiligen Tiere hineinzuversetzen." Eingebettet sind die Vorlesungen und Diskussionen in eine Rahmenerzählung, in welcher der Alltag und die private Situation der Hauptfigur geschildert werden: Elizabeth Costello wohnt während ihres Aufenthaltes an der Appleton-Universität bei ihrem Sohn John, der Physik-Dozent an der gleichen Universität ist, und dessen Familie. Ihre Schwiegertochter Norma ist promovierte Philosophin mit dem Spezialgebiet Erkenntnistheorie. Der Sohn ist um seine Karriere besorgt und befürchtet, dass der Auftritt seiner prominenten Mutter seinem Image schaden könne.> Norma geht es vor allem um die Wahrung der häuslichen Normalität: "Ich kann es nicht ausstehen, wenn sie versucht, die Kinder zu überreden, ihre Essgewohnheiten zu ändern. - Sie hat keinen Funken Selbsterkenntnis. - Es ist nichts weiter als ein Machtspiel." So redet Norma, die Vertreterin der Vernunft, letztlich als eine, die die "Normalität" als Ergebnis konsequenter Verdrängung aufrechterhalten will. Norma ist es auch, die als moralisches "Killer-Argument" der Schwiegermutter vorwirft, sie wolle wie alle ethischen Vegetarier lediglich elitär sein. Auch Elizabeth Costello befindet sich im Dilemma: Zurückhaltung um sozialer Verbindlichkeiten willen oder die "Plutarch-Replik", d.h. die konsequente Verdammung des Fleisch-Essens? "Ist es denn möglich, frage ich mich, dass sie alle an einem Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes teilhaben? Alle finden sich damit ab, warum kannst du es nicht?" Coetzees Erzählung sei kein griffiges Statement für Tierrechte, da seine Elizabeth Costello als literarische Figur nicht einfach als Coetzees Sprachrohr angesehen werden darf, könnte man behaupten. Doch gerade der fiktionalen Engführung der Problematik gelingt es, einen scheinbar selbstverständlichen Anthropozentrismus in seiner Absurdität auszuloten. Die deutsche Ausgabe enthält Kafkas leicht zugängliche Erzählung "Ein Bericht für eine Akademie". Leider enthält sie nicht, wie die amerikanische Originalausgabe, die vier Kommentare zu Coetzees "Tanner Lectures": Die Literaturwissenschaftlerin Marjorie Garber diskutiert dort ein
weiteres Mal die Berechtigung des heiklen Holocaust-Vergleichs und würdigt
die künstlerischen Qualitäten von Coetzees Text. Die amerikanische Ausgabe enthält auch einen Stichwort- und
Namensindex, so dass man das Buch als informatives Buch zum Thema
Tierrechte nutzen kann, außerdem ein Vorwort der Herausgeberin. Coetzees Verdienst ist es jedenfalls, dass nun auch besonders kulturbeflissene Vertreter unserer durch die Kultur geadelten Spezies die Tierrecht-Bewegung nicht mehr übersehen oder marginalisieren können. A.K.T.E. - Redaktion / Franziska Ute Gerhardt Originalausgabe: John M. Coetzee, (Marjorie Garber, Peter Singer, Wendy Doninger, Barbara Smuts), The Lives of Animals. Edited and introduced by Amy Gutmann, Princetown University Press, Princetown, New Jersey 1999 Gebundene Ausgabe - 94 Seiten
Created from Animals James Rachels Der Titel formuliert das Anliegen des Buches, Darwins Entdeckungen auf die sich daraus ergebenden Konsequenzen einer nicht mehr nur auf den oder die Menschen bezogene Moral hin zu untersuchen. Rachels geht dabei nach der streng logischen Methode der Deduktion aus gewonnenen Erkenntnissen vor. Das erste Kapitel "Darwins Discovery" erzählt Darwins Lebensgeschichte, eingebettet in ein Stück zeitgenössischer Wissenschaftsgeschichte. Es folgen zwei Kapitel, welche die Folgen der Evolutionstheorie für die Religion diskutieren, vor allem natürlich für die christliche. Rachels kommt zu dem Schluss, dass die Entdeckungen Darwins und seiner Kollegen einerseits und Religion bzw. Religiosität andererseits sich nicht prinzipiell ausschließen, wenn auch ein Gott oder ein göttlicher Schöpfungsplan nun nicht mehr so notwendig sein mag, um die Welt und ihre Phänomene zu erklären. Darwin war selbst gläubiger Christ und wollte als junger Mann Pfarrer werden. Darwins Entdeckung jedoch - dass der Mensch wie alle anderen Lebewesen ein Produkt der Evolution, der "natürliche Auslese" und der langsamen, sukzessiven Veränderungen gewisser Merkmale ist - zielt ins Zentrum eines längst säkularisierten christlichen Dogmas: der Lehre von der Sonderstellung des Menschen aufgrund seiner Gottesebenbildlichkeit, wie sie die Genesis lehrt. Und hier bedarf das abendländische Denken, das mindestens seit Augustinus und Thomas von Aquin "den" Menschen preist und "die" Tiere als beliebig verfügbare Zugabe Gottes an sein begnadetes Ebenbild abwertet, einer gründlichen Revision. Auch Kant, der Denker der aufgeklärten Vernunft und Autor der wohl folgenreichsten Moralphilosophie, schließt sich in diesem Punkt seinen mittelalterliche Kollegen an, denn auch er betont, der Mensch sei als einziges Lebewesen vernunftbegabt, sei mit einer eingeborenen Würde bedacht und habe seinen Zweck in sich selbst; alle anderen Lebewesen seien diesem Zweck untergeordnet. Erst Darwins und seiner Kollegen Entdeckungen haben die moderne Naturwissenschaft für Beobachtungen sensibilisiert, die bei Tieren ebenfalls Vernunft und Moralität erkennen lassen, altruistisches Verhalten gegenüber Artgenossen und zum gemeinsamen Wohl einer Gruppe oder Population, und zumindest Vorstufen der dem Menschen eigenen Planungsfähigkeit. Ähnliches gilt für die menschliche Sprachfähigkeit und die viel strapazierte Kultur, die orthodoxen Christen noch immer als Beleg für eine dem Menschen von Gott gegebene Seele dienen. Auch hier unterscheidet sich der Mensch für den Evolutionstheoretiker allenfalls graduell von zumindest den höher entwickelten Tieren, bei denen man in den letzten Jahren eine Art Kultur und sehr komplexe Kommunikationssysteme entdeckt hat. Rachels diskutiert im Schlusskapitel "Morality without Humans being Special" einige Ansätze der Tierrechtsphilosophie. Er selbst kommt zu dem Schluss, dass spätestens seit Darwin die Ähnlichkeiten der Tiere mit dem Menschen es notwendig machen, Tieren den entsprechenden moralischen Status zuzugestehen. Der emphatische Begriff der Menschenwürde dürfe keinesfalls mehr dafür herhalten, Tiere für angebliche menschliche "Bedürfnisse" wie Ernährung, Kleidung und Forschung auszubeuten, zu quälen und zu töten. Das Buch ist klar und in einer meist leicht nachvollziehbaren logischen Argumentation aufgebaut und geschrieben, so dass es sich als einführende Lektüre in das Thema Tierrechte eignet. Dies wäre auch ein guter Grund, es ins Deutsche zu übersetzen. Eine Schwäche in Rachels' Darlegungen besteht allerdings darin, dass er zu sehr auf die Evidenz logischer Folgerungen vertraut, mithin zu sehr an den Menschen als "Vernunftwesen" glaubt. Bekanntlich hat Freud die Darwin'sche Entdeckung zu einer der drei "großen Kränkungen" des menschlichen Narzissmus gezählt, und dieser steht heute der Tierrechtsbewegung weit eher entgegen als religiöse Überzeugungen. Doch die Kritik des Vernunftbegriffes wäre ein anderes philosophisches Feld. A.K.T.E. - Redaktion / Franziska Ute Gerhardt Gebundene Ausgabe - 245 Seiten
Versuch über die Grundlagen der Moral Michael Hauskeller Michael Hauskeller behandelt in seinem Buch das Problem der Moral, das er darin sieht, einen Weg zu finden, andere Menschen sehen zu lassen, was man selber sieht. Er ist der Überzeugung, dass die Wertschätzung einer Sache um ihrer selbst willen den Kern jeder Moral darstellt. Er behandelt unter anderem den Personenbegriff, den er auch auf die meisten Tiere angewendet wissen will, das Klonen, den Utilitarismus (der das Einzelschicksal dem Glück aller Wesen hinten anstellt), den Präferenz-Utilitarismus (Ist es besser für ein Tier zu leben, auch wenn es als Schlachttier auf die Welt kommt, nur um gelebt zu haben?), die "Goldene Regel", die Ausblendung der Wirklichkeit des Anderen und das Mitleid, dem er argumentativ eine neue Basis als Moralgrundlage gibt: "Das erste Gebot, das man Menschen beibringen muss, von denen man will, dass sie anderen Menschen Gewalt antun, ist nicht etwa: Hört auf, vernünftig zu sein, sondern: Hört auf, Mitleid zu empfinden! Denn erst das Gefühl, die affektive Anteilnahme, schließt die Situation erstmals als eine moralisch relevante für uns auf. [...] So hat Schopenhauer das Mitleid von vornherein nicht als eine den Schwankungen des Augenblicks ausgesetzte Verwirrung der Seele verstanden, sondern als eine Erkenntnis, die, einmal gewonnen, ein für alle Mal das Handeln bestimmt, in Übereinstimmung mit den Maximen der Gerechtigkeit". Bezüglich unserer Verantwortung allen Lebewesen gegenüber gibt er eine auf der Seite 262 eindeutige Stellungnahme ab: "Ich bin nicht der Ansicht, dass wir, wie zuweilen behauptet wird, nur vor oder gegenüber anderen Menschen, nicht jedoch vor oder gegenüber der nichtmenschlichen Natur Verantwortung haben könnten. Auch ein Tier, dem ich Leid zufüge oder dessen Leid ich geschehen lasse, ohne ihm beizustehen, kann mich allein durch seinen Blick mit der stummen Frage nach der Berechtigung meines Handelns konfrontieren. Sein Blick, ja mitunter sein bloßes Dasein, lässt mich innehalten, fordert mich auf, meinem Handeln an ihm eine Grenze sein zu lassen und ruft mich so in die Verantwortung. Es gibt von der Sache her keinen Grund, die Verantwortung auf den Mensch oder alle vernünftigen Wesen zu beschränken." Dieses Buch über die Grundlagen der Moral beschränkt sich, wie wir in der kurzen Vorstellung gesehen haben, nicht, wie sonst üblich, einzig und allein auf den Menschen, sondern schließt alles Leben mit ein und bietet so eine Fülle von Argumentationshilfen und Denkanstößen. Also ein Buch, das jeder Tierschützer und Tierrechtler, der auch in Diskussionen die Oberhand behalten möchte, lesen sollte. A.K.T.E. - Redaktion / Manuela Schmidt Gebundene Ausgabe - 327 Seiten Vegetarische Hunde- und Katzenernährung
James A. Peden Viele Vegetarier und Veganer, die mit Hunden oder Katzen zusammenleben, befinden sich bei der Fütterung ihrer Hausgenossen in einem ethischen Zwiespalt. Während sich zunehmend die Erkenntnis durchsetzt, dass Hunde - mit der nötigen Fachkenntnis - relativ unproblematisch vegetarisch ernährt werden können, brauchen Katzen nach fast einhelliger Meinung "unbedingt hochwertiges tierisches Eiweiß" (Test Spezial "Katzen" der Stiftung Warentest, Ausgabe 1998, Seite 31); dies schließe "eine rein vegetarische Diät aus" (Mertens in Sambraus/Steiger, Das Buch vom Tierschutz, Seite 303). Dieser Auffassung tritt James A. Peden entgegen, der in den USA bereits seit 1986 ein rein pflanzliches Nahrungs-Ergänzungspulver für Hunde (Vegedog) und Katzen (Vegecat) herstellt und vertreibt. Das Buch enthält neben einer kurzen Darstellung der ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Gründe für die vegetarische Hunde- und Katzenernährung und einer vernichtenden Kritik an konventionellem Tierfutter viele Informationen über Nährstoffe und die Zusammenhänge zwischen Ernährung und häufig auftretenden Krankheiten. Eingestreut sind zahlreiche Erfahrungsberichte einzelner – teilweise abenteuerlich experimentierfreudiger - Kunden, die einerseits auflockernd wirken, sich andererseits aber negativ auf die Übersichtlichkeit auswirken. Peden gibt konkrete Einkaufstipps und Rezepte für die eigene Herstellung frischen veganen Hunde- und Katzenfutters unter Verwendung von Vegedog und Vegecat. Die angegebene Zusammensetzung dieser Pulver, die den ebenfalls abgedruckten Nährstoffanforderungen der AAFCO (Amerikanische Gesellschaft für die amtliche Nahrungsmittelkontrolle) genügen soll, ist nach Einschätzung einer von mir befragten Tierärztin in sich schlüssig. Die angeführten Vorschläge für das Vorgehen bei einer Nahrungsumstellung erscheinen sinnvoll. Neben den Ergänzungspulvern können auch Fertigprodukte, die auf der Basis von Vegedog und Vegecat entwickelt wurden, im Versandhandel erworben werden. Die benötigten Adressen finden sich im letzten, von den Herausgebern angefügten Anhang des Buches. Vegetarische oder vegane Ernährer von Hunden oder Katzen begegnen der Botschaft Pedens gewiss mit großer Sympathie. Bei aller spontanen Begeisterung sollte jedoch nicht übersehen werden, dass der Autor letztlich seine eigenen Produkte (durchaus werbend) beschreibt. Unabhängige Analysen der Zusammensetzung der Ergänzungspulver sind ebenso wenig zitiert wie wissenschaftliche Studien über die Auswirkungen der empfohlenen Ernährungsumstellung auf die Gesundheit der betroffenen Tiere. Solches Material hätte mehr überzeugt als die diversen begeisterten Anwenderzuschriften. Gleichwohl kann die Lektüre des informativen Buches ohne weiteres empfohlen werden. Jeder, insbesondere aber der für Katzen verantwortliche Leser sollte allerdings vor radikalen Maßnahmen unbedingt fachkundige Beratung in Anspruch nehmen. A.K.T.E. - Redaktion / Rolf Hohensee Taschenbuch
"Endlich Wunschgewicht!" Allen Carr Leseprobe: Fleisch - Es ist schwer, sich etwas Effektiveres vorzustellen als die Gehirnwäsche, die es zum Thema Fleischverzehr gibt. Die Ängste, die den Familien gemacht werden, ob sie auch genügend Fleisch essen; die Anzeigen, die uns dauernd bestürmen - französisches Geflügel, dänische Schinken und Lamm aus Neuseeland. Allein die Ausdrücke, die verwendet werden: bestes Rindfleisch, das schönste Stück vom Lamm. (...) Vielleicht mache ich ihnen den Mund wässrig. Ich habe Verständnis für Sie. Es ist schwer zu glauben, dass die Vorteile des Fleischessens gleich Null sind und die Nachteile bei weitem überwiegen. Was den Geschmack betrifft, gibt es nur wenige Nahrungsmittel, die nichtssagender als Fleisch schmecken. Tatsächlich wäre es schwierig, eine schlechter geeignete Nahrung als Fleisch für den Menschen zu entwickeln. (...) Den Mythos, man müsse Fleisch essen, um Eiweiß zu bekommen, haben wir bereits durchschaut. Die größten und stärksten auf dem Land lebenden Tiere sind Pflanzenfresser. Ach, höre ich Sie sagen, aber wer ist der König im Dschungel? Der Löwe, und Löwen sind Fleischfresser. Noch mehr irreführende Volksweisheiten. Der Löwe mag als König des Dschungels gelten, aber er ist bei weitem nicht so stark wie ein Elefant, und sollten Sie die Vorstellung haben von einem Löwen, der vor Energie sprüht, denken Sie daran, dass ein Löwe 20 Stunden am Tag schläft. Ein Orang-Utan, der kein Fleisch frisst, schläft nur sechs Stunden. (...) Wenn Sie das nächste Mal einen Naturfilm sehen, wo ein Löwe oder ein anderer Fleischfresser beim Erlegen einer Beute gezeigt wird, dann achten Sie einmal darauf, dass der Jäger der Beute zuerst den Magen aufreißt und den Mageninhalt frisst. Dadurch bekommt ein Löwe sein Eiweiß - von den Pflanzen, die von den Pflanzenfressern gefressen wurden. (...) Es ist schwer zu glauben, dass wir nicht zum Verzehr von Fleisch geschaffen wurden. Aber benutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand. Wenn Sie versuchen würden, rohes Fleisch zu essen, dann würden Sie es kaum kauen können, geschweige denn es verdauen. (...) Wir besitzen nicht die entsprechenden chemischen Stoffe, um Nährstoffe herauszuziehen und Abfallstoffe auszuscheiden. (...) Fleisch liefert in Wirklichkeit keine Energie. Gute Energie stammt aus den Kohlehydraten. Fleisch enthält sehr wenig Kohlehydrate. Was noch viel wichtiger ist: Fleisch enthält so gut wie keine der für eine gute Gesundheit und Verdauung absolut wichtigen Bestandteile: Faserstoffe! (...) Es gibt zwei wichtige Gründe, warum wir Fleisch kochen. Der wichtigste ist, dass wir es roh gar nicht essen können. Der zweite ist, dass es schnell anfängt zu verwesen und wir gefährliche Bakterien abtöten müssen. Aber Kochen tötet nicht nur die Bakterien, sondern auch die Nährstoffe in der Nahrung. Ein weiterer großer Schaden, der beim Kochen entsteht, ist, dass die absolut wichtige Feuchtigkeit verdampft. Fleisch hat sowieso schon wenig Flüssigkeit, bevor es gekocht wird. (...) Fleischfresser haben lange Schneidezähne oder Fangzähne und lange scharfe Krallen (...) Sie haben auch mehr Salzsäure bei der Verdauung als Menschen. Salzsäure wird zum Neutralisieren der Gifte im Fleisch verwendet. Fleisch verwest schnell, also haben Fleischfresser einen vergleichsweise kurzen Darm, um das sich zersetzende Fleisch so schnell wie möglich wieder auszuscheiden. Wir sind nicht einmal emotional zum Fleischessen geeignet. (...) Setzen Sie ein kleines Kind zusammen mit einem Kaninchen und einem Apfel in einen Laufstall. Wenn das Kind das Kaninchen isst und mit dem Apfel spielt, kaufe ich Ihnen ein neues Auto. (...) Wenn Sie das nächste Mal Lamm bestellen, dann denken Sie an eines dieser kleinen Bündel voller Lebensfreude. Glauben Sie, Sie könnten es selbst töten? (...) Ich will Ihnen nun nicht ins Gewissen reden und Sie auch nicht davon überzeugen, rein aus moralischen Gründen kein Fleisch mehr zu essen. Nein ich stelle nur fest, dass Menschen von Natur aus keine Fleischfresser sind. Wir haben weder den passenden Magen für den Fleischverzehr noch bringen wir es übers Herz, ein Tier zu töten. Vom natürlichen Instinkt her lieben wir Tiere. Die Vorstellung, unsere Haustiere zu essen finden wir abstoßend. (...) Finden Sie nicht, das irgendetwas nicht stimmt, wenn wir Tiere aufziehen, die uns vertrauen, weil wir sie füttern, schützen und versorgen, und dann dieses Vertrauen verraten, indem wir sie schlachten und essen? (...) Es ist eine Sache, ein Tier zu töten, um zu überleben, aber finden Sie nicht, dass es unnatürlich und böse ist, Lebewesen aufzuziehen, nur um sie schlachten und aufessen zu können? Es wäre zu entschuldigen, hätten wir nicht bereits eine Fülle an Nahrung und müssten es tun, um zu überleben. Aber wenn uns Fleisch übergewichtig macht, träge und krank, nicht das Geringste zu unserem Wohlbefinden beiträgt und uns davon abhält, das zu essen, was uns mit Energie und Gesundheit erfüllen würde, dann ist das nur noch Ignoranz und Dummheit! Milch - Der gesunde Menschenverstand nennt uns zwei absolut überzeugende und einleuchtende Gründe, warum wir keine Milch mehr trinken sollten. Der erste ist der, dass diese besondere Nahrung nur für den Nachwuchs der jeweiligen Art geschaffen ist. Sie ist sogar so zusammengesetzt, dass sich der Nährstoffgehalt mit dem Wachsen des Babys verändert. Der wichtige Punkt ist der, dass alle Säugetierbabys das Leben mit einer Ernährung beginnen, die nur aus Milch besteht. Aber so etwas wie die ultimative Milch gibt es nicht. Für jede Spezies gibt es eine andere Zusammensetzung. Die Milch eines Seehundes ist für seinen Nachwuchs ideal, für eine Maus wäre sie giftig. Der zweite wichtige Punkt ist, dass die Natur Milch für Babys vorgesehen hat. Sie hat auch eingeplant, dass alle Säugetiere zu einem verhältnismäßig frühen Zeitpunkt von Milch entwöhnt werfen. Kennen Sie irgendein erwachsenes Säugetier, abgesehen vom Menschen und seinen Haustieren, das Milch trinkt? Selbst Kühe trinken keine Milch! Für die A.K.T.E. - Redaktion / Gudrun Stammler Taschenbuch
Der Zeuge Eine Filmempfehlung Eddie Lama ist ein Bauunternehmer in der Bronx, einem rauen Stadtteil von New York. Was muss geschehen, damit er innerhalb weniger Wochen zum leidenschaftlichen Tierschützer wird? Was motiviert ihn - der in seinem bisherigen Leben mit Genuss Fleisch gegessen hat - ganz plötzlich zum Vegetarier zu werden? Was veranlasst einen einzelnen Mann dazu, den Kampf gegen die millionenschwere Pelzindustrie gerade auf den Luxusstrassen Manhattans aufzunehmen? Ein Wunder ist nur Ausdruck einer neuen Perspektive. Das ist die Botschaft der mehrfach preisgekrönten US-Dokumentation "Der Zeuge". Beurteilung: "Der Zeuge ist der vielleicht wichtigste und überzeugendste Film, der je über Tiere gemacht wurde." (Howard Rosenberg, Los Angeles Times) "Wenn die Augen wirklich das "Tor zur Seele" sind, bereiten sie sich darauf vor, dass dieses Tor weit aufgerissen wird. "Der Zeuge" wird Ihre Seele auf eine Art berühren, die Sie seit Jahren nicht empfunden haben. Es ist eine einfache, aber vielschichtige Geschichte. Eine Geschichte von einem Menschen, der sich in Katzen verliebt hat, eine Geschichte von Mitgefühl und Bewusstsein. Eine Geschichte von Eddie, dem Philosophen und Bauunternehmer aus Brooklyn. Es ist eine Geschichte von den Wundern, dem Wandel und den Veränderungen, die eine einzelne Person erreichen kann." (Joseph Connelly, Veg News) "Ab und zu kommt es vor, dass etwas unser Leben wirklich verändert. Das kann ein einzelner Satz sein, den ein geübter Redner mitten in einer Lehrrede spricht. Es kann ein Buch sein. Oder es kann ein Film wie der "Zeuge" sein, eine Dokumentation, die so ergreifend ist, dass allein die Möglichkeit sie zu sehen wie ein Geschenk ist." (Maribeth Abrams, Vegetarian Voice Magazine) "Ich konnte kaum aufhören zu lachen, als Eddie erzählte, aus welchen Gründen er das erste Kätzchen bei sich aufgenommen hat, das sein gesamtes Leben verändern würde. Später, als Eddie seine Botschaft des Mitgefühls in die Straßen von New York brachte, war ich den Tränen nahe." (Tiffany Refior, about.com) "Es ist gewagt, eine Präsentation als Erleuchtung zu bezeichnen. Doch bei dem "Zeugen" könnte das berechtigt sein. Die Folgerung ist klar, auch wenn sie nicht ausgesprochen wird: wenn ein harter Kerl wie Eddie mit seiner Lieblingskatze schmusen, Tiere lieben und für sie kämpfen kann, dann, verdammt noch mal, können wir das auch!" (Christopher Potter, The Ann Arbor News) "Früher war er ein Kettenraucher und Trinker, nun ist er Vegetarier und Tierrechtler. Lama glaubt, dass Nutz- und Pelztiere dieselben Ängste, Gefühle und Empfindungen haben wie unsere geliebten Haustiere, und er spricht mit großer Überzeugung über sein Anliegen. Eine effektive und überhaupt nicht sensationsgierige Produktion, die sowohl Erwachsene als auch Teenager bewegen wird." (Candace Smith, American Library Association Booklist) "... seine Aussagekraft ist atemberaubend. Wohldosiert, aber auch bewegend, erlaubt "Der Zeuge" uns genau das: Zeuge zu werden, zu sehen, mit offenem mund und feuchten Augen. Schauen Sie ihn an - er wird Sie verändern." (Isa Tousignant, The Hour - Montreal News Weekly) "Eine meisterhafte Tierrechts-Dokumentation, die Schönheit und Wahrheit vereint ... der Film arbeitet auf vielen Ebenen und erlaubt so zugleich einen einfachen, aber auch einen tiefgründigen Zugang zum "Tierbewusstsein". Er rangiert dabei unter den effektivsten cinematischen Plädoyers für soziale Veränderungen, die es bis heute gegeben hat." (Jeff Lydon, Satya Magazine) "Dieser bemerkenswerte Film ist oberflächlich gegen die Pelzindustrie gerichtet. In Wahrheit geht es aber um Transzendenz, um Erfüllung und um die Entdeckung und das Verstehen von Liebe gegenüber dem Leben ... bitte kauft dieses Video und zeigt es so vielen Menschen wie ihr könnt!" (Marla Rose, Vegan Street) "Dieses preisgekrönte Video, das von der amerikanischen Tierschutzgesellschaft empfohlen wird, kann eine positive Einstellung gegenüber Tieren fördern. Ich empfehle es für Oberschulen sowie für akademische und öffentliche Bibliotheken." (Marianne Eimer, Library Journal) "Diese Geschichte handelt von persönlicher Erfüllung und von Tierschutz. Der "Zeuge" inspiriert und informiert." (Lisa Jensen, Santa Cruz Good Times) "Der erste direkte und persönliche Kontakt zu einer Katze löst in einem Menschen, der sich bis dahin nur um das eigene Überleben gekümmert hat, eine explosive Wandlung seiner ethischen Grundanschauungen aus. Aus einer Katze werden mehrere, dann kommen andere Tierarten dazu und schließlich wird er zum Vegetarier. Und dabei versucht er noch, seine Umgebung "mitzunehmen", ohne diese missionarisch zu erdrücken. Ein phantastisches Beispiel, wie der Weg zu den Tieren und der Anerkennung ihrer rechte von jedem Menschen gegangen werden kann und wie jeder einzelne anfangen kann, sein direktes Umfeld zu verändern." (Dr. Kurt Simons, Menschen für Tierrechte, Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.) "Dieser Film hat mir hautnah mein Schlüsselerlebnis in Erinnerung gerufen, das mich zu meinem Engagement für Tierrechte gebracht hat ... ich habe wieder gespürt, was ich damals, vor mehr als 20 Jahren empfand: ich trage Verantwortung, ich muss mich ändern. Ich glaube, dass dieser Film mehr kann, als viele verbale Appelle, als Info-Stände und Tierrechts-Demonstrationen. Dieser Film erreicht ohne Umweg das Herz jedes Menschen, der noch Gefühle hat ..." (Dr. Madeleine Petrovic, stellvertretende Klubobfrau der grünen Parlamentsklubs, Österreich) »Das bemerkenswerte an dem film ist für mich einerseits der Umstand, dass die Erfahrung über das Leid der Tiere einen ganz normalen Menschen wie Dich und mich völlig verändern kann. Gleichzeitig macht der Film deutlich, dass auch der Einzelne durch seinen Einsatz einen wichtigen Teil zu einer positiven Entwicklung beizutragen vermag und niemand sich darauf hinausreden soll, er allein sei hilflos." (Dr. Barbara Helige, Präsidentin der Richtervereinigung Österreichs) "Ich möchte ihnen einen der wichtigsten Filme vorstellen, die ich in den letzten Jahren gesehen habe: den "Zeugen". Ich bin eine leidenschaftliche Tierschützerin und habe schon lange darauf gewartet, dass jemand so etwas schafft: die Darstellung der wahren Motivation vieler von uns, die sich mit so viel Kraft für die Tiere einsetzen. Der "Zeuge" schafft genau das. Er gibt dem theoretischen Gebäude, das so oft missverstanden wird, ein menschliches Gesicht. Wenn Sie den "Zeugen" sehen, werden Sie überzeugt sein, dass Eddie Lama ein wirklich außergewöhnlicher Mensch ist. Aber er ist nicht anders als wir, Sie oder ich. Eddies Geschichte handelt davon, wie man sein Leben ändern kann, und wie man für die eintreten kann, die sich nicht selbst helfen können - egal ob es um Tierrechte oder andere Themen geht. Der Film ruft uns alle auf, etwas zu verändern. In einer zynischen Welt ist das etwas, an das wir nicht oft genug erinnert werden können. Wenn Sie diesen Brief lesen, möchte ich um Ihre Hilfe bitten. Beginnen Sie damit, etwas zu verändern, und zeigen Sie den "Zeugen" all den Menschen, die Ihnen nahe stehen. Ich habe den Film selbst Dutzenden von Freunden und Kollegen gezeigt. Dabei habe ich selbst die überwältigende Wirkung des Films miterlebt. Anschließend können Sie den Film einem Freund geben und ihn auffordern, ihn weiteren Freunden zu zeigen. Oder veranstalten Sie eine öffentliche Vorführung in Ihrer Bibliothek, in der Schule oder in der Kirche - oder in irgendeiner anderen Organisation, in der Sie aktiv sind. Was Eddie Lama jeden Tag tut, verlangt außergewöhnlich viel Mut, Einsatz und harte Arbeit. Unser Teil der Aufgabe ist einfacher - wir müssen nur die Botschaft weitervermitteln. Bitte schließen Sie sich mir an - es ist eine lohnenswerte Aufgabe." (Alicia Silverstone) Weitere Infos zum Film: "Der Zeuge" A.K.T.E. - Redaktion / Ruben Schmitt
Meet Your Meat Eine Filmempfehlung 01. Detail-Informationen: 02. Ausführungen: 03. Alec Baldwin: 04. Paul Shapiro (Campaigns Director, Compassion over Killing): Glücklicherweise hat PeTA das Leben der Tierschützer wieder einmal ein wenig einfacher gemacht - mit dem jüngst erschienenen Film "Meet Your Meat". Es ist das kraftvollste Hilfsmittel für die Verbreitung des Vegetarisms, das ist kenne. Der Schauspieler Alec Baldwin (in der deutschen Version Alfonso Losa) erklärt die schockierenden, doch völlig der üblichen Praxis entsprechenden Bilder aus den Tierfabriken, die oftmals undercover aufgenommen wurden. Die 12-minütige Dokumentation erzählt chronologisch, was mit jeder der drei am meisten gequälten Tierarten in der industriellen Tierzucht passiert. Für jemanden, der die wahre Herkunft von Fleisch, Eiern und Milch nicht kennt, ist der Film eine grausamer, aufrüttelnder Schock. Egal ob es um in Käfigen eingesperrte Legehennen geht, die nicht einmal einen Flügel ausstrecken können. Oder um Kälber, die am Tag ihrer Versteigerung so klein und schwach sind, dass sie nicht einmal laufen können. Oder um Schweine, die sich in ihren Gefängnissen nicht einmal umdrehen können ... "Meet Your Meat" versucht gar nicht erst, dem Zuschauer die grausame Wirklichkeit zu ersparen. Und bewegt damit viele, die erstmals einen Blick hinter die Kulissen getan haben, zum Verzicht auf Fleisch und den Start in eine vegetarische Zukunft. Ein Schüler, der eine Vorführung des Films besucht hatte, hat mir kürzlich eine E-Mail geschickt: "Ich habe mich beim Essen von Fleisch schon immer schlecht gefühlt, weil es bedeutete, dass ein Tier getötet worden war. Doch ich hatte überhaupt keine Vorstellung davon, wie grauenhaft auch das Leben dieser Tiere ist! Der Film hat mich so schockiert, dass ich Vegetarier wurde. Inzwischen habe ich gute Rezepte und Informationen zur richtigen Ernährung, und ich werde nie wieder zum Fleischessen zurückkehren." Dieses eine Zitat überzeugt Sie nicht von dem gewaltigen Potential des Films? Dann sollten Sie sich die Gesichter der Zuschauer ansehen, die jeden Dienstag und Freitag in Washington im Rahmen unseres "FaunaVision" Projekts mit dem Film konfrontiert werden. Sie zerstreuen jeden Zweifel daran, dass der "Meet your Meat" das beste Werkzeug ist, das die Lobby der Vegetarier hat. Ob elegante gekleidete Geschäftsleute oder Spaziergänger in kurzen Hosen - Menschen aller Art werden von den grausamen Szenen an den Bildschirm gefesselt und sehen die Folgen ihres Appetits auf Fleisch. Kein anderer Film ist besser geeignet, einen Überblick über die schlimmsten Praktiken innerhalb der industriellen Tierhaltung zu geben. Falls Sie den Film noch nicht gesehen haben, sehen Sie ihn an. Falls Sie ihn noch nicht ihren Freunden und Verwandten gezeigt haben, tun Sie es jetzt. Die Tiere brauchen alle Hilfe, die sie bekommen können. "Meet Your Meat" zeigt das ganz klar. 05. Hinweise: Infos übernommen von: veganbasics.com A.K.T.E. - Redaktion / Ruben Schmitt Bestellmöglichkeit:
Veganissimo Von Lars Thomsen, David Cowles-Hamar und Claudio Staudter Die Veganissimo-Reihe besteht aus 3 kleinen Büchlein, welche voll wichtiger Informationen stecken! Sachliche Daten und Fakten, schlicht und informativ. Band Eins: Tierliche Inhaltsstoffe und ihre Alternativen
Band Zwei: Das Handbuch der Tierrechte
Band Drei: Literaturverzeichnis der Tierrechte
Broschüren Online lesbar und bestellbar unter: www.veganissimo.vegan.de A.K.T.E. - Redaktion / Ruben Schmitt
Die Botschaft der Baumfrau Julia Butterfly Hill Buchauszug: "Diesem Baum, dem Wald und allen Menschen gab ich mein Wort, dass meine Füße die Erde nicht mehr betreten, bis ich alles in meiner Macht Stehende getan hätte, um die Welt auf dieses Problem aufmerksam zu machen und die Zerstörung zu beenden." Mit allen Mitteln wollte die Holzfirma Maxxam die junge Baumbesetzerin vertreiben. Stundenlang umkreiste ein Großhubschrauber den Baumgipfel und versuchte sie wegzublasen. Wochenlang unterbrachen private Wachdienste jeglichen Nachschub. Mit Lärmterror und grellem Scheinwerferlicht bei Nacht versuchte man sie zu zermürben. Am härtesten jedoch setzten der 23-Jährigen die Naturgewalten zu, in Form von Hagelstürmen mit Windgeschwindigkeiten über 150 km/h. Sie brachten Julia an den Rand der Verzweiflung. Doch gelang es ihr immer wieder, Kraft und Zuversicht zu mobilisieren. Für zahllose Menschen weltweit wurde "die Baumfrau", zu einer Symbolfigur für Zivilcourage und das, was entschlossenes Engagement des Einzelnen bewirken kann. Autorin: Julia Butterfly Hill wurde 1974 in Mount Vernon als Tochter eines Wanderpredigers geboren. Sie verdiente ihr Geld in einem Restaurant und als Fotomodel, als sie 1996 ein Autounfall beinahe das Leben kostete. Die Nahtoderfahrung krempelte ihr Leben gänzlich um. Sie suchte nach Lebenssinn, begab sich auf die Reise zu den spirituellen Plätzen der Erde und kam in Kontakt mit Umweltgruppen. Mit den Aktivisten von Earth First vereinbarte sie im Dezember 1997, durch eine Baumbesetzung die Öffentlichkeit auf das Abholzen der uralten Baumbestände in Nordkalifornien aufmerksam zu machen. Julias Konsequenz und Tapferkeit führten schließlich zum Erfolg der Aktion und zu einem weltweiten Medienecho. Informationen aus gleichnamigen Buch entnommen. A.K.T.E. - Redaktion / Sabine Jedzig Bestellmöglichkeit: |
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