"Weisheit und Dummheit" Sentenzen über Tierschutz, Tierrecht und Moral-Philosophie von Naturwissenschaftlern, Philosophen, Schriftstellern, Künstlern, Politikern, Eminenzen und Hochwürden von der Antike bis zur Gegenwart mit biografischem und geschichtlichem Background. Übersicht A Aristoteles (384-322 v. Chr.) Griechischer Philosoph, Schüler des Plato. Neben Platon und Sokrates der bedeutendste Philosoph des Altertums. Aristoteles wurde in Makedonien geboren und studierte in Athen an Platons Akademie. Dort blieb er 20 Jahre lang, anfangs als Student später als Lehrer. Er war der Erzieher Alexander des Großen. Als Alexander König wurde, gründete er in Athen seine eigene Schule, das Lykeion. Nach Alexanders Tod verbreitete sich in Athen eine starke antimakedonische Gesinnung, die Aristoteles als Makedonier zwang, sich auf sein Landgut auf Euböa zurückzuziehen. Hier starb er im darauf folgenden Jahr. "Wie der Mensch in seiner Vollendung das edelste aller Geschöpfe ist, so ist er, losgerissen von Gesetz und Recht, das schlimmste von allen." Aufhauser, Michael Michael Aufhauser, geboren in Augsburg als Sohn eines reichen Unternehmers der Pharma- und Chemieindustrie. Nach dem Besuch von Elite-Schulen in München lebte er zwischenzeitlich in Florida, Monte Carlo und viele Jahre in Boston in der Welt der Schönen und Reichen. Als "schwarzes Schaf" der Familie nahm er Schauspielunterricht, um seine Bühnenambitionen zu verwirklichen. Auf Schloss Schleissheim lernte Aufhauser den Fürsten Thurn und Taxis kennen und wurde zu dessen Ziehsohn. Heute betrachtet sich der vermögende Privatier als "Diplomat der Tiere" und setzt sich laut eigenen Aussagen ("Mein Leben gilt der Rettung gequälter Tiere.") seit 15 Jahren - nach einem traumatischen Erlebnis in den Straßen Malagas, wo Hunde vergast werden sollten - für den Tierschutz-Gedanken ein. Er investierte acht Millionen Euro aus seinem Privatvermögen in das 30 Hektar große "Gut Aiderbichl" in Henndorf bei Salzburg, das zu einem Gnadenhof für gequälte Tiere von ihm umgestaltet wurde. Testamentarisch sicherte er sein privates Tierschutz-Projekt für 199 Jahre ab. Der Schwerpunkt seiner Arbeit basiert auf der Tatsache, dass rund 90 Prozent der Bevölkerung sich gegen Langstrecken-Tiertransporte und gegen qualvolle Massenhaltung von "Nutztieren" aussprechen. Laut eigenen Angaben ist er Vegetarier geworden. ("Das wurde ich zwangsweise nach all den Erfahrungen, die ich bei meiner Arbeit als Tierdiplomat mache.") "Bauern sind Tierschützer der vernünftigen Art. Dazu zähle ich mich mit meinem Kreis auch. Gute Haltung und schonendes Schlachten sind Grundsätze, die uns verbinden. Eines meiner Ziele ist es, Pferdeschlachttage in österreichischen Schlachthöfen einzuführen und gekühltes Fleisch nach Italien zu senden, um den qualvollen Lebend-Tiertransporten auf lange Sicht einen Riegel vorzuschieben. Dass dieser Schlachtvorgang stress- und angstfrei gestaltet werden soll, findet gerade bei den Bauern einstimmig Befürwortung. Tierschutz heißt auch, dem Beruf des Metzgers die entsprechende Achtung entgegen zu bringen. Leider werden auf diesem Gebiet in weiten Teilen Europas die fachkundigen Spezialisten durch Hilfskräfte ersetzt, die keine Qualifikationen nachweisen können." "Gut Aiderbichl soll die Fleischproduktion nicht in Frage stellen." "... mein Ziel ist der Rindsbraten mit der Empfehlung von Gut Aiderbichl." B Basilius der Grosse (329 bis 379) Kirchenlehrer und Erzbischof von Cäsarea, genannt Basilius der Große. Basilius stammte aus Caesarea (Kappadokien) in der heutigen Türkei. Verfasser umfangreicher Schriften zur Gestaltung des Klosterlebens und dogmatischer Abhandlungen. (De Spiritu Sancto und die Moralia, eine Sammlung asketischer Sittenregeln) Gründer des Ordens der Basilianer. Ab 370 Bischof von Caesarea, gestorben 1. Januar 379. "Der Leib, der mit Fleischspeisen beschwert wird, wird von Krankheiten heimgesucht, eine mäßige Lebensweise macht ihn gesünder und stärker und schneidet dem Übel die Wurzel ab. Die Dünste der Fleischspeisen verdunkeln das Licht des Geistes. Man kann schwerlich die Tugend lieben, wenn man sich an Fleischgerichten und Festmahlen erfreut. Unser Tisch muss zum Denkmal der Tafel wahrer Christen dienen." Bentham, Jeremy (1748-1832) Britischer Philosoph, Ökonom und Jurist. Er gilt als Begründer des Utilitarismus. Verfasser einer umfassenden Reform des britischen Rechtssystems sowie einer Theorie über Recht und Moral. (Introduction to the Principles of Morals and Legislation - Einführung in die Prinzipien von Moral und Gesetzgebung) Bentham war der Leiter einer Reform-Gruppe von Philosophen, denen auch James Mill und dessen Sohn John Stuart Mill angehörten. In seiner "Introduction to the Principles of Morals and Legislation" entwickelte er den Utilitarismus als Fundament einer gerechten Moral. Moralisches Handeln müsse, so behauptete Bentham, stets das größtmögliche Glück für die größtmögliche Zahl von Menschen erwirken. Auf seinen eigenen Wunsch wurde sein Leichnam vor den Augen seiner Freunde seziert. Sein völlig bekleidetes Skelett steht noch heute in einer Glasvitrine des Londoner University College. "Der Tag wird kommen, an dem auch den übrigen lebenden Geschöpfen die Rechte gewährt werden, die man ihnen nur durch Tyrannei vorenthalten konnte. Die Franzosen haben bereits erkannt, dass die Schwärze der Haut kein Grund ist, einen Menschen schutzlos den Launen eines Peinigers auszuliefern. Eines Tages wird man erkennen, dass die Zahl der Beine, die Behaarung der Haut und das Ende des os sacrum sämtlich unzureichende Gründe sind, ein empfindendes Lebewesen dem gleichen Schicksal zu überlassen. Aber welches andere Merkmal könnte die unüberwindliche Grenzlinie sein? Ist es die Fähigkeit zu denken oder vielleicht die Fähigkeit zu sprechen? Doch ein erwachsenes Pferd oder ein erwachsener Hund sind weitaus verständiger und mitteilsamer als ein Kind, das einen Tag, eine Woche oder sogar einen Monat alt ist. Doch selbst wenn es nicht so wäre, was würde das ändern? Die Frage ist nicht: Können sie denken? oder: Können sie sprechen?, sondern: Können sie leiden?" "Die Frage hat für die Menschen nicht zu lauten: Können die Tiere denken? Sondern sie hat zu lauten: Können die Tiere leiden? Darüber aber gibt es wohl keinen Streit, und das Wissen um diese Leidensfähigkeit muss daher die Hauptsache sein bei jeder Betrachtung der Tierseele durch den Menschen." Bircher-Benner, Max Oskar (1867-1939) Schweizer Arzt, Begründer der neuzeitlichen vegetarischen Ernährungstherapie. "Je mehr Raum die Fleischnahrung und die Reizmittel in der Kost einnehmen, um so geringer werden die Leistungen, die Tugend und physischen Kräfte eines Volkes. In denjenigen Völkern aber, welche an einer ausschließlich oder vorwiegend pflanzlichen Kost festhalten, schlummert eine überraschende Entwicklungskraft. Die Wirkung der Nahrung erstreckt sich nicht nur auf das Individuum, sondern auf die Reihe der Generationen." Brecht, Berthold (1898-1956) Schriftsteller und Regisseur, bedeutender deutschen Dramatiker. Sein experimentelles Theater übte großen Einfluss auf die Entwicklung des modernen Dramas aus. 1917 studierte Brecht, unterbrochen von einem Kriegsdienst, Medizin an der Universität München. 1924 begann Brecht sich intensiv mit dem Marxismus zu beschäftigen, dessen Theoreme nun prägend für seine weiteren Arbeiten wurden. Als entschiedener Gegner Adolf Hitlers ging Brecht am Tag nach dem Reichstagsbrand im Februar 1933 in die Emigration. Eine Aufführung der "Maßnahme" war zuvor polizeilich gestört und der Veranstalter wegen Hochverrats angeklagt worden. Die "Heilige Johanna der Schlachthöfe" mit dem Thema des erfolglosen Kampf einer modernen Jeanne D'Arc gegen einen Chicagoer Fleischfabrikanten wurde erst gar nicht mehr aufgeführt. Brecht lebte zunächst in der Schweiz und ließ sich 1933 in Dänemark nieder, wo er mit Unterbrechungen bis 1939 lebte. Nach einer Reise in die Sowjetunion 1935 wurde ihm von den Nationalsozialisten offiziell die Deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Über Schweden, Finnland und die Sowjetunion gelangte Brecht 1941 schließlich nach Kalifornien. 1948 kehrte Brecht zunächst nach Zürich und ein Jahr später nach Deutschland zurück. Nachdem ihm die westdeutschen Behörden die Einreise verweigert hatten, ließ er sich in Ostberlin nieder und gründete zusammen mit Helene Weigel das Berliner Ensemble. Nach seinem Tod avancierte er zum Nationaldichter der DDR. Bedeutende Werke: "Mutter Courage und ihre Kinder", "Dreigroschenoper", "Legende vom toten Soldaten", "Die Ausnahme und die Regel", "Die Heilige Johanna der Schlachthöfe", "Die Maßnahme", "Der Kaukasische Kreidekreis", "Herr Puntila und sein Knecht Matti", "Das Leben des Galilei", "Buckower Elegien". "Welche Krankheit könnte so gefährlich sein, wie es der Mensch ist?" "Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral." Buddha (um 563 - 486) Ehrentitel für Siddharta Gautama, Stifter des Buddhismus. Sanskrit: der Erwachte, der Erleuchtete. Buddha wurde in Kapilavastu als Sohn eines Provinzfürsten im heutigen Nepal geboren. Mit 35 Jahren gelangte Buddha in Gaya, im heutigen Staat Bihar, unter einem Feigenbaum zur "Erleuchtung". Er erkannte die so genannten "Vier edlen Wahrheiten": dass jegliche Existenz vom Leiden bestimmt ist, dass Unwissenheit, Missgunst und materielles Denken das Leid verursachen; dass ihre Überwindung das Leiden beendet und dass die Beendigung des Leidens durch Moral, Achtsamkeit, Versenkung und Weisheit erreicht werden kann. Nach einem erfüllten Leben als Prediger verstarb Buddha im Alter von 80 Jahren an einer Lebensmittelvergiftung, wahrscheinlich einem Pilzgericht. (Einige Mönche behaupten bis heute, es sei ein Wildschweingericht gewesen, das verdorben war, und Buddhas Tod sei die "karmische Vergeltung" für den Fleischgenuss.) Der Legende zufolge umringten trauernde Tiere und Menschen sein Sterbelager. Der ursprüngliche Buddhismus ist heute noch in einigen Teilen Indiens, aber vor allem in Ceylon, Burma, Laos, Kambodscha und in Thailand anzutreffen. (Theravada-Buddhismus) In China, Japan, Tibet, Korea und anderen asiatischen Ländern werden der Mahayana- und der Vajrajana-Buddhismus praktiziert, die Sonderformen bzw. Weiterentwicklungen des ursprünglichen Buddhismus darstellen, die durch Einflüsse anderer Religionen entstanden sind. "Wer Fleisch zu sich nimmt, tötet die Saat des großen Erbarmens." "Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge ein Übel treffen. Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen! Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht." "Das Denken eines Weisen zeichnet sich dadurch aus, dass er zugleich an das eigene Heil, an das Heil des anderen, an das beiderseitige Heil und an das Heil aller Lebewesen denkt." Busch, Wilhelm (1832-1908) Deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler. Bekannt durch seine sarkastischen, aber auch moralischen Bildergeschichten (Max und Moritz). Pessimistische Weltsicht, kritische Haltung gegenüber den Schwächen und der verlogenen Moral seiner Mitmenschen. Satirische Attacken gegen den Katholizismus. "Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt." "Mit allen Kreaturen bin ich in schönster Seelenharmonie. Wir sind verwandt, ich fühle es innig, und eben darum liebe ich sie." "Das Messer blitzt, die Schweine schrein,
man muss sie halt benutzen. C Canetti, Elias (1905-1994) Schriftsteller spanisch-jüdischer Herkunft, der zu den einflussreichsten Autoren des 20. Jahrhunderts gehört. Er wurde in Bulgarien geboren, absolvierte ein Studium der Naturwissenschaften in Wien und emigrierte 1938 nach London, wo er bis kurz vor seinem Tod blieb. Nach ersten Versuchen als Dramatiker entstand 1936 Canettis einziger Roman, "Die Blendung". Seine Werke erschienen zunächst in Deutsch, das er mit acht Jahren erlernt hatte. Beeinflusst wurde er durch die Psychoanalyse Sigmund Freuds und die Sprachphilosophie des Gesellschaftskritikers Karl Kraus. Canetti schrieb zeitkritische Dramen wie zum Beispiel "Die Hochzeit", "Komödie der Eitelkeit" und "Die Befristeten". Zu seinem Essaywerk zählen unter anderem "Der andere Prozess. Kafkas Briefe an Felice" und "Das Gewissen der Worte", "Das Geheimherz der Uhr" und "Die Fliegenpein". 1972 wurde Canetti mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet, 1981 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. "Wann werden alle Tiere schießen lernen? Wann wird es für jeden Jäger gefährlich werden zu schießen? Wann werden Tiere wie Rebellen Gewehre stehlen, beiseite schaffen und sich im Schießen üben? Horntiere hätten es besonders gut, aber auch mit Zehen und mit Zähnen ließe sich auf Jäger schießen." "Es schmerzt mich, dass es nie zu einer Erhebung der Tiere gegen uns kommen wird, der geduldigen Tiere, der Kühe, der Schafe, allen Viehs, das in unsere Hand gegeben ist und ihr nicht entgehen kann." Chrysostomus, Johannes (um 349 bis 407) Griechischer Kirchenlehrer und Patriarch von Konstantinopel. Er wird als einer der vier großen griechischen Kirchenväter verehrt. 398 wurde Johannes von Kaiser Arkadius des Oströmischen Reiches, zum Patriarchen von Konstantinopel ernannt. Seine Predigten gegen die Lasterhaftigkeit führten dazu, dass er auf Betreiben von Theophilos, dem Patriarchen von Alexandrien und der Kaiserin Eudoxia, im Jahr 403 aus der Hauptstadt verbannt wurde. Kurz darauf wurde er zurückgerufen, im Jahr 404 jedoch endgültig in die Einsamkeit des Taurusgebirges verbannt. "Keine Ströme von Blut fließen hier, kein Fleisch wird geschlachtet und zerhackt, leckere Kost und schwerer Kopf ist diesen Mönchen unbekannt. Cicero, Marcus Tullius (106 - 43 v. Chr.) Römischer Staatsmann, Redner und Philosoph. Ciceros literarische Hauptwerke sind: "De oratore" (Der Redner), "De re publica" (Der Staat) und "De legibus" (Die Gesetze). Nach der Ermordung von Julius Caesar im Jahr 44 v. Chr. übernahm er im Römischen Senat die führende Rolle. Cicero wurde am 7. Dezember 43 v. Chr. ermordet. "Ich bitte dich nicht, mich zu verschonen, wenn du in Not bist, sondern nur, wenn du frevelhafte Begierde hast. Töte mich, um zu essen, aber morde mich nicht, um besser zu essen!" D Darwin, Charles Robert (1809-1882) Britischer Naturforscher und Begründer der Evolutionstheorie. Er entwickelte das Konzept der "Natürlichen Selektion", die in einem natürlichen und lange dauernden Prozess zu Veränderungen durch Anpassungen (Evolution) und zur Entstehung aller Lebensformen führt. Die Evolutionstheorie beeinflusste Biologie und Geologie und hat daneben auch auf die Philosophie große Wirkung ausgeübt. Darwin wurde am 12. Februar 1809 als fünftes Kind einer reichen englischen Familie geboren. Nachdem Darwin 1825 die Shrewsbury School abgeschlossen hatte, studierte er in Edinburgh Medizin. 1827 brach er das Medizinstudium ab und ging nach Cambridge, um dort Theologie zu studieren. Hier lernte er den Geologen Adam Sedgwick und den Botanikprofessor John Stevens Henslow kennen, die sein Interesse an biologischen und geologischen Fragen förderten. Nach dem Abschluss seines Theologiestudiums (1831) konnte Darwin auf Empfehlung Henslows als unbezahlter Naturwissenschaftler an einer fünfjährigen Expedition an Bord des königlichen Forschungs- und Vermessungsschiffs "Beagle" teilnehmen. Der Aufenthalt auf den Galapagos-Inseln vor der Küste Ecuadors bedeutete für ihn den Durchbruch über die Entstehung von Arten. Die erste Veröffentlichung seines Buches "On the Origin of Species by Means of Natural Selection" - (Über die Entstehung der Arten im Tier- und Pflanzenreich durch natürliche Auslese) - erschien 1859. Das Buch war am Tag seines Erscheinens bereits ausverkauft; es folgten sechs weitere Auflagen. Die härtesten Angriffe gegen Darwins Theorie gingen nicht von der Naturwissenschaft aus, sondern von religiös motivierten Gegnern und vor allem von den Amtskirchen. Der Gedanke, dass Lebewesen sich im Zuge natürlicher Prozesse entwickeln, widersprach der Vorstellung von der besonderen Schöpfung des Menschen durch Gott und stellte den Menschen scheinbar auf eine Stufe mit dem Tier. Da diese Aussagen im Widerspruch zur Bibel standen, wurden sie mit aller Schärfe zurückgewiesen und bekämpft. "Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude
und Schmerz, Glück und Unglück."
Deschner, Karl Heinrich (* 1924) Deutscher Schriftsteller, studierte an der Universität Würzburg Literaturwissenschaft, Philosophie und Geschichte. Promotion zum Dr. phil. 1951 mit der Arbeit über "Lenaus Lyrik als Ausdruck metaphysischer Verzweiflung". Karlheinz Deschner hat Romane, Literaturkritik, Essays, Aphorismen, aber vor allem religions- und kirchenkritische Geschichtswerke veröffentlicht. 1971 stand er in Nürnberg wegen "Kirchenbeschimpfung" vor Gericht. Im Sommersemester 1987 nahm Deschner an der Universität Münster einen Lehrauftrag an zum Thema "Kriminalgeschichte des Christentums". Für sein literarisches Werk wurde Karlheinz Deschner mit dem Arno-Schmidt-Preis ausgezeichnet, im Juni 1993 mit dem Alternativen Büchnerpreis und im Juli 1993 als erster Deutscher mit dem International Humanist Award. Im Herbst 2001 wurde er mit dem Erwin-Fischer-Preis ausgezeichnet und im November 2001 erhielt er den Ludwig-Feuerbach-Preis. "Ich glaube, dass das bißchen Verstand uns nicht so über das Tier erhebt, wie das Christentum behauptet." "Gegenüber dem Tier ist der Mensch Gewohnheitsverbrecher." "Im Christentum ist das Tier eine Sache; bloßes Ausbeutungs-, Zucht-, Jagd-, und Fressobjekt, der Mensch der Todfeind des Tieres, sein Teufel." "Ehrfurcht vor dem Tier hegten selbst schon kirchliche Kreise. Zumindest behauptet Lichtenberg, dass Mönche der Gascogne eine Maus für heilig hielten, die eine Hostie gefressen hatte." "Eine Gesellschaft, die Schlachthäuser und Schlachtfelder verkraftet, ist selber schlachtreif." "Verdient eine Menschheit, die Trilliarden Tiere tötet, nicht eben das, was sie dem Tier antut?" "Da die Krone der Schröpfung der Mensch, die Krone des Menschen der Pfaffe ist, lässt sich von ihm für das Tier am wenigsten erhoffen." Dostojewskij, Fjodor Michailowitsch (1821-1881) Russischer Schriftsteller, bedeutender Autor des 19. Jahrhunderts. Wegen revolutionäre Umtriebe wurde er zum Tode verurteilt, begnadigt und in ein Arbeitslager nach Sibirien verbannt. Hier vollzog sich seine Wandlung vom atheistischen Sozialisten zum gläubigen Christen. Bekannte Werke: "Die Brüder Karamasow", "Schuld und Sühne", "Der Idiot", "Die Dämonen", "Der Spieler", "Leidenschaft zur Qual". "Liebe die Tiere, liebe jegliches Gewächs und jegliche Dinge! Wenn du alles liebst, so wird sich dir das Geheimnis Gottes in allen Dingen offenbaren, und du wirst schließlich alle Welt mit Liebe umfassen!" Drewermann, Eugen (*1940) Deutscher Theologe, Philosoph, Priester, Psychotherapeut. Eugen Drewermann studierte Philosophie, Theologie und Psychoanalyse. Mit der Einführung der Wehrpflicht 1956 geriet er zum ersten Mal in Konflikt mit der katholischen Kirche, weil er wegen seiner pazifistischen Überzeugung den Wehrdienst verweigerte. Die katholische Kirche hatte in der intensiven politischen Debatte die Auffassung vertreten, ein Katholik habe nicht das Recht, den Wehrdienst zu verweigern. Priesterweihe 1966, danach Gemeindedienst und Studentenseelsorge. Mit der Arbeit "Strukturen des Bösen. Die jahwistische Urgeschichte in exegetischer Sicht" habilitierte er sich 1978. Bis 1991 war er Privatdozent für Religionsgeschichte und Dogmatik an der kirchlichen Hochschule in Paderborn. Aufgrund seiner kritischen Haltung gegen über der Amtskirche, und weil er seine in vielen Belangen von der Kirchenführung abweichenden Meinungen nicht korrigieren wollte, entzog ihm Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt im Oktober 1991 die kirchliche Lehrerlaubnis. Danach folgte Predigtverbot und im März 1992 die Suspension vom Priesteramt. Nach der Suspension erhielt Drewermann einen Lehrauftrag für Soziologie und Kulturanthropologie an der Gesamthochschule in Paderborn. Drewermann ist heute als freier Schriftsteller tätig und bietet daneben auf Grund seiner psychotherapeutischen Ausbildung kostenlose Einzelgespräche an. Er gehört zu den begehrtesten Rednern in Europa, wenn es um Fragen zu Religion, Bibelauslegung, Märchenanalyse oder um das Verhältnis zwischen Tier und Mensch geht. Drewermann beschäftigt sich ebenfalls sehr intensiv mit einer neuen christlichen Tier-Ethik. Tiere seien nicht geschaffen worden, um dem Mensch zu dienen oder von ihm benutzt zu werden, so wie dies das christliche Dogma lehrt. Eugen Drewermann spricht sich deutlich gegen die Ausbeutung der Tiere aus, die in Industriegesellschaft ihren Höhepunkt erreicht habe. Über 70 Buchveröffentlichungen. "Jesus von Nazareth - Befreiung zum Frieden", "Glauben in Freiheit", "Im Anfang... Die moderne Kosmologie und die Frage nach Gott", "Tod oder Leben. Vom Sinn und Unsinn des Gottesglaubens" "Gedenke auch unserer älteren Schwestern und Brüder, der Tiere. Verbiete dem Menschen, Tiere zu töten, um sie zu essen. Denn auch sie sind fühlende Wesen, auch in ihnen wohnt die Sehnsucht nach Leben; unsere Weggefährten sind sie auf dem gemeinsamen Weg zur Unsterblichkeit. Solange noch Menschen Tiere töten, werden sie auch Kriege führen. Solange Menschen Tiere essen, werden sie ihre unschuldigen Opfer zu Tode quälen: zu Hunderttausenden in den Labors und Massenzuchtanstalten, zu Millionen in den Schlachthöfen der Städte, zu Myriaden in den Weltmeeren. Ihr Blutstrom darf nicht länger mehr als Nahrung dienen, ihr Leib nicht länger mehr als Rohstoff, ihr Leben nicht länger mehr als Lebensmittel für uns Menschen. Verbiete uns, Herr, das tägliche Fleisch. Das tägliche Brot gib uns heute." "Das christliche Dogma hindert, den simpelsten Beobachtungen zu trauen, wenn es um die Tiere geht. Sie dürfen keine dem Menschen verwandten Züge aufweisen, sie müssen als seelenlose Maschinen gesehen und vor allem behandelt werden." "Ich selbst erinnere mich aus meiner Studienzeit der Dogmatik-Vorlesungen eines heute berühmten deutschen Bischofs, in denen er im Rahmen der "Schöpfungslehre" die Einzigartigkeit des Menschen beschwor und dann seinen Hörern treuherzig versicherte, es könne dem Fisch und dem Hasen gar nichts Besseres passieren, als vom Menschen gegessen zu werden, denn dies entspreche der Rangmäßigkeit der Schöpfungsordnung: die etwa 500 Zuhörer quittierten diese Darlegung mit wohlgefälligem Lachen – offenbar erleichtert, denn ein urtümliches Gefühl des Unbehagens und der Schuld, das solche Ausführungen im Abendland immer wieder nötig macht, verschwand bei dieser appetitlichen Theologie." "Die Bibel selbst enthält außer einer einzigen kümmerlichen Stelle, dass der Gerechte sich seines Viehs erbarmt, und dem Gebot, dem dreschenden Ochsen nicht das Maul zu verbinden, nicht einen einzigen Satz, wo von einem Recht der Tiere auf Schutz vor der Rohheit und Gier des Menschen oder gar auf Mitleid und Schonung in Not die Rede wäre." E Einstein, Albert (1879-1955) Deutsch-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger, weltweit bekannt als Schöpfer der speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie sowie durch seine Hypothese zur Teilchennatur des Lichtes. Einstein nutzte seinen Ruhm, um auch politisch Einfluss zu nehmen. Unter anderem unterstütze er die pazifistischen Bestrebungen vieler seiner Zeitgenossen. Als Adolf Hitler 1933 an die Macht kam, beschloss Einstein, von Lehrveranstaltungen in den USA nicht mehr nach Deutschland zurückzukehren. Er übernahm eine Stelle am Institute for Advanced Study in Princeton (New Jersey). "Nichts wird die Gesundheit des Menschen und die Überlebenschancen aller Lebensformen auf dieser Welt so sehr fördern, wie die Evolution zur vegetarischen Ernährung." "Rein durch ihre physische Wirkung auf das menschliche Temperament würde die vegetarische Lebensweise das Schicksal der Menschheit äußerst positiv beeinflussen können." "Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung." "Es gibt zwei Dinge, die unendlich groß sind: das Universum und die menschliche Dummheit." EKD, Evangelische Kirche in Deutschland Zusammenschluss von 26 lutherischen, reformierten und unierten Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland. Rund 30 Millionen Mitglieder. Vertritt in der Öffentlichkeit und gegenüber politischen Institutionen gesamtkirchliche Anliegen. In einer jährlichen Kirchenkonferenz werden die Grundzüge der Kirchenpolitik erarbeitet. (Aus: Zur Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf) G Gandhi, Mahatma (1869-1948) Gandhi, Mohandas Karamchand, genannt Mahatma. Politiker (Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung) und Philosoph, Nobelpreis 1913. Jurastudium in London, längerer Aufenthalt (20 Jahre) in Südafrika als Rechtsberater einer indischen Firma. Dort beginnt er seinen Kampfes für die Grundrechte der Inder. Mehrmalige Inhaftierung in dieser Zeit. Durch seine Erlebnisse und unter dem Eindruck persönlich erfahrener Gewalt entwickelte Gandhi die Politik des gewaltlosen Kampfes, des passiven Widerstands sowie der Verweigerung der Zusammenarbeit mit Behörden. Er wurde beeinflusst durch die Werke von Tolstoj und Henry David Thoreau (Civil Disobedience - Ziviler Ungehorsam) und der christlichen Bergpredigt. Er prägte den Begriff Satyagraha (Sanskrit: Hingabe an die Wahrheit), d. h. unbedingtes Festhalten an dem als wahr Erkannten und dem gewaltlosen Widerstand gegen jedes Unrecht, das dieser Wahrheit entgegensteht. 1914 kehrte Gandhi nach Indien zurück und übernahm die Führung im Kampf der Inder für Ihre Unabhängigkeit. Gandhi führte ein diszipliniertes Leben, das im Zeichen des Gebets, des Fastens, der Askese und der Meditation stand. Er lehnte materiellen Besitz ab, kleidete sich spartanisch und ernährte sich einfach und streng vegetarisch. Die Inder verehrten ihn wie einen Heiligen und verliehen ihm den Ehrentitel Mahatma (Sanskrit: Große Seele). Gandhis Eintreten für das buddhistische Prinzip der Gewaltlosigkeit, "Ahimsa" (Sanskrit: Nichttöten) genannt, war seiner Ansicht nach der Ausdruck einer der Hindu-Religion entsprechenden Lebensweise. 1932 begann Gandhi im Gefängnis ein "Fasten bis zum Tode", um die volle staatsbürgerliche Anerkennung für die Parias (Kaste der Unberührbaren) zu erzwingen. Am 30. Januar 1948 wurde Gandhi auf dem Weg zu einer abendlichen Gebetsversammlung von einem fanatischen Hindu ermordet. (Möglicherweise, weil er einmal die Euthanasie einer schwerverletzten "heiligenKuh" angeordnet hatte.) "Ich glaube, dass der Mensch, da ihm nicht gegeben ist, etwas zu erschaffen, nicht das Recht hat, auch nur die kleinste Kreatur, die da lebt, zu zerstören." "Für mich ist das Leben eines Lamms nicht weniger wertvoll als das Leben eines Menschen. Und ich würde niemals um des menschlichen Körpers willen einem Lamm das Leben nehmen wollen. Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto größer ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit." "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt." "Die Vivisektion ist das schwärzeste aller schwarzen Verbrechen, deren der Mensch sich heute schuldig macht." "Das eigentliche Wesen des Hinduismus besteht in der Beschützung der Kuh. Die Beschützung der Kuh ist für mich eine der wunderbarsten Erscheinungen in der Entwicklung der Menschheit. Sie führt den Menschen über die Grenzen seiner Art hinaus ... Der Mensch wird durch die Kuh dazu geführt, sein Eins- und Gleichsein mit allem, was da lebt, anzuerkennen. Warum gerade die Kuh zur Verehrung ausgewählt wurde, ist mir durchaus klar. Die Kuh war in Indien immer der beste Gefährte des Menschen. Sie war der Spender allen Reichtums. Nicht nur gab sie Milch, sondern ermöglichte auch den Ackerbau. Die Kuh ist ein Gedicht des Mitleids. Man liest Mitleid in diesem sanften Tier. Sie ist die Mutter von Millionen der indischen Menschen. Beschützung der Kuh bedeutet Beschützung der ganzen dumpfen Kreatur Gottes. Gewiss haben schon unsere ältesten Seher die Kuh in diesem Sinne verehrt." "Die Erde hat genug für die Bedürfnisse eines jeden Menschen, aber nicht für seine Gier." "Ich fühle zutiefst, dass geistiges Wachstum in einem gewissen Stadium uns gebietet, damit aufzuhören, unsere Mitgeschöpfe zur Befriedigung unserer Leiblichen Bedürfnisse zu schlachten." "Ich glaube, dass spiritueller Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten." "Gegen das Böse aufzustehen, ist ebenso Pflicht, wie für das Gute einzutreten." J Johannes Paul II. (*1920) Papst seit 1978 und erstes nichtitalienisches Oberhaupt der katholischen Kirche seit 1523. Karol Wojtyla wurde 1920 in Polen geboren, studierte Philosophie und Literatur an der Universität Krakau.1946 Priesterweihe, Universitätspfarrer und Professur für Ethik in Krakau und Lublin. Ernennung zum Weihbischof von Krakau 1958 und 1964 Ernennung zum Erzbischof von Krakau. Sein philosophischer Ansatz, der die Methoden und Einsichten der Phänomenologie mit der thomistischen Philosophie verband, geht auf Max Scheler zurück. "... natürlich können Tiere Gegenstand von Experimenten sein!" Jungk, Robert (1913-1994) Österreichischer Wissenschaftsjournalist und Zukunftsforscher. Jungk profilierte sich in zahlreichen Schriften als Kernkraftkritiker und Atomwaffengegner. 1944 emigrierte er in die USA, wo er 1950 die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm. Erst 1967 kehrte er nach Europa zurück. In seinen publizistischen Arbeiten setzt sich Jungk immer wieder mit dem Verhältnis von Wissenschaft und Technik zu ethischen Fragen auseinander. "Die Zukunft hat schon begonnen", "Heller als tausend Sonnen", "Strahlen aus der Asche", "Geschichte einer Wiedergeburt", "Der Atomstaat". Politisches Engagement für den Umweltschutz, 1992 Kandidatur für die österreichischen Grünen. "Ethik gegenüber dem Menschen und Rohheit gegenüber den Tieren sind zwei Verhaltensweisen, die sich nicht vereinbaren lassen, denn Grausamkeit gegen Tiere geht nahtlos in Grausamkeit gegen Menschen über." K Kaplan, Helmut Friedrich (*1952) Österreichischer Tierrecht-Philosoph und Schriftsteller. Studium der Philosophie und Psychologie (Mag. phil., Dr. phil.) Kaplan zählt zu den Pionieren der Tierrecht-Bewegung. Seine Bücher haben wesentlich dazu beigetragen, die Philosophie der Tierrecht-Bewegung im deutschsprachigen Raum bekannt zu machen. Darüber hinaus hat Kaplan durch zahllose Zeitschriftenartikel die Sensibilität für tierethische Fragen und Probleme nachhaltig erhöht. Sein bei Rowohlt erschienenes Buch "Leichenschmaus - Ethische Gründe für eine vegetarische Ernährung" (3. Aufl. 2002) gilt inzwischen als Klassiker. Kaplan war Gast in vielen Radio- und Fernsehsendungen; Berichte, Besprechungen und Interviews sind unter anderem erschienen in "Profil", "Neues Deutschland", "taz", "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Neue Zürcher Zeitung", "Focus", "stern", "Die Zeit". Berater und Sprecher für ethische Grundfragen bei "Arche 2000 e.V". "Wenn wir Glücklichen uns für das Leben entscheiden, dann haben wir die verdammte Pflicht, den Unglücklichen beizustehen, wo immer wir nur können. Wer dieser absoluten Pflicht nicht mit größtem Ernst nachkommt, wer genießt, ohne zu helfen, den soll der Teufel holen und mit ewigem Leben bestrafen – als Tier, das Menschen ausgeliefert ist." "Im Bewusstsein, dass viele tierethische Fragen noch keineswegs restlos geklärt sind, war die bisherige Ethik der Tierrechtsbewegung gekennzeichnet durch eine stetige Ausdehnung und Komplizierung der Theorie. […] Im zwanghaften Bemühen, nur ja seriös und wissenschaftlich genug zu sein, hat sich die Tier-Ethik in eine Sackgasse manövrieren lassen und ist auf einen plumpen Trick hereingefallen: An die Tier-Ethik werden wie selbstverständlich methodische Forderungen gestellt, die an die Menschenethik nie und nimmer gestellt werden – und die darüber hinaus von keiner Ethik je auch nur a nsatzweise erfüllt werden könnten: konkrete Regeln für das praktische Handeln in allen erdenklichen Situationen aufzustellen und deren Richtigkeit hieb- und stichfest zu beweisen." "Vegetarier haben es wirklich nicht leicht. Eben noch von den Fleischessern verspottet, droht nun schon wieder Ungemach, diesmal von der anderen Seite: Kritik von den Veganern, die nicht nur Fleisch, sondern auch Milchprodukte, Eier und Leder als unmoralisch ablehnen. Dazu gleich eingangs zwei Thesen, um die Problematik und Brisanz der Frage "Vegetarisch oder vegan?" zu veranschaulichen: Die Kritik der Veganer an den Vegetariern ist ethisch-faktisch völlig richtig. Die Kritik der Veganer an den Vegetariern ist politisch-strategisch völlig falsch." Katechismus der Katholischen Kirche (griechisch katechismos: Unterricht, Lehre) Christliches Lehrbuch in Frage- und Antwortform. Der erste offizielle Katechismus der katholischen Kirche, der "Römische Katechismus" wurde vom Trienter Konzil erarbeitet und 1566 veröffentlicht. Dabei handelte es sich nicht um ein Lehrbuch, sondern um ein Kompendium zur Anleitung für Priester und Lehrer." (Katechismus aus dem Jahre 1993) P Paulus, Apostel (um 3 bis 62 n. Chr.) Apostel, Missionar und Theologe des Christentums sowie Verfasser zahlreicher neutestamentarischer Schriften. "Sorgt sich Gott etwa um die Ochsen? Oder redet er nicht allenthalben um unseretwillen?" Pius IX. (1792-1878) Papst von 1846 bis 1878. Während seines Pontifikats 1. Vatikanische Konzil und Ende des Kirchenstaates. 1819 Priesterweihe, ab 1827 Erzbischof von Spoleto, 1840 Ernennung zum Kardinal. Pius galt als Vertreter des Ultramontanismus, der für die Oberhoheit des Papstes in der Kirche eintrat. Es ist auf seine Initiative zurückzuführen, dass das 1. Vatikanische Konzil die Unfehlbarkeit des Papstes bestimmte. 1854 erließ Pius das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis. Im Syllabus, einem Katalog von 80 "Zeitirrtümern", verurteilte er 1864 die Säkularisation des geistigen, sittlichen und politischen Lebens. Pius untersagte die Eröffnung eines Tierschutzbüros in Rom. 1985 erfolgte durch Papst Johannes Paul II. der erste Schritt zu seiner Heiligsprechung kraft offizieller Anerkennung seiner "heroischen Tugenden" " ... der Mensch hat doch, was Tiere betrifft, keinerlei Pflichten ..." Plettenberg, Ulrich Graf von Amtierender Domvikar im Bistum Tier (Vikar, lateinisch vicarius: Stellvertreter; Stellvertreter des Bischofs)) Nach dem katholischen Kirchenrecht ist der Vikar ein ständiger oder vorübergehender Stellvertreter eines kirchlichen Amtes. Im bischöflichen Bereich unterscheidet man Generalvikar, Kapitularvikar, Domvikar. (Aus einem Brief an Stefan Bernhard Eck) Plutarch (um 46 bis 120) Plutarch war griechischer Philosoph und Schriftsteller. Geboren in Böotien, Schüler von Ammonios Sakkas in Athen. Mehrmalige Reisen nach Ägypten und Italien mit längerem Aufenthalt in Rom, wo er Moralphilosophie lehrte. Etwa ab dem Jahr 95 war er Priester im Tempel von Delphi. Viele der von ihm verfassten Schriften basieren auf seinen Vorlesungsmanuskripten. Die unter dem Titel Moralia zusammengefassten Essays und Dialoge sind neben seinen "Parallelbiographien" besonders zu erwähnen. Großen Einfluss hatten die in der Moralia gesammelten Abhandlungen auf den französischen Schriftsteller Montaigne aus dem 18. Jahrhundert, für dessen Essais Plutarchs Werk als Vorbild diente. "Könnt ihr wirklich die Frage stellen, aus welchem Grunde sich Pythagoras des Fleischessens enthielt? Ich für meinen Teil frage mich, unter welchen Umständen und in welchem Geisteszustand es ein Mensch das erste Mal über sich brachte, mit seinem Mund Blut zu berühren, seine Lippen zum Fleisch eines Kadavers zu führen und seinen Tisch mit toten, verwesenden Körpern zu zieren, und es sich erlaubt hat, die Teile, die kurz davor noch gebrüllt und geschrieen, sich bewegt und gelebt haben, Nahrung zu nennen. Es handelt sich gewiss nicht um Löwen und Wölfe, die wir zum Selbstschutz essen - im Gegenteil, diesen Tieren schenken wir gar keine Beachtung; vielmehr schlachten wir harmlose, zahme Geschöpfe ohne Stacheln und Zähne, die uns ohnehin nichts anhaben könnten. Um des Fleisches willen rauben wir ihnen die Sonne, das Licht und die Lebensdauer, die ihnen von Geburt an zustehen. Wenn ihr nun behaupten wollt, dass die Natur solche Nahrung für euch vorgesehen hätte, dann tötet selbst, was ihr zu essen gedenkt - jedoch mit euren naturgegebenen Mitteln, nicht mit Hilfe eines Schlachtmessers, einer Keule oder eines Beils." S Schopenhauer, Arthur (1788-1860) Deutscher Philosoph. Abgebrochenes Studium der Medizin an der Universität Göttingen. Danach Studium der Philosophie in Berlin als Schüler von Friedrich Schleiermacher und Johann Gottlieb Fichte. 1813 Promotion mit der Abhandlung "Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde." Schopenhauers Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung" erschien im Jahr 1819, wurde aber nur wenig beachtet. 1831 Übersiedlung nach Frankfurt am Main. Hier widmete er sich der Abfassung seiner Schriften und dem Studium der buddhistischen und hinduistischen Philosophie. Nach seiner Konzeption existiert die Erscheinungswelt nur insoweit, als sie sinnlich wahrgenommen wird und im menschlichen Bewusstsein als Vorstellung ist. Nach Schopenhauer liegt der Welt der Wille zu Grunde, den er als ziellosen, blinden Drang bezeichnet. Im Gegensatz zur Philosophie Hegels spricht er damit der Welt und der Geschichte jeglichen Sinn ab. Der Wille versteht er als ein nicht zu befriedigender Daseinsdrang, aus dem das Leiden des Menschen erwächst. Im Bereich der Philosophie beeinflusste er Friedrich Nietzsche und Henri Bergson. In der Psychologie wurden seine Gedanken von Eduard von Hartmann und Sigmund Freud aufgegriffen und durch klinische Tests überprüft. Der Kerngedanke der modernen Psychoanalyse beruht auf Schopenhauer, der damit ein grundlegend anderes Menschenbild hervorbringt: Die Vernunft des Menschen ist nur ein Oberflächenphänomen, während das Handeln weitgehend durch verborgene Triebregungen gelenkt wird. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann sein Werk eine weitreichende Wirkung zu entfalten. Werke: "Die Aphorismen zur Lebensweisheit", "Parerga und Paralipomena", "Die Welt als Wille und Vorstellung I und II", "Die beiden Grundprobleme der Ethik", "Über den Willen in der Natur" "Die vermeinte Rechtlosigkeit der Thiere, der Wahn, daß unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedeutung sei, oder, wie es in der Sprache jener Moral heißt, daß es gegen Thiere keine Pflichten gebe, ist geradezu eine empörende Rohheit und Barbarei des Occidents, deren Quelle im Judenthum liegt." "So einem occidentalischen, judisirten Thierverächter und Vernunftidolater muß man in Erinnerung bringen, daß, wie Er von seiner Mutter, so auch der Hund von der seinigen gesäugt worden ist." "Daß die Moral des Christenthums die Thiere nicht berücksichtigt, ist ein Mangel derselben, den es besser ist einzugestehen, als zu perpetuiren." "Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Thieren schuldig." "Die christliche Moral hat ihre Vorschriften ganz auf den Menschen beschränkt, die gesamte Thierwelt rechtlos gelassen. Man sehe nur, wie unser christlicher Pöbel gegen die Thiere verfährt, sie völlig zwecklos und lachend tötet, oder verstümmelt, oder martert, seine Pferde im Alter bis auf’s äußerste anstrengt, um das letzte Mark aus ihren armen Knochen zu arbeiten, bis sie unter Streichen erliegen. Man möchte wahrlich sagen: die Menschen sind die Teufel der Erde und die Thiere ihre geplagten Seelen." "Philosophieprofessoren hingegen sind auf ihren persönlichen Nutzen und Vorteil und was dahin führt, bedacht: da liegt ihr Ernst. Darum sehn sie so viele deutliche Dinge gar nicht, ja, kommen nicht ein einziges Mal, auch nur über die Probleme der Philosophie, zur Besinnung." " ... woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wäre, in deren ehrliches Gesicht man ohne Misstrauen schauen kann?" Schweitzer, Albert (1875-1965) Deutscher Theologe, Philosoph, Musiker und Missionsarzt. Schweitzer wurde am 14. Januar 1875 in Kaysersberg bei Colmar geboren. Nach einem Studium in Straßburg, Paris und Berlin wurde er 1900 Pfarrer der Gemeinde Sankt Nicholas in Straßburg, ein Jahr später dann Leiter des dortigen theologischen Seminars. Als Musiker machte er sich im Bereich des Orgelbaus und durch seine Bachkonzerte einen Namen. Von 1905 bis 1913 studierte Schweitzer Medizin an der Universität Straßburg. 1913 ging er als Missionsarzt nach Lambaréné (heute in Gabun). Dort gründete Schweitzer ein Tropenhospital, in dem im Verlauf des ersten Jahres fast 2000 Patienten behandelt wurden. Von 1917 bis 1918 war Schweitzer als deutscher Staatsangehöriger in Frankreich interniert. Während seiner Haft verfasste er zwei Bände einer zivilisationskritischen Studie (Kulturphilosophie, 1923). Darin propagiert Schweitzer die "Ehrfurcht vor dem Leben" – seine bedeutendste philosophische Arbeit.Schweitzer blieb bis 1924 in Europa und kehrte dann nach Afrika zurück. Trotz vieler Hindernisse baute er sein Hospital wieder auf und richtete es u. a. zur Behandlung Leprakranker ein. Auf seinen zahlreichen Reisen nach Europa hielt er Vorlesungen und gab Orgelkonzerte. 1952 erhielt Schweitzer den Friedensnobelpreis. Am 4. September 1965 starb er in Lambaréné. "Wie die Hausfrau, die die Stube gescheuert hat, Sorge trägt, daß die Tür zu ist, damit ja der Hund nicht hereinkomme und das getane Werk durch die Spuren seiner Pfoten entstelle, also wachen die europäischen Denker darüber, daß ihnen keine Tiere in der Ethik herumlaufen." "Ethik ist ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung gegen alles, was lebt." "Nur dann, wenn Tiere uns Menschen in unserem Dasein bedrohen oder sonstwie schädigen, sollen sie abgeschossen werden." "Ich gebe mir darüber Rechenschaft, dass die Gewohnheit, Fleisch zu essen, nicht mit erhabenen Gefühlen in Übereinstimmung steht." "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will." "In der Hauptsache habe ich mein Gewehr nur, um Schlangen zu schießen, von denen es in Lamberene im Grase um mein Haus herum eine Unzahl gibt, und um Raubvögel zu töten, die die Nester derWebervögel in den Palmen vor meinem Hause plündern." "Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet Abscheu vor dem Töten." "Das ganze Drama spielt sich im Dunkel der Nacht beim Schein der von meiner Frau gehaltenen Laterne ab. Endlich ziehen die Ameisen weiter. Sie können den Geruch des Lysols nicht ertragen. Tausende von Leichnamen liegen in den Lachen." "Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an." "Meine Ansicht ist, dass wir, die für die Schonung der Tiere eintreten, ganz dem Fleischgenuss entsagen, und auch gegen ihn reden. So mache ich es selber. Und damit kommen so manche dazu, auf das Problem, das so spät aufgestellt wurde, aufmerksam zu werden." "Der Bauer kann nicht alle Tiere leben lassen, die in seiner Herde zur Welt kommen; er kann nur die behalten, für die er Futter hat und deren Aufzucht ihm einen Ertrag verspricht." "Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit." "Jeden Tag werden beim Ausroden des Waldes einige (Schlangen) zur Strecke gebracht, darunter oft von den gefürchtetsten Arten." "Ich wußte es (was zu tun war) und tat es. "Josephine" ( Schweitzers zahmes Hausschwein) wurde ins Spital gelockt, gefesselt und von NKendju rasch und kunstgerecht getötet. Ehe es Mittag läutete, war ihr Dasein zu Ende. Den Speck, in Stücke geschnitten und auf Stäbchen aufgezogen, räucherte und dörrte ich sorgsam ..." Shaw, George Bernard (1856-1950) Irischer Schriftsteller, Musik- und Theaterkritiker und bedeutendster britischer Dramatiker seit Shakespeare. 50 Bühnenwerke, umfangreiche politische Streitschriften und literarische Korrespondenz. In den achtziger Jahren begann Shaw mit dem Studium von Karl Marx und wurde zu einem kämpferischen sozialistischen Pamphletisten. Mitbegründer der Fabian Society, einer sozialistischen Vereinigung, aus der später die Labour Party hervorging. Intensive Beschäftigung mit philosophischen Schriften von Friedrich Nietzsche und Henri Bergson. Entwarf ihn Anlehnung an Bergson die Theorie einer biologischen Urkraft (life force), die Individuum und Menschheit zu beständiger Weiterentwicklung befähigt. Werke: "Der Arzt am Scheideweg", "Pygmalion", "Helden", "Der Mann des Schicksals", "Spiel im Spiel", "Der Kaiser von Amerika". "Tiere sind meine Freunde … und meine Freunde esse ich nicht." "Ein Mann von meiner geistigen Potenz isst keine Leichen." "Solange die Menschen Tiere quälen, foltern und erschlagen, werden wir Krieg haben. Wie können wir irgendwelche idealen Zustände auf Erden erwarten, wenn wir die lebenden Gräber getöteter Tiere sind?" Singer, Isaac Bashevis (1904-1991) Amerikanischer Schriftsteller und Nobelpreisträger. Er wurde am 14. Juli 1904 im polnischen Radzymin geboren. 1935 emigrierte er in die USA und erwarb 1943 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Singer wurde Mitarbeiter der New Yorker jiddischen Zeitung "Jewish Daily Forward" und bald auch als Schriftsteller tätig. 1969 wurde der Autor für das Kinderbuch "A Day of Pleasure: Stories of a Boy Growing Up in Warsaw" mit dem National Book Award ausgezeichnet und 1978 für sein Lebenswerk mit dem Literaturnobelpreis. Ein Kurzroman über Holocaust-Überlebende in New York wurde posthum 1994 veröffentlicht. "Die Vögel hatten den neuen Tag angekündigt, als wäre es der Morgen nach der Schöpfung. Laue Lüfte trugen den Duft des Waldes heran, und aus den Hotelküchen kamen die Essensgerüche. Herman meinte, den Schrei eines Huhns zu hören. Irgendwo wurde an diesem lieblichen Sommermorgen Geflügel geschlachtet; Treblinka war überall." "Ich würde fortfahren, vegetarisch zu leben, selbst wenn die ganze Welt begänne, Fleisch zu essen. Dies ist mein Protest gegen den Zustand der Welt. Atomkraft, Hungersnöte, Grausamkeit - wir müssen Schritte dagegen unternehmen. Vegetarismus ist mein Schritt. Und ich glaube, es ist ein sehr wichtiger." "Wo es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi ... Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka." "Es wird oft gesagt, dass die Menschen schon immer Fleisch gegessen hätten, als ob dies eine Rechtfertigung wäre dies weiterhin zu tun. Gemäß dieser Logik dürften wir nicht versuchen, Menschen daran zu hindern andere Menschen umzubringen, da dies auch schon seit je her getan wurde." "Wir sind alle Gottes Geschöpfe - dass wir um Gnade und Gerechtigkeit beten, während wir weiterfahren, das Fleisch der Tiere zu essen, die um unseretwillen geschlachtet wurden, ist unvereinbar." "Ich bin nicht deswegen Vegetarier geworden, um was für meine Gesundheit zu tun. Ich tat es für die Gesundheit der Hühner." W Wegner, Wilhelm Pfarrer, Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirche HN "Die Bedingungen von Zucht, Haltung, Transport, Schlachtung von "Nutztieren" müssen am Kriterium der "Artgerechtigkeit" ausgerichtet werden. […] Langfristige Qualitätssicherung darf keinen Schritt auf dem langen Weg von der Erzeugung von Lebensmitteln bis zu ihrem Verbrauch auslassen, von den angestrebten Erbmerkmalen der "Nutztiere" bis zu ihrem leidensfreien Tod, vom Verzicht auf Milchaustauscher bei der Kälberaufzucht bis zur Kraftfuttermischung für Milchkühe, bei der Tiermehl nicht zu suchen hat." WorldWatch Institut Das WorldWatch Institut wurde von Lester Brown 1974 gegründet. Es handelt sich dabei um ein anerkanntes Forschungsinstitut, dem internationale Kapazitäten der verschiedensten Fachgebiete angehören und das sich mit globalen Problemen ökologischer, sozialer und ökonomischer Natur beschäftigt. "Fleischreiche Ernährung trägt zu den häufigsten Todesursachen, nämlich Herzkrankheiten, Schlaganfällen und bestimmten Krebsarten bei." "Die gesundheitsschädlichen Auswirkungen übermäßigen Fleischverzehr rühren großteils aus dem her, was Ernährungswissenschaftler als das große Eiweißfiasko bezeichnen - der irrtümliche Glaube der Menschen im Westen, sie müssten große Mengen an Eiweiß verzehren." "Der hohe Fleischverbrauch kostet auch Menschenleben. Wer viel Fleisch isst, wird anfälliger für Wohlstandskrankheiten in den Industrieländern wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs." |
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