Fundus

Draußen ist was los!


Indoktrination und Manipulation von Kindern und Jugendlichen unter dem Deckmantel von Naturerlebnis und Engagement für den Natur- und Artenschutz.

Lustmoerder

Das "Freizeitvergnügen Jagd", das Töten von wollenden, empfindungsfähigen und selbstbewussten Lebewesen aus niederen Motiven wird auf Grund der schwindenden Anerkennung in unserer Gesellschaft für unsere Jugend wieder einmal psychologisch aufbereitet und als selbstloses Engagement der Jäger für den Natur- und Artenschutz verbrämt.

Die absurden Rechtfertigungsformulierungen der Jäger: "Wir sind aktive Natur- und Tierschützer, wir sind die Heger und Pfleger von Wald und Wild, wir sorgen für das ökologische Gleichgewicht!" werden von Skeptikern und Kritikern, auch unter der Jägerschaft selbst, mittlerweile als Legitimation der Jagd immer öfter belächelt und nicht mehr ernst genommen.

Denn die Motivation des Jagens ist in erster Linie die Lust am Abenteuer, an der Macht über Leben und Tod, am Nachstellen, am Beutemachen: also letztendlich die Lust am Töten.

Und obendrein reizen noch neben dem Hirschmedaillon und der Hasenkeule die begehrten Trophäen zur "geschmackvollen" Ausgestaltung des obligatorischen Jagdzimmers oder der Haute Couture der Herrschaften mit dem beliebten Grandelschmuck, Gamsbart und ähnlichen Ritualobjekten.

Archaischer Jagdtrieb, Waffenliebhaberei, Eitelkeit, elitäres Statusdenken, natürlich ein guter Schuss Fetischismus und ohne Zweifel eine fragwürdige, fehlgeleitete Liebe zur Natur, das ist die Jägerei in der heutigen Zeit und in unserem Lande.
Mit Mal- und Fotowettbewerb, Quiz und Zauberspektakel - und natürlich darf der Jagdhund zum Anfassen nicht fehlen - suggeriert man schon "den Kleinsten" die heile Welt der Jägerei.
Psychologisch gekonnte Akquisition der zukünftigen Jägergeneration und ein geschicktes Werben um gesellschaftliche Akzeptanz. (Auf der "Kinderschiene" versteht sich, das läuft immer gut.)

Über die Qualen und die Todesangst angeschossener Tiere, über die Nachsuche, über die Umweltverschmutzung durch Bleischrot, über die tierquälerische Jagdhunde-Ausbildung am "lebenden Objekt", über die High Society der Jäger auf afrikanischer Großwildjagd und über die erbarmungslose Ausrottung so genannter Beute-Konkurrenten in Wald und Flur wird tunlichst geschwiegen und ebenso darüber, wie es sich mit Natur- und Artenschutz vereinbaren lässt, den Feldhasen, das Wildtier des Jahres 2001 weiterhin zu bejagen, obwohl er in vielen Gebieten mittlerweile auf der roten Liste steht, und er wahrscheinlich von unseren Kindern und Kindeskindern dereinst nur noch in Büchern oder als ausgestopftes Exponat zu bewundern sein wird.
 

Ehrfurcht vor dem Leben sieht anders aus! Ehrfrucht vor dem Leben verkommt zur Pseudo-Ethik, wenn "notwendige Notwendigkeit", die letztendlich immer auf die menschliche Willkür hinausläuft, zur Richtschnur unserer Moral erhoben wird.
 

Ja, draußen ist was los!
Tausendfacher Tod und Leid wehrloser Tiere!

Wir können nur konstatieren:

Drinnen ist nichts los - in den Herzen und Köpfen der Jäger!


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