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Flugblatt gegen die Bejagung von Rabenvögel
Bejagung von Rabenvögeln
Unbeeindruckt der ökologischen Erkenntnisse, dem sich
wandelnden Bewusstsein unserer Gesellschaft, welches Tiere als leidensfähige
Mitwesen mit eigenen Rechten mehr und mehr anerkennt und der kritischen Einstellung
zur Bejagung von Rabenvögeln des überwiegenden Teiles der Öffentlichkeit, beharren die
Jäger auf ihrer Forderung, mit Schrot und Flinte "regulierend" in den Naturprozess
unserer heimischen Vogelwelt eingreifen zu müssen.
Dem ohnehin durch das blutige Freizeitvergnügen "Jagd" getrübten
Intellekt der Waidmänner, der zuweilen nur noch bis an die Mündung ihrer Flinten
reicht, bleiben die ökologischen Zusammenhänge und Fakten und die sich im Umbruch
befindenden moralischen Bedürfnisse ihrer Mitmenschen anscheinend verschlossen.
Das Bundesamt für Naturschutz fordert eindringlich den Schutz und die
Einstellung der Bejagung von Rabenvögel auf Grund wissenschaftlicher Studien,
die sich auf die jahrzehntelange Arbeit von Vogelkundler und Wildbiologen stützen
und sogar von "drastischen Bestandseinbrüchen bei Rabenkrähen und Elstern" sprechen.
Das wissenschaftliche Gutachten der Professoren Dr. H.-W. Helb und Dr. J. Martens,
das vom Umweltministerium von Rheinland-Pfalz in Auftrag gegeben wurde
und zu dem Schluss kommt, dass die Bejagung von Rabenvögeln "biologisch unbegründet" ist.
Die Untersuchungen des Wildbiologen Erz, dokumentieren eindeutig, dass "Vögel und
kleine Säugetiere höchstens 8 Prozent der gesamten Nahrung von Rabenvögeln ausmachen."
- Die selbst für den Laien ersichtlichen ökologischen Zusammenhänge, dass
die sinkende Bestandsdichte der Singvögel, Reb- und Birkhühner, etc. und des
Niederwildes als Folge anthropogener Ursachen erkannt werden muss. (Zerstörung des
natürlichen Lebensraumes durch Flurbereinigung und Monokulturen, Einsatz von Pestiziden
und ihre pathologischen Folgen für das Wildtier und das ökologische Gleichgewicht und nicht
zuletzt die unverminderte Bejagung durch den Menschen.)
Das ethische Empfinden einer immer größer werdenden Zahl von Menschen
in unserem Lande, für die jeder Tiermord eine Beeinträchtigung ihres Seelenlebens
und Welterlebens und damit ihrer Lebensqualität darstellt, darf nicht länger von
einer verschwindend kleinen Minderheit (nur 0,4 Prozent der Gesamtbevölkerung der BRD
sind Jäger) missachtet und mit Füßen getreten werden.
Wir fordern deshalb:
Nein zur Jagd! Und Nein zur Jagd auf Rabenvögel!
A.K.T.E.-Redaktion / Stefan Bernhard Eck
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