Ist-Zustand

Jäger und Gejagte


Jagd - Töten aus Leidenschaft

Killer im grünen Gewand

Laut einer Repräsentativ-Umfrage des GEWIS-Instituts aus dem Jahre 1996 sprechen sich über weit über 70 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger gegen die Jagd aus.

Rund 320.000 deutsche Jägerinnen und Jäger - das sind 0,3 % der Bevölkerung - erlegen jedes Jahr zwischen 5 bis 6 Millionen Wildtiere. Nicht genug, daneben fallen ihnen auch noch rund 400 000 Hauskatzen und 65.000 Hunde zum Opfer, die sich zu weit in Wald und Flur gewagt hatten. Die Tiere werden erschossen, in Fallen gefangen und anschließend erschlagen, von Jagdhunden zu Tode gehetzt und zerrissen oder in ihrem Bau mit Gas vergiftet. In den meisten Fällen ist es ein äußerst qualvoller und langsamer Tod. Es ist erwiesen, dass etwa die Hälfte der Tiere angeschossen und unter großen Schmerzen noch fliehen. Feldhasen, Wildkaninchen, Füchse, Rehe und Wildschweine "verenden" qualvoll  mit heraushängenden Eingeweiden oder zertrümmerten Knochen erst Stunden oder Tage später. Die so genannte Nachsuche unterbleibt häufig, weil das angeschossene Tier in ein benachbartes Jagdrevier geflohen ist oder der Jagdhund die Spur verloren hatte. Füchse werden im Bau ausgeräuchert oder vom Jagdhund aus dem Bau vor die Flinte des Jägers getrieben, Jungfüchse werden mit dem Knüppel erschlagen, falls sie nicht vorher von den Hunden zerrissen wurden. In Fallen erleiden unzählige Tiere stunden- und tagelang grausame Qualen bis sie an den Verletzungen sterben, verdursten oder verhungern.

Die Opfer

Obwohl Ökologen und Biologen längst beweisen haben, dass sich Natur und Wildtierpopulationen durch natürliche Regulierungsmechanismen selbst im Gleichgewicht halten, wird der legalisierte Tiermord aus Leidenschaft unter dem Deckmantel der Hege und Pflege von Wald und Flur weiterhin betrieben.

In den wenigen Gebieten Europas, in denen die Jagd verboten ist,  besteht weder eine Überpopulation, noch kommt es dort zu größeren "Verbissschäden". Der Wald wächst und gedeiht auch ohne Eingriffe der "Grünröcke".

Mittlerweile geben viele Jägerinnen und Jäger auch offen zu, dass die Jagd nichts mit einer Regulierung des Wildes mit der Waffe, als so genannte Hege und Pflege der Natur, zu tun habe, sondern das wahre Motiv des Jagens die Freude am Beutemachen und Nachstellen und ihr angeblich angeborener "Jagdtrieb", sei.

Der Mensch hat den heimischen Wildtierarten den Großteil ihres natürlichen Lebensraumes genommen. Die Natur ist durch Monokulturen und Flurbereinigung, durch Pestizideinsatz und Straßenbau in eine lebensfeindliche Kulturlandschaft verwandelt worden, in der jeder Quadratmeter dem Jagdrecht untersteht.

Jagd zerstört das Gleichgewicht in der Natur. Sie vergiftet mit Tonnen von Bleikugeln die Böden und Gewässer. Sie bringt alljährlich Millionen von heimischen Wildtieren Leiden und Tod ... Jagdausrüstern und Waffenproduzenten das große Geld und einer verschwindend kleinen Minderheit der Bevölkerung die Befriedigung ihrer Perversion - der Lust am Töten.

Schon Prof. Dr. Theodor Heuss, der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland, hat die Jagd als das gebrandmarkt, was sie in Wahrheit ist:

"Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit."

A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck

Bild-Material: Brennglas Verlag


Töten als Hobby - "Tiermord" in Zahlen

Das "Morden" in Wald und Flur unvermindert weiter, wie die offizielle Statistik der Streckenzahlen des DJV belegt.

Jahresjagdstrecken 03/04 und 04/05 in der Bundesrepublik Deutschland laut Angabe des Deutschen Jagdschutz-Verbandes:

Wildart

Jagdjahr
2003/2004
Stück

Jagdjahr
2004/2005
Stück

gegenüber
Vorjahr
Stück

gegenüber
Vorjahr
%

Rotwild

62.363

62.057

- 306

- 0,49

Damwild

53.255

50.819

- 2.436

- 4,57

Sikawild

1.086

1.168

+ 82

+ 7,55

Schwarzwild

470.283

476.042

+ 5.759

+ 1,22

Rehwild

1.064.782

1.081.416

+ 16.634

+ 1,56

Gamswild

4.509

4.066

- 443

- 9,82

Muffelwild

6.109

6.127

+ 18

+ 0,29

Feldhase

568.548

552.812

- 15.736

- 2,77

Wildkaninchen

143.582

162.096

+ 18.514

+ 12,89

Fasanen

394.956

445.267

+ 50.311

+ 12,74

Rebhühner

10.977

11.745

+ 768

+ 7,00

Waldschnepfen

9.089

11.748

+ 2.659

+ 29,25

Wildgänse

31.017

28.617

- 2.400

- 7,74

Wildenten *

520.823

548.310

+ 27.487

+5,28

Wildtauben

880.796

915.245

+ 34.449

+ 3,91

Füchse

552.958

566.406

+ 13.448

+ 2,43

Dachse

52.676

47.625

- 5.051

- 9,59

Edelmarder

 3.510

1.343

- 2.167

- 61,74

Steinmarder

 48.760

51.363

+ 2.603

+ 5,34

Iltisse und Wiesel

 24.450

24.289

- 161

- 0,66

Waschbären

 21.149

23.687

+ 2.438

+ 11,53

Marderhunde

 18.634

23.262

+ 4.628

+ 24,84

Die Anzahl der erschossenen Hunde und Katzen wird aus verständlichen Gründen vom DJV nicht offiziell genannt. Es wurden schätzungsweise 400.000 Katzen und 65.000 Hunde von Jägerinnen und Jägern erschossen.

A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck


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