Prolegomena

Neue Erkenntnisse


Tierrechtsrelevante Erkenntnisse aus Natur- und Geisteswissenschaft

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Auch Bienen haben Bewusstsein

Bis vor kurzem noch war man der Überzeugung, dass im Nervensystem von Bienen keine Veränderungen bzgl. Neuverschaltungen möglich und Bienen ausschließlich reizgesteuert seien.

Dass jedoch das Gegenteil der Fall ist, erläutert Professor Randolf Menzel (Professor am Institut für Biologie, Abteilung Neurobiologie, Freie Universität Berlin, erhielt für seine Forschung den Leibnizpreis und den Körberpreis für Europäische Wissenschaft) ausführlich in der Zeitschrift "Gehirn & Geist", Ausgabe Nr. 1/2004: " Apis mellifica" - wie dieser Hautflügler auf lateinisch heißt - besitzt nicht nur ein faszinierend leistungsfähiges Gedächtnis, Untersuchungen der Arbeitsgruppe Neurobiologie (Institut für Biologie. FU Berlin) und anderer Forscher zeigen, dass Bienen auch in der Lage sind, Regeln zu lernen, die sie auf verschiedenste Situationen übertragen. Sie lösen Transferaufgaben und wählen Ziele den eigenen Erwartungen entsprechend aus. Dazu nutzen sie ein Ortsgedächtnis, das ähnlich wie das des Menschen und anderer Säugetiere organisiert ist. Die neuen Forschungsergebnisse werfen daher die berechtigte Frage auf, ob wir Prozesse wie Planen, Entscheiden oder Erwarten im neurobiologischen nichtbewussten Sinne nicht auch Insekten zuschreiben müssen.

Menzel ist verblüfft über die Fähigkeit von Bienen, abstrakte Probleme zu lösen, schwächt aber umgehend wieder ab mit: "... natürlich ohne dass wir dafür bewusste Prozesse annehmen müssten." Er schreibt gegen Ende des Berichts: "Was hier im Gehirn abläuft, kann man am besten als inneres Tun oder Ausprobieren ohne Handeln bezeichnen - ohne dass Tiere diese Prozesse bewusst erleben."

A.K.T.E. - Redaktion / Manuela Schmidt


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Fische fühlen Schmerz

Fische

Fische fühlen Schmerz und Stress vergleichbar mit Menschen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Edinburgh und des dort ansässigen Roslin-Institutes. Wie die britischen Medien berichteten, hat das Forscher-Team um Lynne Sneddon am Kopf der Regenbogenforelle 58 Schmerzrezeptoren entdeckt. Sie reagierten zumindest auf einen Reaktionsfaktor. Das Forscherteam hatten die Fische mechanisch, chemisch und mit Hitze gereizt. Fische besitzen nur wenige Möglichkeiten, um ihren Schmerz auszudrücken. Daher wurde angenommen, dass sie kaum Schmerzen verspüren. Auch Fische fühlen Schmerz und Stress! Die Forscher spritzten unter anderem Bienengift oder Essigsäure in die Lippen der Forellen oder setzten sie Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius aus. Dann untersuchten die Wissenschaftler/innen, wie das Nervensystem der Tiere reagierte. "Die Fische zeigten zuckende Bewegungen. Die mit Säure injizierten Forellen rieben ihre Lippen etwa an den Wänden des Aquariums", sagte Sneddon. Mit diesen Experimenten wurden erstmals Schmerzrezeptoren bei Fischen nachgewiesen, die auf unterschiedliche Faktoren reagieren, und ähnlich auch bei Amphibien, Vögeln und Säugetieren nachzuweisen sind.

"Die Kriterien für tierischen Schmerz sind erfüllt", äußerste sich Sneddon zu den Resultaten ihres Projektes.

(Anmerkung der Redaktion: Verfluchte Tierversuche! Ein wahrhaft umwerfender Erkenntnisgewinn!)

Die Tierschutzorganisation PETA begrüßte die Ergebnisse der Studie, weil sie sich wie andere Tierschützer seit Jahren für ein Verbot des Angelsports einsetzt. Dawn Carr, Europa-Direktor der Organisation kritisierte aber das Vorgehen des Forscherteams: "Es ist sicherlich unglücklich, dass diese Tiere für die Studie leiden mussten, denn wir sagen seit Jahren, dass Fische leiden und Schmerz fühlen, wie alle anderen Tiere auch."

Der britische Anglerverband NAA nannte die Forschungsergebnisse "überraschend".

Quelle: http://www0.rhein-zeitung.de/on/03/04/30/topnews/w/fische.html

A.K.T.E. - Kommentar:
Es ist anzunehmen, dass bei allen Tieren, auch bei Insekten, Weich- und Schalentieren, Schmerzrezeptoren vorhanden sind oder in rudimentären Ansätzen existieren. Diese Annahme beruht einfach darauf, dass die Evolution kontinuierlich verlaufen ist, also die anatomischen Anlagen zur Schmerzempfindlichkeit sich ab einer sehr frühen Entwicklungsphase eingestellt haben.
Schmerzempfindlichkeit ist ein Überlebensmechanismus der Evolution. Eine wichtige Frage, die bestehen bleibt, lautet aber: Ist die Schmerzempfindlichkeit das einzige und ausschlaggebende Kriterium für die moralische Berücksichtigung menschlicher und nicht-menschlicher Lebensformen, oder spielen vielleicht noch andere Gesichtspunkte hierbei eine Rolle?
A.K.T.E. geht jedenfalls davon aus, dass aus philosophischer Perspektive noch andere Kriterien zu berücksichtigen sind. Die Schmerzempfindlichkeit ist nicht das einzige und ausschlaggebende Kriterium für eine moralische Berücksichtigung.

A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck


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Das Märchen vom "dummen Fisch"

Britische Forscher attestieren Fischen ausgeprägtes Sozialverhalten und Intelligenz!

London, BBC-Online
01. Sep 2003

Führende britische Forscher attestieren Fischen eine ausgeprägte soziale Kompetenz und räumen damit das uralte Vorurteil aus, dass die "kaltblütigen Gesellen" einfach nur dumme Tiere seien. Drei führende Experten der Universitäten von Edinburgh, St. Andrews und Leeds berichteten, dass in den vergangenen Jahren das Wissen über die psychologischen und kognitiven Fähigkeiten dieser Tiere stark zugenommen hat.

Entgegen der bisherigen Annahme verfügen Fische über ein ausgeprägtes Sozialverhalten und zeigen eindeutige Verhaltensmuster, die auf Intelligenz schließen lassen. Da sie zu den ältesten Tierarten unseres Planeten zählen, hat sich im Lauf der Evolution, so nach Ansicht der Fisch-Experten, eine vielschichtige und gegenüber anderen Lebewesen unterschiedliche Entwicklung vollzogen.

"In den meisten wissenschaftlichen Publikationen wurden Fische als Dummköpfe mit erbsengroßem Hirn bezeichnet, deren Verhalten rein instinktiv funktioniere, und die ein Erinnerungsvermögen von drei Sekunden haben", meint Calum Brown, der mit seinen Fachkollegen Keven Laland und Jens Krause diese Vorurteile zu widerlegen versucht. Vor allem bei der Brautwerbung, Nahrungsbeschaffung und zum Aufrechterhalten der Rangordnung greifen Fische oft in eine unwahrscheinliche Trickkiste, schreiben die Forscher im Fachmagazin "Fish and Fisheries".

Die Entdeckungen der letzten Jahre, dass auch Fische äußerst komplexe Nester bauen und die gleichen Unterschlüpfe aufsuchen, weisen daraufhin, dass sie entgegen der bisherigen Vermutungen sehr wohl über ein Langzeitgedächtnis verfügen. Sie achten auch auf "soziales Prestige" und pflegen im wahrsten Sinn des Wortes Beziehungen untereinander.

"Obwohl es ungewöhnlich ist, weil die Fische relativ kleine Gehirnmassen besitzen, verfügen sie doch über kognitive Fähigkeiten, die sie mit anderen nichtmenschlichen Primaten auf eine Stufe stellen", vermuten die britischen Experten und sprechen damit den Fischen einen höheren Stellenwert auf der "Stufenleiter der Arten" und bei soziologischen Betrachtungen zu.

Quelle: BBC Online, http://news.bbc.co.uk


A.K.T.E. - Kommentar:
Allen "Pseudo-Vegetariern", die zwar kein "Fleisch", aber immer noch Fisch essen - das soll es ja geben - ist angeraten, über diesen Artikel einmal tief nachzudenken. Die Mär vom dummen und gefühllosen Fisch, der weder Schmerz noch Freude verspüren kann, dürfte damit als Alibifunktion für ihre seltsame Auslegung der vegetarischen Idee endgültig ausgespielt haben.

A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck


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In Spanien nimmt die Gewalt gegen Frauen zu!

Ein Kommentar zu dem Artikel bezüglich der Zunahme von Frauenmord im familiären Umfeld in Spanien. (Die Welt" vom 12. September 2002, Seite 32)

Erstaunlich, dass die Ursachen angeblich unbekannt sind. Dabei wäre die Lektüre kriminal-soziologischer Untersuchungen des amerikanischen FBI sehr aufschlussreich. Denn dort könnte man nachlesen, dass 80 bis 90 Prozent der Kapitalverbrecher wie Mörder und Serienvergewaltiger in ihrer Kindheit Tiere gequält haben. Außerdem haben weitere wissenschaftliche Studien offenbart, dass gerade für Kinder die Vorbilder in Familie und Gesellschaft hinsichtlich Gewalt prägend sind.

Stierkampf

Was dies mit der Situation in Spanien zu tun hat? Spanien ist in Europa das Tierquälerland Nummer 1, ohne jegliche Tierschutzgesetzgebung, wo überzählige Jagdhunde traditionell in vielen Gegenden lebendig an Bäumen aufgehängt werden und einen stundenlangen Todeskampf unter entsetzlichen Qualen erleiden. Ein Land, wo grausamen Traditionen gefrönt wird, z.B. lebende Ziegen von Kirchtürmen geworfen werden. Ein Land, in dem das grausame Abschlachten von wehrlosen Rindern in Stierkämpfen als Tradition glorifiziert wird. In einer Kultur, in der Gewalt gegen wehrlose und hilflos ausgelieferte Lebewesen sogar als gesellschaftlich geachtete Großtat bewundert wird, sollte sich keiner wundern, wenn der Bumerang zurückschlägt.

Auf die Frage, wie Mörder zu dem werden, was sie sind, antwortete der Gründer der FBI-Abteilung für Verhaltensforschung, Robert Ressler: "Das sind genau die Kinder, die nie gelernt haben, dass es unrecht ist, einem kleinen Hund die Augen auszustechen."

A.K.T.E. - Mitarbeiter / Dr. Ernst Henrich


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Schimpansen sind Menschen

Detroit, 20. Mai 2003
US-Forscher behaupten: Schimpansen sind Menschen! Genetische Studie weist 99,4 prozentige Ähnlichkeit mit humaner DNA aus.

Nach Forschungsergebnissen amerikanischer Wissenschafter zählen die Schimpansen nicht nur zur gleichen taxonomischen Familie, sondern zum gleichen Genus des "Homo". Die genetischen Übereinstimmungen zwischen den Schimpansen und dem homo sapiens sind frappant, berichtet das Wissenschaftsmagazin "New Scientist". Nach den Studienergebnissen des Zoologen und Biochemikers Morris Goodman von der Wayne State University in Detroit (http://www.med.wayne.edu) sind 99,4 Prozent der wichtigsten DNA-Sequenzen der beiden Spezies identisch.

Schimpanse

"Mit dieser Ähnlichkeit zählen die beiden lebenden Schimpansen-Spezies zur Gattung "Homo", so Goodman. Das Ergebnis hat nicht nur Auswirkungen auf die gesamte Taxonomie, sondern führt auch zu heftigen Debatten bei der Verwendung von Schimpansen zu Laborexperimenten und über ihren Schutz in freier Wildbahn. Traditioneller Weise werden Schimpansen wie die anderen Menschenaffen, Gorillas und Orang-Utans, in der Familie der Pongidae beschrieben und nicht in der Familie Hominidae. Zu den Hominidaen zählen nach gängiger Lehre die drei Genera Homo, Australopithecus und Ardipithecus. Auf Basis der Studie von Goodman fallen aber nicht nur die modernen Menschen in diese Familie, sondern auch die beiden Schimpansen-Spezies Bonobo (Pan paniscus) und der gemeine Schimpanse (Pan troglodytes).

In der Welt der Wissenschaft ist der Vorschlag aber nicht neu: Der Physiologe und Ökologe Jared Diamond nannte 1991 den Menschen den "Dritten Schimpansen". Damals fehlten aber die genauen genetischen Informationen. 2002 hatte der Wissenschafter Roy Britten vom California Institute of Technology eine 95-prozentige genetische Übereinstimmung festgestellt. Goodman stimmt den Angaben von Britten aber nicht zu. "Die Unterschiede, die Britten herausarbeitete, sind nicht wichtig für die Genfunktion, denn 98 Prozent der DNA kodieren keine Proteine", meint der Forscher. Der kleine Unterschied zwischen die Genotypen reflektiere vielmehr den erst vor kurzer Zeit vollzogene Divergenz zwischen Schimpansen und Menschen vor etwa fünf bis sechs Millionen Jahren.

Quellen: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=030520017 und canis@aon.at

A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck


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