Ausgangspositionen unserer Arbeit Grundsätzliche Thesen und Standpunkte Wir lehnen Ideologien und darin enthaltene Moralvorstellungen oder Ethik-Konzepte kategorisch ab, die auf Dogmen von Religionsgemeinschaften beruhen und eine Hierarchie der verschiedenen Lebensformen oder eine Sonderstellung des Menschen im Universum als Prädestination einer höheren Macht postulieren. Deshalb distanzieren wir uns auch ausdrücklich von der traditionellen christlich-humanistischen Ethik mit ihrem Subordinationsverhältnis von Mensch und Tier. Beweise für ihren Wahrheitsanspruch sind, außer mit Hilfe theologisch und dogmatisch gefärbter Pseudoargumente bis heute nicht erbracht worden. Die jüdisch-christliche Schöpfungsordnung ist antiquiert, irrational und zutiefst ungerecht. Wir negieren die Existenz der "Menschlichen Würde" als inhärentes, angeborenes Wesensmerkmal und die daraus abgeleitete Annahme der Einzigartigkeit und Sonderstellung des Menschen auf der Erde und alle darauf basierenden Ansprüche und Wertsetzungen. Wir weigern uns, die sozialdarwinistische Sichtweise des "Rechts des Stärkeren" zu akzeptieren, die jede Ethik unweigerlich ad absurdum führt. Wir gehen davon aus, dass die Evolution die vielfältigen Lebensformen auf unserem Planeten hervorgebracht hat, und dass alle Lebewesen einen gemeinsamen Ursprung haben. Wir sind deshalb der Überzeugung, dass auch die Unterschiede zwischen Mensch und Tier nur gradueller und nicht essentieller Natur sind, und dass diese Unterschiede – wie etwa der Körperbau, die Anzahl der Beine, die Farbe und Beschaffenheit der Haut oder des Haarwuchses oder die Fähigkeit zu komplexem Denken oder die des Gebrauchs einer Sprache – es nicht rechtfertigen und keine ausreichenden Begründungen liefern, Tiere auszubeuten, zu misshandeln oder zu töten. Wir sind der Überzeugung, dass die ähnlichen elementaren Lebensinteressen und vergleichbare arteigene Präferenzen, die Fähigkeit Schmerz oder Wohlsein bzw. Leid oder Glück zu empfinden und die Einzigartigkeit eines jeden Lebewesens mit seinen individuellen Erlebnissen es verbieten, gravierende Unterschiede in unseren Wertsetzungen und unserer moralischen Berücksichtigung zwischen Menschen und Tieren zu machen. Wir glauben, dass Tiere, unabhängig von ihrem Wert für den Menschen, als moralisch relevante Entitäten anzuerkennen sind. Tiere sind nicht als bloße Werkzeuge oder reproduzierbare Ressourcen anzusehen und sollten nicht als solche missbraucht werden. Deshalb sollten die Interessen und Bedürfnisse bewusst lebender und nach Präferenzverwirklichung strebender, leidens- und empfindungsfähiger Individuen nicht für triviale Interessen des Menschen übergangen werden. Wir sind der Meinung, dass ohne absolut zwingende Notwendigkeit der Mensch keine ethisch vertretbare Legitimation hat, Tiere auszubeuten oder zu töten und dementsprechend darauf verzichten sollte. Wir glauben, dass die Forderung einer konsequenten Einbeziehung der Tiere in unsere Ethik und die moralisch Anerkennung ihrer vitalen Interessen und Bedürfnisse berechtigt ist. Darüber hinaus sind wir überzeugt, dass auch eine angemessene ethische Berücksichtigung der Pflanzenwelt und der natürlichen Lebensräume angebracht ist, da die Erde die gemeinsame Heimstatt und Grundlage allen Lebens darstellt, die es im Hinblick auf das Wohlbefinden und Überleben ihrer Bewohner zu schützen und zu bewahren gilt. A.K.T.E. - Redaktion / Stefan Bernhard Eck |
||||||||