Eigene Erfahrungen - Vegan ist stark ... Mein Dasein war - seit Kindesbeinen an - geprägt von sportlichen Aktivitäten wie Turnen, Handball, Fußball, Tischtennis, Leichtathletik und 15 Jahre Boxsport bis zu einem Unfall. Dann begann ich mit Fitnesstraining und Kraftsport. Die Sprüche und Lästereien, die mir um die Ohren flogen, als ich aufhörte, mich mit Tierleichenkost zu ernähren, klingen mir heute noch manchmal in den Ohren. Ich konnte nur noch mitleidig lächeln über die von der Agrar- und Fleischlobby geformten und gesteuerten Meinungen, über die unwissenden Opfer dieser Lügenkampagnen, über Masse Mensch, diesen willenlosen, dankbaren und zahlenden Aas-Konsumenten, dieses Produkt einer Fehlfunktion der Evolution. Sprüche wie z.B. "Jetzt wirst du zusammenfallen, der Sportler braucht doch Fleisch und tierisches Protein, sonst kann er nichts leisten." oder "Wenn du kein Fleisch isst, wirst du krank; der Mensch hat schon immer Fleisch gegessen, der Körper braucht doch einfach Tierisches." Anfangs versuchte ich dem notorischen "Verdränger" noch zu vermitteln, dass Tradition kein Garant für Moral ist, wie die Geschichte klar zeigt. Hoffnungslos! Nur die wenigsten Menschen schienen zu verstehen, was ich ihnen zu vermitteln versuchte. Sie pflegten geradezu ihre Ignoranz und Arroganz, um sie selbstgerecht und ohne Gewissensbisse praktizieren zu können. Der hirnloser Mist, der auf mich einprasselte, auf den ich resignierend gar nicht mehr reagierte, weil es einfach nur ein pauschales Vorurteil und ein Verdrängen war, ging mir sprichwörtlich am Allerwertesten vorbei.
Mit der Zeit wurden aber die Stimmen leiser, denn alle, die auf meinen körperlichen Zerfall spekuliert hatten, um sich selbst in ihrer Ernährungsweise bestärkt zu fühlen, wurden enttäuscht. Denn das Gegenteil trat ein, mein Körper entwickelte sich prima! Obwohl mit zunehmenden Alter (ab dem 25. Lebensjahr) der Muskelabbau kontinuierlich voranschreitet, konnte ich einen beachtlichen Zuwachs an Muskulatur verzeichnen. Mein Bizepsumfang z.B. wuchs trotz veganer Ernährung - ohne meine Trainingsgewohnheiten zu verändern - von 42 Zentimeter auf heute 45 Zentimeter. In gleichem Maße konnte ich auch gute Zuwächse an Beinen, Schulter und Brust feststellen. Ich führe dies vorwiegend auf die vitamin-, ballaststoff- und mineralstoffreiche Ernährung zurück, die meine Energiespeicher stets auffüllen und boosten, was wiederum einen Motivationsschub durch erheblich gesteigerte Ausdauer bewirkt, ich trainiere einfach effizienter und länger. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass ich die Einnahme von Zusatzpräparaten generell abgelehnt hatte. Selbst Eiweißgetränke auf pflanzlicher Basis waren nie ein Thema für mich, und ich sehe diese als vollkommen überflüssig an. Als überzeugter Anhänger und Verfechter einer reinen proteinreichen, veganen Vollwertkost habe ich diese nie gebraucht oder ihren Konsum für nötig befunden. Außerdem ist zu bemerken, dass ich von dem Tage an, als ich mich vom Fleischkonsum verabschiedet hatte, keinerlei Krankheiten bis heute mehr gehabt habe, nicht einmal ein Schnupfen, obwohl ich auch im Winter oft nur im Hemd durch die Straßen laufe. Magenprobleme und andere Zivilisationswehwehchen kenne ich nur vom Hörensagen. Schädelbrummen am Morgen tritt nur nach exzessivem Alkoholkonsum auf ( 25 bis 30 Gläser Bier )und wahrscheinlich auch nur dann, wenn ein Bier verunreinigt war. Selbst Zahnarztbesuche wurden zur reinen Prophylaxe. Zufall oder Ausnahme? Nein, zahlreiche neutrale Studien von unabhängigen Instituten bestätigen meine eigenen Erfahrungen. Mangelerscheinungen? Hhmm ... die treten bei mir nur dann auf, wenn kein Bier und kein Tofu mehr im Kühlschrank sind. Es ist einfach sagenhaft, wie mein Körper auf die vegane Ernährungsweise reagiert hat. Auch ein Libidoverlust, der von bösen Zungen immer wieder heraufbeschworen wird, ist nicht festzustellen, eher das Gegenteil! Und selbst, wenn ich auf Grund meines Verzichts von Fleisch und Milchprodukten Mangelerscheinungen oder sonstige funktionale Störungen festgestellt hätte, so wäre dies trotzdem kein Grund für mich gewesen, zu der archaischen und widerlichen Kadaverkost zurückzukehren. Dass dies dem Masse-Mensch total unverständlich ist, dass mein Handeln auf ethischen Grundsätzen beruht, war absehbar. Die Ignoranz des Menschen ist leider bodenlos, und ihre Eindämmung ist eine zwingende Notwendigkeit. Ich empfinde meine Vitalität, Kraft und Fitness sozusagen als eine Belohnung von der Natur dafür, dass ich sie nicht mehr ausbeute. Ich weiß es aus eigener Erfahrung: Vegan ist stark!
H.H.
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